Rin­der­glück im Blau­en Land

Land­wirt Georg Mayr züch­tet al­te Rin­der­ras­sen wie das Murnau-wer­den­fel­ser

Leckeres aus der Landkueche - - Inhalt - Fotos: www.rieg­seer-wei­deochs.de (4), Tou­rist­in­fo Murnau (4)

Georg Mayr kennt je­des sei­ner 90 Tie­re persönlich. Dem­ent­spre­chend groß ist die Freu­de bei den im­po­san­ten Rieg­seer Wei­deoch­sen, wenn der pas­sio­nier­te Land­wirt mor­gens um 5.30 Uhr den Stall be­tritt. „Die en­ge Bin­dung an un­se­re Tie­re ist uns sehr wich­tig“, be­tont Mayr. Und das sieht man den Murnau-wer­den­fel­se­r­und Fleck­vie­hoch­sen auch an. Die al­ten ober­baye­ri­schen Ras­sen wer­den hier oh­ne In­ten­siv­mast, oh­ne Stress und mit ganz viel Aus­lauf auf gro­ßen saf­ti­gen Wie­sen ge­hal­ten. Zur art­ge­rech­ten Auf­zucht ge­hört auch, dass die Bul­len­käl­ber, die der Land­wirt im Al­ter von drei bis fünf Wo­chen bei den Bi­o­bau­ern rund um den Rieg­see ab­holt, an­schlie­ßend un­ter der Ob­hut von fünf Am­men­kü­hen lang­sam und na­tür­lich auf­wach­sen kön­nen. „Et­wa hun­dert Ta­ge wer­den sie ge­säugt und mit ei­nem Jahr zie­hen die Jun­goch­sen dann den gan­zen Som­mer auf die Wei­de hin­aus, be­vor sie im Al­ter von zwei­ein­halb Jah­ren von mir persönlich zum Metz­ger ge­bracht und tier­ge­recht ge­schlach­tet wer­den“, er­klärt der Bi­o­bau­er.

Qua­li­tät braucht Zeit

Das Be­son­de­re an sei­ner Och­sen­auf­zucht ist, dass er die Tie­re im Al­ter von vier bis fünf Mo­na­ten vom Tier­arzt kas­trie­ren lässt. „Durch den um­ge­stell­ten Hor­mon­haus­halt wer­den die Bul­len­käl­ber ru­hi­ger, aus­ge­gli­che­ner und wach­sen lang­sa­mer, was we­sent­lich zur hoch­wer­ti­gen Qua­li­tät des Flei­sches bei­trägt“, sagt Mayr, des­sen tra­di­ti­ons­rei­cher Land­wirt­schafts­be­trieb be­reits seit 1527 be­steht. Ei­ni­ges muss­te Fa­mi­lie Mayr je­doch än­dern, bis die Idee ei­ner re­gio­na­len Bio-auf­zucht um­ge­setzt wer­den konn­te. Der Stall wur­de be­son­ders tier­ge­recht er­neu­ert und in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zu den Wei­den des Be­triebs auf­ge­baut. Und auch hier bleibt Mayr sei­nem re­gio­na­len An­satz treu. „Der Stall stammt kom­plett von Be­trie­ben aus der Um­ge­bung, das Holz aus dem ei­ge­nen Wald“, meint er stolz. Des­halb ist es nur kon­se­quent, dass er das Fleisch

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.