Wich­ti­ger Zu­ge­winn für die Samm­lung

Er­ben be­schen­ken Zwi­ckau­er Max-pech­stein-mu­se­um

Leipziger Volkszeitung - - KULTUR -

Bei der Fra­ge nach der ge­nau­en An­zahl der Schen­kun­gen müs­sen so­wohl Ju­lia Pech­stein als auch Mu­se­ums­lei­te­rin Pe­tra Lew­ey pas­sen. Min­des­tens ein­mal im Jahr wird das Zwi­ckau­er Max-pech­stein-mu­se­um be­dacht. Ges­tern kam ein neu­es Ge­schenk der Fa­mi­lie des be­kann­ten Brü­cke-ma­lers hin­zu. Die En­kel des 1881 in Zwi­ckau ge­bo­re­nen Künst­lers über­reich­ten dem Haus drei ori­gi­na­le Druck­stö­cke so­wie je ei­nen Nach­druck der dar­auf ba­sie­ren­den Holz­schnit­te aus dem Jahr 1948. Die gra­fi­schen Wer­ke sind in­spi­riert von Pech­steins Auf­ent­hal­ten an der Ost­see­küs­te und im pom­mer­schen Hin­ter­land, zei­gen Boo­te, Ge­trei­de­fel­der und das Meer.

„Das ist ein wich­ti­ger Zu­ge­winn für un­se­re ste­tig grö­ßer wer­den­de Pech­steinsamm­lung“, sag­te die Ku­ra­to­rin des Max­pech­stein-mu­se­ums, An­ni­ka Wei­se. An­ge­fan­gen ha­be man in den 90er Jah­ren mit zwei Ge­mäl­den und ei­ner Hand­voll Gra­fi­ken. Heu­te zeigt das 2014 als Be­stand­teil der Kunst­samm­lun­gen ge­grün­de­te Haus die mit rund 50 Wer­ken welt­weit größ­te Dau­er­aus­stel­lung. Zu­dem wer­den un­ter an­de­rem 150 Pa­pier­ar­bei­ten und mehr als 400 Brie­fe des Ma­lers ver­wahrt, der als ei­ner der be­deu­tends­ten Ver­tre­ter des deut­schen Ex­pres­sio­nis­mus gilt.

Bei der Gra­fik­map­pe von 1948, die au­ßer den be­sag­ten Holz­schnit­ten je drei Farbli­tho­gra­fi­en und Ra­die­run­gen ent­hielt, knüpft die Fa­mi­lie mit ei­ner Neu­auf­la­ge an. Je Mo­tiv wur­den post­hum in auf­wen­di­gem Hand­ab­zug 50 Gra­fi­ken wie­der­auf­ge­legt und ih­re Echt­heit durch En­kel Alex­an­der hand­schrift­lich be­stä­tigt. 30 der so ent­stan­de­nen Map­pen über­lässt die Fa­mi­lie dem För­der­ver­ein des Zwi­ckau­er Mu­se­ums zum Ver­kauf. Das Pro­jekt sol­le aber ein­ma­lig blei­ben, so die Er­ben. „Ver­bun­den mit der Schen­kung der Druck­stö­cke ist die Auf­la­ge, es bei die­sen li­mi­tier­ten Nach­dru­cken zu be­las­sen“, sagt Ju­lia Pech­stein.

Ziel sol­cher Schen­kun­gen sei es in ers­ter Li­nie, die wis­sen­schaft­li­che Au­f­ar­bei­tung des Werks vor­an­zu­trei­ben. So ha­be die Über­ga­be des Ta­ge­buchs von Pech­steins ers­ter Frau Lot­te vor drei Jah­ren zu ei­ner viel­fach be­ach­te­ten Aus­stel­lung ge­führt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.