Mehr Geld für 21 Mil­lio­nen Rent­ner

Of­fen­le­gung von Lie­fer­ket­ten ge­for­dert

Lingener Tagespost - - VORDERSEITE -

uwe WÜRZ­BURG. Vol­le Ren­ten­kas­sen, hö­he­re Ren­ten und nied­ri­ge­re Bei­trä­ge: Die Deut­sche Ren­ten­ver­si­che­rung Bund war­tet gleich mit ei­ner gan­zen Rei­he von gu­ten Nach­rich­ten auf. Den­noch blei­ben die Her­aus­for­de­run­gen groß.

epd BER­LIN. Kon­zer­ne wie VW, Daim­ler und Samsung müs­sen nach Auf­fas­sung von Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal ent­schie­den ge­gen Kin­der­ar­beit in der Lie­fer­ket­te der Ak­kuPro­duk­ti­on vor­ge­hen. Elek­tro­nik­fir­men und Au­to­bau­er, die Ko­balt aus dem Kon­go be­zie­hen, ver­nach­läs­sig­ten ih­re Sorg­falts­pflich­ten beim Schutz der Men­schen­rech­te, kri­ti­sier­te die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on in Ber­lin. Des­halb müss­ten Staa­ten ver­bind­li­che Re­geln für Kon­zer­ne fest­le­gen, um Miss­stän­de zu be­he­ben.

Die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on be­klag­te in ei­nem ak­tu­el­len Be­richt, dass es 29 un­ter­such­ten Un­ter­neh­men im­mer noch an Trans­pa­renz und dem Wil­len feh­le, die Pro­duk­ti­ons­we­ge und Her­kunft der be­nö­tig­ten Roh­stof­fe aus­rei­chend zu prü­fen. Für den Be­richt „Ti­me to Rechar­ge“hat Am­nes­ty Fir­men wie Mi­cro­soft, App­le, Samsung, VW, Daim­ler und BMW ge­prüft. Kei­ner die­ser Kon­zer­ne kom­me sei­ner Pflicht zur Of­fen­le­gung der Lie­fer­ket­te nach und un­ter­bin­de mög­li­che Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, lau­tet das Fa­zit. Die Au­to­bran­che zeigt dem Be­richt zu­fol­ge be­son­de­re De­fi­zi­te. BMW ha­be sich zwar in ei­ni­gen Aspek­ten ver­bes­sert und schnei­de un­ter den Au­to­her­stel­lern als Bes­ter ab, zei­ge je­doch wei­ter­hin deut­li­che Män­gel. Volks­wa­gen und Daim­ler at­tes­tier­ten Am­nes­ty er­heb­li­che Män­gel.

An die neue Bun­des­re­gie­rung rich­te­te John den Ap­pell, end­lich ver­bind­lich die Ein­hal­tung von Sorg­falts­pflich­ten bei Men­schen­rech­ten vor­zu­schrei­ben. Frei­wil­lig­keit ge­nü­ge nicht. Das The­ma müs­se in den Son­die­rungs­ver­hand­lun­gen der mög­li­chen Ko­ali­ti­ons­par­tei­en auf den Tisch.

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