Das Wis­sen aus al­ten Zei­ten

Kat­ha­ri­na Schmidt ver­rät Tra­di­ti­ons­re­zep­te und Span­nen­des über al­te Na­tur­heil­mit­tel

Leckeres aus der Landkueche - - Inhalt -

Schon als klei­nes Mäd­chen lieb­te es Kat­ha­ri­na Schmidt, durch die Na­tur zu strei­fen und rund um den Hof ih­rer El­tern nach Wild­und Heil­kräu­tern zu su­chen. Sie war von An­fang an fas­zi­niert von den viel­fäl­ti­gen Wir­kun­gen, die die Blü­ten, Blät­ter und Knos­pen auf Kör­per und Ge­sund­heit ha­ben, aber auch von dem ur­al­ten Wis­sen um die­se Heil­kräf­te, das be­reits vor ihr über Ge­ne­ra­tio­nen ste­tig wei­ter­ge­ge­ben wur­de und in das nun auch sie ein­ge­weiht wur­de. Jah­re spä­ter, als er­wach­se­ne Frau, die zwan­zig Jah­re als Grund­schul­leh­re­rin ge­ar­bei­tet und ne­ben­her als Wirt­schafts­trai­ne­rin ein ei­ge­nes Un­ter­neh­men auf­ge­baut hat­te, be­dau­er­te sie zu­neh­mend, wie we­nig die­ses al­te Wis­sen in un­se­rer mo­der­nen Zeit noch ge­fragt war. Je­des er­denk­li­che Le­bens­mit­tel gibt es im Su­per­markt zu kau­fen und wenn der Hals kratzt oder der Kopf schmerzt, ist der nächs­te

wie zwei­ter Tag

4. Tag: 4,5 kg Rog­gen­mehl, 0,5 kg Wei­zen­mehl, 100 g dunk­les Gers­ten­malz, 150 g Salz, 3 Li­ter war­mes Was­ser und 1 Wür­fel He­fe (42 g) un­ter den Sau­er­tei­gan­satz der letz­ten drei Ta­ge mi­schen.

Aus dem Teig meh­re­re Brot­lai­be mit je ca. 1.250 g Ge­wicht for­men. Gär­körb­chen gut mit Mehl aus­stäu­ben oder mit Mehl ein­ge­stäub­te Tü­cher in die Kör­be le­gen. Lai­be dar­in ca. 1 St­un­de zu­ge­deckt warm ru­hen las­sen. Den Ofen vor­hei­zen und die Bro­te bei 220 Grad ca. 1 St­un­de ba­cken. Das Brot ist fer­tig, so­bald man ein hoh­les Ge­räusch hört, wenn man auf die Un­ter­sei­te des Bro­tes klopft. Für klei­ne­re Men­gen ein­fach die Zu­ta­ten z. B. durch vier tei­len, dann er­hält man ca. 2 kg Brot.

Text: Sa­bi­ne Ber­ger • Fotos: Altenmarkt-zau­chen­see Tou­ris­mus

Lin­ke Sei­te: Kat­ha­ri­na Schmidt de­mons­triert, wie das Sau­er­teig­brot frü­her im Holz­ofen ge­ba­cken wur­de. Rech­te Sei­te: Die Berg­wie­sen der Re­gi­on sind reich an wert­vol­len Heil­kräu­tern (oben und un­ten links); das Hei­mat­mu­se­um in Altenmarkt (un­ten rechts).

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