Na­tur­samm­lers Koch­buch Feld­sa­lat – die zar­te Vit­amin­bom­be aus dem Win­ter­beet

Wenn das An­ge­bot im Ge­mü­se­beet über­schau­bar wird, dann schlägt die St­un­de des Ra­pun­zel­sa­lats.

Leckeres aus der Landkueche - - Inhalt -

1Je­der kennt ihn und er hat un­zäh­li­ge Na­men: In Ös­ter­reich nennt man ihn Vo­gerl­sa­lat, in Schwa­ben Acker­sa­lat, in der Ei­fel Mäu­se­öhr­chen­sa­lat, Nüss­li in der Schweiz, Ra­pun­zel zum Bei­spiel in Sach­sen oder Schafs­mäu­ler in Fran­ken.

2Bo­ta­nisch be­trach­tet ge­hört der Feld­sa­lat zur Gat­tung der Bal­dri­an­ge­wäch­se.

Im Ge­mü­se­beet ist das satt­grü­ne, glän­zen­de Blatt­ge­wächs vor al­lem we­gen sei­ner ex­tre­men Frost­här­te be­son­ders be­liebt und wird vor­wie­gend in den Win­ter­mo­na­ten ge­ern­tet.

3Ins Beet wird Feld­sa­lat ab Mit­te Ju­li im Ab­stand von et­wa 15 cm ge­sät. Der Sa­men soll­te da­zu nicht tie­fer als 2 cm un­ter der auf­ge­lo­cker­ten Er­de lie­gen und bis zur Kei­mung ste­tig feucht ge­hal­ten wer­den. Nach dem Sprie­ßen sind die zar­ten grü­nen Blätt­chen ziem­lich an­spruchs­los, le­dig­lich auf zu gro­ße Was­ser­ga­ben re­agie­ren sie häu­fig mit Krank­hei­ten. Am bes­ten gie­ßen Sie Ih­ren Feld­sa­lat des­halb tags­über bei Son­nen­schein, so ha­ben die Blät­ter Ge­le­gen­heit voll­stän­dig zu tro­cken. Um ihn zu ern­ten, wird Feld­sa­lat mit ei­ner Sche­re oder ei­nem Mes­ser knapp über der Er­de ab­ge­schnit­ten, so blei­ben die klei­nen Blattan­ord­nun­gen zu- sam­men. Wenn der Sa­lat hin­ge­gen nur Blätt­chen­wei­se ge­ern­tet wird, wächst er nach und kann häu­fi­ger ge­ern­tet wer­den. Vor dem Ver­zehr soll­te der Sa­lat im­mer gründ­lich mit kal­tem Was­ser ge­wa­schen und aus­ge­spült wer­den, um Er­d­res­te und Sand voll­stän­dig zu ent­fer­nen.

4Vo­gerl­sa­lat ist nicht nur frisch und grün, zart und an den Knop­sen kna­ckig, son­dern er ver­fügt auch über ei­ne Viel­zahl von Nähr­stof­fen.

Be­son­ders sein ho­her Ge­halt an Vit­amin C, Vit­amin A, Fol­säu­re und Ei­sen ma­chen den Sa­lat zur idea­len Ge­s­und­nah­rung – ge­ra­de in den Win­ter­mo­na­ten. Re­gel­mä­ßi­ger Ver­zehr stärkt das Im­mun­sys­tem, nährt die Ner­ven und si­chert die Neu­bil­dung der Zel­len. Der Ei­sen­ge­halt des Feld­sa­lats toppt den an­de­rer Sor­ten und trägt zum aus­ge­wo­ge­nen Sau­er­stoff­trans­fer im Blut bei. Die Mi­ne­ral­stof­fe Ma­g­ne­si­um, Ka­li­um und Kal­zi­um run­den sein brei­tes, ge­sund­heits­för­dern­des Spek­trum ab.

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