Spar­gel­sor­ten Spar­gel- Tipps

Leckeres aus der Landkueche - - Frühlingsküche -

WEISSER SPAR­GEL

Hin­ter klang­vol­len Na­men wie Gi­jn­lim, Back­lim oder Ra­vel ver­birgt sich der in Deutsch­land am häu­figs­ten kul­ti­vier­te wei­ße Spar­gel (auch Bleichspar­gel ge­nannt), der in Be­zug auf An­bau – meist auf san­di­gen Bö­den, die sich im Früh­jahr schnell er­wär­men – und Ern­te gleich­zei­tig auch am auf­wen­digs­ten ist. Da­mit die aus dem Bo­den ra­gen­den Spar­gel­stan­gen, die so­ge­nann­ten Spros­sen, ih­re wei­ße Far­be be­hal­ten, wer­den sie recht­zei­tig mit­hil­fe von auf­ge­häuf­ten Erd­wäl­len ge­schützt. Die­se ver­hin­dern, dass die Spar­gel­stan­gen in di­rek­ten Kon­takt mit dem Son­nen­licht kom­men. Bei der Ern­te wird der Spar­gel dann mit ei­nem spe­zi­el­len Mes­ser von Hand vor­sich­tig ge­sto­chen, so­dass die um­lie­gen­den Trie­be nicht zer­stört wer­den. Ge­schmack­lich wird der wei­ße Spar­gel für sei­ne an­ge­neh­me Mil­de ge­schätzt.

VIO­LET­TER SPAR­GEL

Im Ge­gen­satz zum all­seits be­lieb­ten wei­ßen Spar­gel fris­tet die­se Va­ri­an­te, de­ren Köp­fe ro­sa bis pur­pur­far­ben sind, hier­zu­lan­de meist ein Schat­ten­da­sein – sei­ne vio­let­te Far­be, die er durch das Son­nen­licht er­hält, gilt oft als Ma­kel. Da­bei ent­hält vio­let­ter Spar­gel be­son­ders vie­le An­ti­oxi­dan­ti­en und kann auch ge­schmack­lich punk­ten. Sei­ne in­ten­siv nus­si­ge No­te ist vor al­lem in der fran­zö­si­schen Kü­che sehr be­gehrt.

GRÜ­NER SPAR­GEL 1. FRISCH VOM FELD Qua­li­tät und Fri­sche der Stan­gen las­sen sich beim Ein­kau­fen schnell er­ken­nen: Ist der Spar­gel frisch, quietscht er, wenn Sie die Stan­gen an­ein­an­der rei­ben. Au­ßer­dem soll­ten die­se auf­grund ih­res ho­hen Feuch­tig­keits­ge­halts fest und die Schnitt­kan­ten nicht aus­ge­trock­net sein. 2. AB IN DEN KÜHL­SCHRANK Ge­ne­rell gilt: Je schnel­ler der Spar­gel nach der Ern­te ver­zehrt wird, des­to aro­ma­ti­scher ist er. Fri­schen Spar­gel kön­nen Sie aber pro­blem­los in ein feuch­tes Ge­schirr­tuch ge­wi­ckelt ei­ni­ge Ta­ge im Kühl­schrank auf­be­wah­ren. 3. SPAR­GEL EIN­FRIE­REN Sorg­fäl­tig ge­schält lässt sich Spar­gel gut ein­frie­ren. Die ro­hen (!) Stan­gen wa­schen, schä­len und die hol­zi­gen En­den ab­schnei­den. In ei­ner Plas­tik­do­se oder ei­nem Ge­frier­beu­tel hält sich der Spar­gel so meh­re­re Mo­na­te lang. 4. VOR­BE­REI­TUNG Spar­gel soll­ten Sie un­be­dingt gründ­lich wa­schen, um ihn von mög­li­chen Sand­res­ten zu be­frei­en. Ab­trop­fen las­sen und im An­schluss schä­len: Bei grü­nem Spar­gel kann dar­auf ver­zich­tet wer­den, wei­ßer Spar­gel hin­ge­gen soll­te, ei­ni­ge Zen­ti­me­ter un­ter­halb des Kop­fes be­gin­nend, zum En­de hin gleich­mä­ßig ge­schält wer­den. Da­nach erst die hol­zi­gen En­den ab­schnei­den – je nach Fri­sche et­wa 1 bis 4 Zen­ti­me­ter. 5. ZEITSPARER Ge­gen ei­nen klei­nen Auf­preis kann man wei­ßen Spar­gel beim Spar­gel­bau­er auch schon in pro­fes­sio­nell ge­schäl­tem Zu­stand kau­fen. Ein­zi­ges Man­ko: Die feh­len­den Scha­len kön­nen nicht für die Her­stel­lung von So­ßen oder Sup­pen ver­wen­det wer­den. 6. ZU­BE­REI­TUNG Tra­di­tio­nel­ler­wei­se wird Spar­gel ste­hend in Salz­was­ser ge­kocht, wahl­wei­se kön­nen Sie da­zu noch ei­ne Pri­se Zu­cker und et­was But­ter ge­ben. Hier­für eig­nen sich spe­zi­el­le Spar­geltöp­fe, die mit ei­nem Sie­b­ein­satz aus­ge­stat­tet sind, der fer­tig ge­gar­te Spar­gel lässt sich so leich­ter ent­neh­men. Alternativ kön­nen Sie ihn aber auch in ei­nem gro­ßen, brei­ten Topf zu­be­rei­ten. Pro Por­ti­on rech­net man et­wa 500 g Spar­gel. Wei­ßer Spar­gel be­nö­tigt 10–20 Mi­nu­ten, wäh­rend grü­ner be­reits nach ca. 8 Mi­nu­ten gar ist. Die Kochzeit ist ab­hän­gig von der Di­cke der Stan­gen, da­her zwi­schen­durch mit ei­ner Ga­bel prü­fen, ob der Spar­gel gar ist. Im An­schluss kön­nen Sie ihn auf ei­ner spe­zi­el­len Spar­gel­plat­te mit Ein­satz ser­vie­ren, die das Koch­was­ser auf­fängt (z. B. von Koch­form).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.