Das Ka­pi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­rens­ge­setz

Lindauer Zeitung - - WIRTSCHAFT -

Sam­mel­kla­gen wie in den USA kennt das deut­sche Recht nicht. Nur mit dem Ka­pi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­rens­ge­setz wer­den erst­mals im deut­schen Recht ver­gleich­ba­re ka­pi­tal­markt­recht­li­che Kla­gen von An­le­gern im Streit­fall zwi­schen Un­ter­neh­men und Ak­tio­nä­ren ef­fek­tiv ge­bün­delt. Die Be­grün­dung für das Ge­setz lau­te­te 2005, dass Mas­sen­kla­gen nach der be­ste­hen­den Zi­vil­pro­zess­ord­nung nicht mehr zu be­wäl­ti­gen sei­en. Im Kern geht es dar­um, zen­tra­le Rechts­fra­gen sämt­li­cher Fälle vor­ab von der nächst­hö­he­ren In­stanz ver­bind­lich ent­schei­den zu las­sen. Da­für wird aus den ähn­lich ge­la­ger­ten Kla­gen ein Fall als Ex­em­pel her­aus­ge­grif­fen, die üb­ri­gen an­hän­gi­gen Kla­gen wer­den aus­ge­setzt. Liegt der Mus­ter­ent­scheid vor, ist er für die Ge­rich­te in al­len zu­vor aus­ge­setz­ten Ver­fah­ren bin­dend. (dpa)

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