Ka­this Mai­erl­brot

Leckeres aus der Landkueche - - Porträt -

(für 8–9 Ki­lo­gramm Rog­gen­brot)

Arzt nicht weit. „Frü­her muss­ten die Men­schen viel krea­ti­ver sein“, er­klärt Kat­ha­ri­na Schmidt, „denn sie wa­ren auf das an­ge­wie­sen, was ih­nen die Na­tur bot.“Obst wur­de halt­bar ge­macht, da­mit man über den Win­ter ver­sorgt war, aus Was­ser, Rog­gen­mehl und Sau­er­teig wur­de ein­fa­ches Brot ge­ba­cken. Bei Glie­der­schmer­zen half ei­ne selbst ge­mach­te Ar­ni­ka­tink­tur und bei ei­ner Er­käl­tung gab es Si­rup aus Fich­ten­spit­zen. „Wir le­ben heu­te in ei­ner sol­chen Über­fluss­ge­sell­schaft, dass sol­che Kennt­nis­se nicht mehr ge­fragt sind“, be­dau­ert die ge­bür­ti­ge Salz­bur­ge­rin. Dar­um ver­an­stal­tet sie seit drei Jah­ren zu­sam­men mit dem Tou­ris­mus­ver­band Altenmarkt-zau­chen­see Kräu­ter­se­mi­na­re und Koch­kur­se, in de­nen sie In­ter­es­sier­te wie­der in das al­te Heil­wis­sen und Groß­mut­ters Re­zep­te zum Ein­ko­chen ein­führt. „Die Teil­neh­mer sind durch­weg be­geis­tert“, freut sich Kat­ha­ri­na Schmidt. „Vie­le füh­len sich zu­rück in ih­re Kind­heit ver­setzt, in der sie ih­re ei­ge­ne Oma beim Ko­chen und Ba­cken be­ob­ach­tet ha­ben.“Die Sehn­sucht nach der Ein­fach­heit und Un­ver­fälscht­heit von selbst her­ge­stell­ten Le­bens­mit­teln und da­mit Oben rechts: Auch beim Wan­dern lohnt es sich, ab und zu am Weg­rand nach Heil­kräu­tern zu schau­en – am bes­ten mit ei­nem klei­nen Kräu­ter­be­stim­mungs­buch in der Hand, da­mit es kei­ne Ver­wechs­lun­gen gibt! Un­ten links: Kat­ha­ri­na Schmidts Kur­se fin­den in der 400 Jah­re al­ten Dechants­hof­ten­ne statt. Un­ten rechts: Gu­tes Sau­er­teig­brot braucht sei­ne Zeit.

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