Maas ver­tei­digt sein Ge­setz

Jus­tiz­mi­nis­ter will Hass im In­ter­net ein­däm­men

Lindauer Zeitung - - ERSTE SEITE -

BER­LIN (her) - Trotz der Kri­tik an sei­nem Ent­wurf hält Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) am um­strit­te­nen Ge­setz ge­gen Hass und Het­ze im In­ter­net fest. „Auch die Be­trei­ber so­zia­ler Netz­wer­ke müs­sen un­se­re Ge­set­ze re­spek­tie­ren. Nur, wenn al­le die­sen Re­spekt zei­gen, gibt es Frei­heit für al­le – und des­halb ist un­ser Ge­setz­ent­wurf kei­ne Be­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit, son­dern er stärkt sie“, sag­te er am Frei­tag zur „Schwä­bi­schen Zei­tung“.

Mit dem Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz möch­te die Re­gie­rung Platt­for­men wie Face­book und Twit­ter zwin­gen, straf­ba­re Hass­kom­men­ta­re kon­se­quen­ter zu ent­fer­nen. Straf­ba­re In­hal­te sol­len in­ner­halb von 24 St­un­den ge­löscht wer­den. Bei Ver­stö­ßen dro­hen Buß­gel­der bis zu 50 Mil­lio­nen Eu­ro. Kri­ti­ker fürch­ten ei­ne Pri­va­ti­sie­rung der Rechts­durch­set­zung, wenn von Platt­for­men ent­schie­den wür­de, was von der Mei­nungs­frei­heit ge­deckt ist.

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