Ama­ro­ne – Rot­wein vom Gol­de­nen Hü­gel

Im Her­zen des Val­po­li­cel­la Clas­si­co An­bau­ge­bie­tes be­fin­det sich die Hei­mat des Ama­ro­ne. Ei­nes er­le­se­nen Rot­weins, den die Win­zer­fa­mi­lie Tom­ma­si lei­den­schaft­lich pro­du­ziert.

Leckeres aus der Landkueche - - Porträt -

Ein Händ­chen für er­le­se­ne Wei­ne

Nord­west­lich von Ve­ro­na, in Pe­de­mon­te, in der Hei­mat des Val­po­li­cel­la, lie­gen die Wein­ber­ge der Fa­mi­lie Tom­ma­si auf den son­nen­ver­wöhn­ten Hän­gen „La Gro­let­ta“, „Con­ca d’oro“und „Ca’flo­ri­an“. Nicht nur Pier­an­ge­lo kommt ger­ne hier auf den „Gol­de­nen Hü­gel („Con­ca d’oro“), um zu se­hen, wie sich das un­ver­gleich­li­che Licht auf dem Rau­reif sei­ner Trau­ben spie­gelt, und das fan­tas­ti­sche Pan­ora­ma zu be­trach­ten. Wie der Rest sei­ner Fa­mi­lie kommt na­tür­lich auch der Win­zer selbst ins Schwär­men, wenn er von sei­nen Wei­nen er­zählt: Ama­ro­ne Clas­si­co, Ri­pas­so, Val­po­li­cel­la Clas­si­co Su­pe­rio­re und der Re­cio­to del­la Val­po­li­cel­la wer­den hier an­ge­baut. Dar­über hin­aus wach­sen an be­nach­bar­ten Wein­ber­gen rund um den Gar­da­see die Trau­ben für den Bar­do­li­no DOC und den Ro­sé, den Chia­ret­to Bar­do­li­no DOC so­wie den Weiß­wein Le For­na­ci Lu­ga­na DOC.

Der Be­son­de­re un­ter den Bes­ten Die Viel­zahl die­ser her­vor­ra­gen­den Wei­ne ist si­cher­lich Re­nom­mee ge­nug, und doch krönt die kom­plet­te Win­zer­fa­mi­lie Tom­ma­si in je­dem Jahr ih­re Wein­le­se mit der auf­wen­di­gen und lei­den­schaft­li­chen Her­stel­lung des Ama­ro­ne. Hier­für wer­den die kul­ti­vier­ten Trau­ben nach der Le­se auf Holz­git­tern aus­ge­bracht und in of­fe­nen Ge­bäu­den zum Trock­nen an der küh­len Herbst- und Win­ter­luft für min­des­tens vier Mo­na­te ge­la­gert. Erst nach­dem die pral­len Trau­ben fast die Hälf­te ih­rer Flüs­sig­keit ver­lo­ren ha­ben und sich na­he­zu in schrum­pe­li­ge Ro­si­nen ver­wan­delt ha­ben, wer­den sie wei­ter­ver­ar­bei­tet. In slo­we­ni­schen Ei­chen­fäs­sern la­gert der Ama­ro­ne drei Jah­re, be­vor er den letz­ten Schritt sei­ner Per­fek­tio­nie­rung an­tritt und in der Fla­sche im Kel­ler nach­reift.

Kon­zen­trier­tes Aro­ma sorgt für höchs­ten Ge­nuss Durch die La­ge­rung und die da­mit ver­bun­de­ne lang­sa­me Gä­rung ent­steht ei­ner­seits ein ho­her Al­ko­hol­ge­halt von 15 Vo­lu­men­pro­zent. Auf der an­de­ren Sei­te ent­fal­ten sich die un­ver­gleich­lich fruch­ti­gen No­ten und das cha­rak­te­ris­ti­sche, süß-bit­te­re Wech­sel­spiel des Ama­ro­ne, das auf den durch die Trock­nung kon­zen­trier­ten Zu­cker­ge­halt und den ho­hen An­teil der Tan­ni­ne zu­rück­zu­füh­ren ist. Am En­de steht ein Wein, der zu­recht in ei­nem Atem­zug mit den gro­ßen Wei­nen die­ser Welt ge­nannt wird und der den gan­zen Stolz sei­ner Win­zer in sich trägt. Wer vom Ama­ro­ne spricht, soll­te sei­nen „klei­nen Bru­der“, den Ri­pas­so, nicht un­er­wähnt las­sen. Er ist das Er­geb­nis der Zweit­gä­rung des Val­po­li­cel­la Clas­si­co Su­pe­rio­re auf den war­men Trau­ben­scha­len, aus de­nen zu­vor der Ama­ro­ne ge­presst wur­de. Im An­schluss reift er 18 Mo­na­te in Ei­chen­fäs­sern und prä­sen­tiert sich am En­de als ein in­ten­siv ru­bin­ro­ter Wein, der mit pfeff­ri­gen No­ten, Aro­men von Süß­kir­sche und ei­nem gut aus­ge­wo­ge­nen, vol­len Kör­per auf­war­ten kann. „Ent­schei­den muss man sich nicht“, be­tont Pier­an­ge­lo, „denn bei­de Wei­ne ver­sü­ßen den Win­ter – nicht nur in Ve­ro­na.“

Por­trät

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