Se­xu­al­de­lik­te: Staats­re­gie­rung muss Zah­len klar­stel­len

Lindauer Zeitung - - WIR IN BAYERN -

MÜN­CHEN (dpa) - Nach der Vor­la­ge neu­er sta­tis­ti­scher Zah­len zu Se­xu­al­de­lik­ten in Bay­ern muss das In­nen­mi­nis­te­ri­um nach­lie­fern: Ein Spre­cher kün­dig­te am Frei­tag ei­ne Ana­ly­se und ge­naue Auf­schlüs­se­lung der Sta­tis­tik an, die In­nen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann (CSU) am Di­ens­tag nach ei­ner Ka­bi­netts­sit­zung in Mün­chen öf­fent­lich ge­macht hat­te – oh­ne da­bei Auf­fäl­lig­kei­ten in den Da­ten er­klä­ren zu kön­nen. Dem­nach wur­den in den ers­ten sechs Mo­na­ten des Jah­res 2017 in Bay­ern 685 Fäl­le von se­xu­el­ler Nö­ti­gung und Ver­ge­wal­ti­gung ge­zählt. Das ent­spricht ei­ner Zu­nah­me um 48 Pro­zent im Ver­gleich zum ers­ten Halb­jahr des ver­gan­ge­nen Jah­res. Die Zahl der Fäl­le, die Zu­wan­de­rern zu­ge­ord­net wer­den, stieg dem­nach um 60 auf nun­mehr 126 Fäl­le. Die Staats­kanz­lei hat­te in ih­rer Pres­se­mit­tei­lung von „Ver­ge­wal­ti­gungs­fäl­len“und „Ver­ge­wal­ti­gungs­de­lik­ten“ge­schrie­ben. Auch Herr­mann sprach in der Pres­se­kon­fe­renz von „Ver­ge­wal­ti­gun­gen“. In die Sta­tis­tik flie­ßen aber nicht nur Ver­ge­wal­ti­gun­gen im en­ge­ren Sin­ne ein, son­dern auch Fäl­le se­xu­el­ler Nö­ti­gung.

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