Das Murnau-wer­den­fel­ser Rind

Leckeres aus der Landkueche - - Porträt -

Die ro­bus­te Ras­se eig­net sich her­vor­ra­gend für Stand­or­te mit rau­em Kli­ma, ho­hen Nie­der­schlags­men­gen und stei­lem Ge­län­de. Die Tie­re sind lang­le­big und frucht­bar. Das Fell ist in der Re­gel braun­gelb bis stroh­gelb, manch­mal aber auch fast schwarz. Die hel­len Hör­ner wei­sen dunk­le Spit­zen auf, da­zu kom­men als wei­te­re Merk­ma­le ein hell um­ran­de­tes Maul (Mehl­maul), ei­ne schwar­ze Schwanz­quas­te so­wie ein hel­ler Rü­cken­strei­fen (Aal­strich). Frü­her wur­de das Murnau-wer­den­fel­ser als Dr­ei­nut­zungs­rind, al­so für Milch, Fleisch und als Ar­beits­tier auf dem Feld ge­hal­ten. 2007 wur­de es von der Ge­sell­schaft zur Er­hal­tung al­ter und ge­fähr­de­ter Haus­tier­ras­sen (GEH) zur „Ge­fähr­de­ten Nutz­tier­ras­se des Jah­res“ge­wählt.

140–145 cm 900 kg

125–130 cm 550 kg be­hornt Aal­strich, gelb, rot, schwarz Mehl­maul, dun­kel

Kreuz­be­inhö­he (m): Ge­wicht (m): Kreuz­be­inhö­he (w): Ge­wicht (w): Be­hor­nung: Far­be: Maul:

hoch­wer­tig und vor al­lem art­ge­recht pro­du­zier­tes Fleisch. Und auch der Ar­ten­schutz spielt bei den in den Al­pen­re­gio­nen be­hei­ma­te­ten Ras­sen ei­ne gro­ße Rol­le. Die Murnau-wer­den­fel­ser ge­hö­ren zu den äl­tes­ten Rin­der­ras­sen der Welt, schreibt der Deut­sche Na­tur­schutz­bund (NA­BU). Lei­der wur­den sie ab Mit­te des 20. Jahr­hun­derts im­mer mehr von für die Hoch­leis­tungs­pro­duk­ti­on ge­eig­ne­te­ren Ras­sen ver­drängt und die Po­pu­la­ti­on sank von ur­sprüng­lich ca. 23.000 auf nur noch knapp 160 Tie­re. Heu­te hat sich der Be­stand auf der­zeit et­wa 1.000 Tie­re er­holt – was vor al­lem den Land­wir­ten aus der Zug­spitz-re­gi­on wie Georg Mayr, die die Ras­se in ih­rer ur­sprüng­li­chen Form er­hal­ten möch­ten, zu ver­dan­ken ist. Und nicht zu­letzt sind die ro­bus­ten Rin­der, die an stei­les Ge­län­de und das raue Kli­ma der Ber­ge ge­wohnt sind, auch ein wich­ti­ger Be­stand­teil der baye­ri­schen Voral­pen­land­schaft, der vom Früh­ling bis in den Spät­som­mer die Al­men und Berg­wie­sen mit sei­nem fröh­li­chen Glo­cken­ge­bim­mel er­füllt.

In­fos & Kon­takt Georg & Ve­ro­ni­ka Mayr See­stra­ße 3, 82418 Rieg­see Tel. 0 88 41-98 12 www.rieg­seer-wei­deochs.de Fe­ri­en­woh­nun­gen un­ter www.mayr-rieg­see.de

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