Se­en­suchts­or­te

Von der Ge­schich­te ge­schaf­fen, von den Be­woh­nern ge­hegt, von der Unesco ge­kürt – das Biosphärenreservat Schaalsee be­sticht durch sei­ne atem­be­rau­ben­de Na­tur­viel­falt.

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Nord­deutsch­lands tiefs­ter See hin­ter­lässt auch bei sei­nen Be­su­chern ei­nen blei­ben­den Ein­druck. Heu­te ver­läuft durch den Schaalsee die Lan­des­gren­ze zwi­schen Schles­wig-Hol­stein und Meck­len­burg-Vor­pom­mern, frü­her war hier die deutsch­deut­sche Gren­ze. Die er­zwun­ge­ne Ru­he im Nie­mands­land war für vie­le Tie­re ein Se­gen. Ad­ler, Kra­nich, Eis­vo­gel und Rohr­dom­mel konn­ten un­ge­stört ih­re Jun­gen groß­zie­hen. In­zwi­schen hat sich die Ge­gend zur be­lieb­ten Er­ho­lungs­re­gi­on ent­wi­ckelt – mit Rück­sicht auf die Na­tur. Im Jahr 2000 wur­de die 309 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ße Schaalsee-Land­schaft von der Unesco als in­ter­na­tio­na­les Biosphärenreservat aus­ge­zeich­net: ei­ne Re­gi­on vol­ler Bu­chen- und Bruch­wäl­der, Moo­re Tou­ris­ti­sche Ab­wechs­lung Ute Al­mLin­ke emp­fängt ih­re Gäs­te im Re­stau­rant „De oll Dörpschaul“mit ei­ge­nem Wild­kräu­ter­gar­ten. Rechts: Schon von Wei­tem sieht man den ehe­ma­li­gen Wach­turm in der Au­ßen­an­la­ge des Mu­se­ums Grenz­hus. und Feucht­wie­sen, Äcker, Wei­de­land und Se­en. Be­su­cher kön­nen sie auf Wan­de­r­und Rad­we­gen in ei­ner Län­ge von 150 Ki­lo­me­tern er­kun­den.

Wer den Schaalsee be­sucht, soll­te gleich zu Be­ginn Sta­ti­on im In­for­ma­ti­ons­zen­trum Pahl­huus ma­chen. Hier gibt es Wis­sens­wer­tes über die Tier- und Pflan­zen­welt, die erd­ge­schicht­li­che Ent­ste­hung der Ge­gend und die tou­ris­ti­schen At­trak­tio­nen zu er­fah­ren. Ei­ne ist die be­lieb­te See-Pferd-Tour. In gut fünf­ein­halb St­un­den kön­nen Na­tur­freun­de ei­ne Schiff­fahrt über den Schaalsee ge­nie­ßen, be­ge­ben sich auch mit ei­ner Kut­sche durch den Scha­li­ßer Wald und er­le­ben ei­ne span­nen­de Füh­rung auf dem Holz­steg durch das Kalk­flach­moor. Die Tour ist bar­rie­re­frei und eig­net sich eben­so für Se­nio­ren. Ei­le ist hier ein Fremd-

Ei­le ist hier ein Fremd­wort – und in solch ei­nem Na­tu­ridyll auch fehl am Platz.

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