Ver­brau­cher­schüt­zer kri­ti­siert In­for­ma­ti­ons­po­li­tik

Leipziger Volkszeitung - - MENSCHEN UND MÄRKTE - Hk

Ei­ne farb­lo­se, öli­ge Flüs­sig­keit mit ste­chen­dem Ge­ruch – das ist Di­chlor­ben­zol (DCB). Der che­mi­sche Stoff bleibt nach An­ga­ben des Es­se­ner Fach­ver­bands der Ma­trat­zen-in­dus­trie im fer­tig pro­du­zier­ten Schaum­stoff zu­rück. Des­halb müss­ten Schaum­stoff­blö­cke auf er­höh­te Rück­stän­de von DCB un­ter­sucht wer­den. We­gen des Dcb-vor­falls ha­ben ei­ni­ge Un­ter­neh­men die Pro­duk­ti­on ein­ge­stellt oder ge­dros­selt. Auch Aus­lie­fe­run­gen sei­en ge­stoppt wor­den.

Al­ler­dings er­fah­re der Kun­de noch im­mer nicht, wel­che Her­stel­ler und wel­che Pro­duk­te ge­nau be­trof­fen sei­en, kri­ti­siert Chris­ti­an Goll­ner von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Rhein­land-pfalz. „Das ist ei­ne Ka­ta­stro­phe für Ver­brau­cher.“Als Kun­de wür­de er mit dem Kauf ei­ner neu­en Ma­trat­ze des­halb erst ein­mal ab­war­ten, bis es Klar­heit ge­be. „Ich weiß ja nicht, ob mein Schlaf noch si­cher ist.“Es ge­be auch kei­ner­lei In­for­ma­tio­nen dar­über, wie Kun­den fest­stel­len kön­nen, ob ih­re Ma­trat­ze mit DCB be­las­tet ist.

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