10 Fak­ten über die bre­to­ni­sche Kü­che

Leckeres aus der Landkueche - - Genussregion -

1. Das Ja­kobs­mu­schel­fest: Be­reits im April wid­me­te die Bre­ta­gne der Ja­kobs­mu­schel ein gan­zes Wo­che­n­en­de. Kon­zer­te, Aus­flü­ge mit Fi­scher­boo­ten, ei­ne Boots­pa­ra­de und Ver­kos­tun­gen ste­hen auch 2016 auf dem Pro­gramm. Das Fes­ti­val fin­det jähr­lich in ver­schie­de­nen Hä­fen an der Nord­küs­te statt, 2015 in Saint-qu­ay-portrieux. Bis zu 60.000 Be­su­cher wer­den pro Jahr er­war­tet.

2.

Die Bre­ta­gne ist die Hei­mat der fran­zö­si­schen Crê­pes und Ga­let­tes. Wäh­rend Crê­pes aus hel­lem Teig ge­ba­cken und aus­schließ­lich süß ge­füllt wer­den, be­ste­hen die herz­haf­ten Ga­let­tes aus dunk­lem Buch­wei­zen­mehl. Tra­di­tio­nell ist die „Galette Com­plè­te“mit Schin­ken, Kä­se und Ei be­legt. Ori­gi­nel­le Crê­pe­ri­en fül­len ih­re Ga­let­tes auch mit Zie­gen­kä­se und Fei­gen­kon­fi­tü­re oder En­te und Kar­tof­fel­pü­ree. Auch bei den sü­ßen Crê­pes sind der Fan­ta­sie kei­ne Gren­zen ge­setzt.

Bei der „Galette Sau­cis­se“zeigt sich die bre­to­ni­sche Spe­zia­li­tät ganz un­ei­tel: Ob pur, mit Ketch­up, Senf oder Spie­ge­lei, die Bau­ern­wurst in der herz­haf­ten Galette ist ein­fach Kult in Ren­nes und Um­ge­bung. In Fuß­ball­sta­di­en und auf Stra­ßen­fes­ten sind die bre­to­ni­schen Hot­dogs heiß be­gehrt.

3.

4.

Zu Ga­let­tes und Crê­pes passt am bes­ten ein bre­to­ni­scher Cid­re. Be­son­ders die Cor­nouail­le im Süd­wes­ten der ap­fel­rei­chen Bre­ta­gne und das Ran­ce-tal im Nord­os­ten sind für ih­ren ge­schmack­vol­len Cid­re be­kannt. Ein Gläs­chen da­von mit ei­nem Schuss Jo­han­nis­be­er­li­kör ist als „Kir bre­ton“ein be­lieb­ter Ape­ri­tif.

5.

Ge­sal­ze­ne But­ter ist die Haupt­zu­tat des Kou­ign Amann. Im Ori­gi­nalre­zept kom­men zu die­sem bre­to­ni­schen But­ter­ku­chen nur noch ein we­nig Mehl und Zu­cker hin­zu. In dün­nen Schich­ten wird der Teig mit But­ter be­stri­chen, über­ein­an­der­ge­legt und nur kurz ge­ba­cken. Den bes­ten Kou­ign Amann gibt es in sei­ner Hei­mat im Süd­wes­ten der Bre­ta­gne in Douarne­nez.

6.

Welt­weit be­kannt sind die köst­li­chen Aus­tern aus Can­ca­le. Schon die fran­zö­si­schen Kö­ni­ge schick­ten Bo­ten in die klei­ne Ha­fen­stadt zwi­schen Saint-ma­lo und dem Klos­ter­berg Mont-saint-mi­chel, um sich die be­gehr­ten Aus­tern an den Pa­ri­ser Hof lie­fern zu las­sen. Seit 1994 ist Can­ca­le als „si­te re­mar­quable du goût“für die be­son­de­re Qua­li­tät sei­ner Aus­tern aus­ge­zeich­net.

7.

Der bre­to­ni­sche Ho­nigli­kör Chou­chen ist eben­falls be­liebt. Die Kel­ten brach­ten das Re­zept da­mals mit in die Bre­ta­gne und seit­dem blieb es un­ver­än­dert: Frisch ge­press­ter Ap­fel­saft bringt die Gä­rung des Ho­nigs in Gang; nimmt man Buch­wei­zen­ho­nig, wird der Chou­chen be­son­ders kräf­tig und dun­kel­gelb. Als Ape­ri­tif< wird Chou­chen kalt ge­trun­ken, im Win­ter gibt es ihn auch heiß.

8.

Ge­wür­ze aus al­ler Welt sind ne­ben Fisch und Mee­res­früch­ten eben­falls ty­pisch für die „Cui­sine Cor­sai­re“, die Kü­che der Kor­sa­ren. Denn von Saint-ma­lo aus be­reis­ten die Pi­ra­ten im Auf­trag des Kö­nigs schon da­mals die gan­ze Welt und brach­ten von dort vie­le in Eu­ro­pa noch un­be­kann­te Ge­wür­ze mit. Ge­wür­ze ste­hen des­halb auch im Mit­tel­punkt der Koch­phi­lo­so­phie des einst mit drei Mi­che­lin­Ster­nen aus­ge­zeich­ne­ten bre­to­ni­sche Spit­zen­kochs Oli­vier Ro­el­lin­ger.

9. „Pa­lets“sind ei­gent­lich run­de Wurf­schei­ben oder Eis­ho­ckeypucks, als „pa­lets bre­tons“sind sie mit viel But­ter und Zu­cker die be­lieb­tes­ten Kek­se der Bre­ta­gne. Das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men Mai­son Gu­el­la in Can­ca­le stellt die di­cken, run­den Kek­se nach wie vor in Hand­ar­beit her und lädt Be­su­cher ger­ne in sei­ne Back­stu­be ein. Back­kur­se kön­nen un­ter www.bre­ta­gne-ca­ra­mel.com ge­bucht wer­den.

10. Zum bes­ten Bon­bon Frank­reichs wur­de im Jahr 1980 das Salz­but­ter­ka­ra­mell des bre­to­ni­schen Cho­co­la­tiers Hen­ri Le­roux ge­kürt. Ne­ben Meer­salz­but­ter und Zu­cker ge­hö­ren auch Ha­sel­nüs­se und Man­deln zu sei­nem sonst ge­hei­men Re­zept. Salz­but­ter­ka­ra­mell ist als Bon­bon, Des­serts­o­ße, Eis oder Brot­auf­strich bei Jung und Alt in der Bre­ta­gne be­liebt.

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