Sind Po­len die bes­se­ren Deut­schen?

Lindauer Zeitung - - LITERATUR S -

MÜN­CHEN (dpa) - Zwei Mil­lio­nen Po­len le­ben in Deutsch­land. Da­mit sind sie die zweit­stärks­te Aus­län­der­grup­pe. Doch sel­ten ist von ih­nen ein­mal die Re­de. Po­len sind so gut wie un­sicht­bar. Nach Mei­nung von Emi­lia Sme­chow­ski liegt das an ih­rer As­si­mi­la­ti­ons­fä­hig­keit. „Wir Stre­ber­mi­gran­ten“hat sie des­halb ih­re Au­to­bio­gra­fie ge­nannt. Die Jour­na­lis­tin wur­de in Po­len ge­bo­ren und kam als Aus­sied­le­rin mit ih­rer Fa­mi­lie ein Jahr vor der Wen­de nach Deutsch­land. „Wie ma­chen es die Deut­schen? So ma­chen wir es auch.“Von Be­ginn an wird Deutsch ge­spro­chen, die Mut­ter kocht Re­zep­te aus der „Bri­git­te“, in der Schu­le er­war­ten die El­tern Spit­zen­leis­tun­gen. Die Toch­ter lie­fert, doch dann re­vol­tiert sie. Ein hu­mor­vol­les und nach­denk­lich ma­chen­des Buch zum The­ma In­te­gra­ti­on. Emi­lia Sme­chow­ski: Wir Stre­ber­mi­gran­ten, Han­ser Ver­lag, Mün­chen, 224 Sei­ten, 22 Eu­ro

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