Kret­sch­mann will Flü­gel­pro­porz bei den Grü­nen be­en­den

Lingener Tagespost - - POLITIK -

dpa STUTT­GART. Ba­denWürt­tem­bergs Mi­nis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann hat sei­ne Par­tei auf­ge­ru­fen, den Flü­gel­pro­porz bei der Be­set­zung von Spit­zen­äm­tern hin­ter sich las­sen. „Die Be­völ­ke­rung in­ter­es­siert sich nicht für un­se­re Flü­gel, die in­ter­es­siert sich für un­ser Pro­gramm und für glaub­wür­di­ge Per­so­nen, die das ver­tre­ten“, sag­te der Grü­nen-Po­li­ti­ker.

Kret­sch­mann be­zog sich auf die schwie­ri­ge La­ge der Grü­nen nach der Bun­des­tags­wahl. Im Bun­des­tag stel­len sie nun die kleins­te Op­po­si­ti­ons­frak­ti­on. „Bei De­bat­ten kom­men wir im­mer als Letz­te dran. Dar­auf müs­sen wir uns ein­stel­len und die bes­ten Leu­te nach vorn stel­len – bei der neu­en Spit­ze der Bun­des­par­tei und bei der neu­en Frak­ti­ons­spit­ze“, er­klär­te Kret­sch­mann. „Dann kön­nen wir die­se Nach­tei­le aus­hal­ten und ei­ne gu­te Rol­le spie­len als Kon­zept­par­tei mit Rea­li­täts­sinn.“

Kret­sch­mann be­kräf­tig­te, dass der schei­den­de Bun­des­chef Cem Öz­de­mir ein gu­ter Frak­ti­ons­chef wä­re. „Aber das muss die Bun­des­tags­frak­ti­on ent­schei­den.“Öz­de­mirs Chan­cen für den Pos­ten gel­ten bis­lang als ge­ring, da nach dem Flü­gel­pro­porz ne­ben der Re­al­po­li­ti­ke­rin Ka­trin Gö­ring-Eckardt nur ein Ver­tre­ter des lin­ken Flü­gels in­fra­ge kä­me.

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