DIE BA­SIS

Leckeres aus der Landkueche - - Porträt -

Mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl

n Gra­vie­re Vor dem -

Ho­he­neg färbt Bea­trix

r in Gän­see­ie ger die

Far­ben wie kräf­ti­gen

Rot oder Blau, Li­la,

Grün ein. sich mit viel Ge­duld und Übung selbst an­ge­eig­net. „So fein zu ar­bei­ten hat mich schon im­mer fas­zi­niert“, be­grün­det sie ih­re Lei­den­schaft. Um solch ein fi­li­gra­nes Kunst­werk zu er­schaf­fen, be­nö­tigt die krea­ti­ve Bäue­rin vor al­lem ei­nes: ei­ne ru­hi­ge Hand und viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Zum Gra­vie­ren ver­wen­det sie ein klei­nes elek­tri­sches Ritz­ge­rät, ähn­lich je­nen zum Gra­vie­ren von Glas oder an­de­ren emp­find­li­chen Ma­te­ria­li­en. „Die Kunst da­bei ist es, mög­lichst re­gel­mä­ßig zu rit­zen. Der Druck der Fin­ger darf we­der zu groß noch zu klein sein, sonst gibt es schnell ein Loch“, er­klärt Bea­trix Ho­he­negger. Viel Ge­spür ver­langt auch die ge­run­de­te Ober­flä­che der Eier, die das Ar­bei­ten zu ei­ner wah­ren Her­aus­for­de­rung macht. „Am bes­ten ist es, ei­ne Li­nie in ei­nem Zug durch­zu­füh­ren“, weiß die Bäue­rin. Die Mus­ter, mit de­nen sie die fe­der­leich­ten Ob­jek­te ver­ziert, hat sie da­bei von vorn­her­ein im Kopf, da­mit sie zwi­schen­durch nicht im­mer wie­der ab­set­zen muss, son­dern die Ver­zie­rung in ei­nem Guss ein­gra­vie­ren kann. Wenn man ihr zu­schaut, ent­ste­hen un­ter lei­sem Sur­ren wie von Zau­ber­hand Blu­men, mä­an­dern­de Li­ni­en und wohl­klin­gen­de Sprü­che. „Zu mei­nen Mo­ti­ven las­se ich mich am liebs­ten von der Na­tur in­spi­rie­ren“, meint die Land­frau aus dem wun­der­schö­nen Langt­au­fe­rer Tal. Wie könn­te es an­ders sein, denn beim Blick aus dem Fens­ter des gro­ßen Bau­ern­hau­ses, das auf 1.920 Me­tern See­hö­he liegt, zeigt sich die Süd­ti­ro­ler Berg­welt in ih­rer gan­zen Pracht. Grü­ne Wie­sen und Wäl­der wech­seln sich mit schrof­fen Fels­wän­den und im­po­san­ten Glet­schern ab und re­gen die Kunst­hand­wer­ke­rin zu je­der Jah­res­zeit zu neu­en Ide­en an.

Die­se Sei­te (im Uhr­zei­ger­sinn): Gän­se le­gen ih­re Eier nur von Ja­nu­ar bis Mai; die Eier wer­den vor­sich­tig aus­ge­bla­sen; die Gän­se Wil­ma, Wal­li und Wol­ga füh­len sich auf den grü­nen Berg­wie­sen sicht­lich wohl; ein be­son­ders schö­nes Ex­em­plar mit Früh­lings­ge­dicht.

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