Ge­mein­sam lässt sich’s schö­ner ba­cken

In Lia­ne und Gerd Ham­me­rers Gar­ten backt ein gan­zes Dorf sein Brot. Die bei­den Grün­der des Wal­ser Back­ver­eins ha­ben mit ih­rem Back­hüs­le ei­ne An­lauf­stel­le für al­le ins Le­ben ge­ru­fen, de­nen al­tes Hand­werk, tra­di­tio­nel­le Re­zep­te und gu­te Er­näh­rung wich­tig s

Leckeres aus der Landkueche - - Sommerküche -

Als Lia­ne Ham­me­rer 2007 mit ih­rem Mann mit­ten im Haus­bau steckt, sich da­zu um ih­re drei, da­mals sechs, vier und ein Jah­re al­ten Kin­der küm­mert und trotz­dem je­den Tag die Hand­wer­ker mit Kaf­fee und selbst ge­mach­tem Ku­chen ver­sorgt, ist die jun­ge Mut­ter rund um die Uhr be­schäf­tigt. „Un­ser Flie­sen­le­ger kam aus dem Schwä­bi­schen und brach­te mir ei­nes Ta­ges ei­nen Ka­ta­log über Brot­back­häu­ser mit“, er­zählt Lia­ne Ham­me­rer. „Er mein­te, ich sol­le un­be­dingt et­was aus mei­nem Back­ta­lent ma­chen. Von den wun­der­schö­nen Back­häu­sern war ich so­fort be­geis­tert. Drei Jah­re lang lag der Ka­ta­log je­doch auf mei­nem Nacht­tisch, im­mer wie­der blät­ter­te ich abends dar­in und wuss­te, dass sich so ein Back­haus ha­ben woll­te, hat­te aber kei­ne Idee, was ich dar­aus ma­chen könn­te.“

Der Traum vom Back­haus geht in Er­fül­lung Im Früh­ling 2010 lernt die Fa­mi­lie dann im Ita­li­en­ur­laub ei­ne Stei­ri­sche Fa­mi­lie ken­nen, die sie auf die zün­den­de Idee bringt. Sie rie­ten ihr ei­nen Ver­ein zu grün­den. „Das war für mich die Lö­sung! Und da bei uns gera­de ein Bau­spar­ver­trag fäl­lig wur­de, er­füll­te mein Mann mir mei­nen Traum“, er­in­nert sich die lei­den­schaft­li­che Bä­cke­rin. „Da stand es nun, mein ro­tes Back­haus mit Schin­del­dach in un­se­rem Gar­ten. Ich war vol­ler Freu­de. To­tal eu­pho­risch und glück­lich fing ich an, mit mei­nem Back­haus zu üben.“Die ers­ten Geh­ver­su­che von Lia­ne Ham­me­rer blei­ben je­doch er­folg­los. „An den ers­ten drei Back­ta­gen war al­les, was ich pro­du­zier­te, nur Fut­ter für un­se­re 12 Hüh­ner. Ich hät­te das Back­haus am liebs­ten wei­nend wie­der zu­rück­ge­ge­ben. Das al­te Hand­werk war doch nicht so ein­fach, wie ich dach­te.“Die An­fän­ge­rin merkt au­ßer­dem wie an­stren­gend und zeit­auf­wen­dig das Ba­cken im Back­haus ge­gen­über dem hei­mi­schen Back­ofen ist. Gut vor­hei­zen, die Glut ide­al ver­tei­len, zum rich­ti­gen Zeit­punkt die Brot­tei­ge pa­rat zu ha­ben und dann noch die Back­tem­pe­ra­tur auf die Gar­zeit des ge­form­ten Bro­tes ab­zu­stim­men – gar nicht so ein­fach, schließ­lich gibt es kei­nen Tem­pe­ra­tur­reg­ler, wie sie es ge­wohnt war. Doch Lia­ne Ham­me­rer beißt sich durch, lernt

Das ge­mein­sa­me Ziel: ei­ne gu­te Zeit und ge­sun­des Brot

Zwei Schnup­per­back­aben­de spä­ter zählt der Ver­ein be­reits 37 Mit­glie­der. „Im Au­gust 2010, zu­fäl­lig genau an mei­nem Ge­burts­tag, wur­de un­ser Back­ver­ein von der Be­zirks­haupt­mann­schaft Bre­genz als ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein ab­ge­stem­pelt.“Mitt­ler­wei­le ba­cken die Mit­glie­der fast schon fünf Jah­re lang zu­sam­men. Dar­un­ter vor al­lem Frau­en und ei­ni­ge we­ni­ge Män­ner, die über­wie­gend ei­nen Aus­gleich zu ih­rer Tä­tig­keit im Bü­ro su­chen und selbst et­was mit den ei­ge­nen Hän­den her­stel­len wol­len. Gu­tes, ge­sun­des Brot aus na­tür­li­chen Pro­duk­ten her­zu­stel­len, liegt ih­nen ge­nau­so am Her­zen wie die ge­mein­sa­me Ar­beit mit der Fa­mi­lie. Die Kin­der ler­nen so ganz au­to­ma­tisch viel

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