Ers­ter Jahr­gang Grund­schul­leh­rer aus Chem­nitz

75 Ab­sol­ven­ten der TU be­kom­men heu­te Zeug­nis­se

Leipziger Volkszeitung - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND - VON CLAU­DIA DRESCHER

CHEM­NITZ. Erst­mals nach mehr als 15 Jah­ren Un­ter­bre­chung er­hal­ten heu­te wie­der frisch ge­ba­cke­ne Grund­schul­leh­rer an der TU Chem­nitz ih­re Zeug­nis­se. Ins­ge­samt 75 Ab­sol­ven­ten ha­ben da­mit im ers­ten Jahr­gang seit der Wie­der­auf­nah­me des Stu­di­en­gangs in der dritt­größ­ten Stadt Sach­sens ihr Stu­di­um er­folg­reich be­en­det, sag­te ein Tu-spre­cher ges­tern. Erst seit En­de 2013 bil­det die Chem­nit­zer Uni wie­der Päd­ago­gen für die jüngs­ten Schü­ler aus. Zu­vor konn­ten an­ge­hen­de Grund­schul­leh­rer nur an den Uni­ver­si­tä­ten Leip­zig und Dres­den stu­die­ren. Ak­tu­ell ste­hen in Chem­nitz 120 Stu­di­en­plät­ze für Lehr­amt an Grund­schu­len zur Ver­fü­gung. In Dres­den sind es 150 und in Leip­zig 280 Plät­ze. An­ge­sichts des an­hal­ten­den Lehrer­man­gels und Un­ter­richts­aus­falls – ins­be­son­de­re an säch­si­schen Grund- und Ober­schu­len – for­dern Ex­per­ten ei­ne wei­te­re Er­hö­hung der Stu­di­en­plät­ze in Chem­nitz. Zu­dem ver­lan­gen sie ei­ne lang­fris­ti­ge Zu­sa­ge für die Grund­schul­leh­rer­aus­bil­dung vom Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um.

Nach ei­ner Ver­ein­ba­rung mit der Staats­re­gie­rung darf Chem­nitz bis 2020 im­ma­tri­ku­lie­ren, da­mit ist die Lehr­amts­aus­bil­dung in West­sach­sen bis 2024 ge­si­chert. Ak­tu­ell sind in Chem­nitz 422 an­ge­hen­de Grund­schul­leh­rer ein­ge­schrie­ben. Die Re­gel­stu­di­en­zeit um­fasst acht Se­mes­ter.

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