Re­tro­spek­ti­ve im Ka­ri­ka­tu­ren­mu­se­um in Han­no­ver

Aus­stel­lungs-Feu­er­werk zum 100. Ge­burts­tag – Be­zie­hun­gen zum Os­na­brü­cker Land wer­den the­ma­ti­siert

Lingener Tagespost - - SONDERSEITE -

OSNABRÜCK. Das An­den­ken an ih­ren Na­mens­pa­tron zu pfle­gen, hat sich die Frit­zWolf-Ge­sell­schaft zur Auf­ga­be ge­macht. Der ein­ge­tra­ge­ne Ver­ein um den Vor­sit­zen­den und Zeich­ner-Nef­fen Mar­cus Wolf hat seit sei­ner Grün­dung im Jahr 2003 ei­ne Viel­zahl klei­ne­rer und grö­ße­rer Aus­stel­lun­gen zu­sam­men­ge­stellt und ist auch bei den Ge­den­kinitia­ti­ven zum 100. Ge­burts­tag die trei­ben­de Kraft.

Mit fi­nan­zi­el­ler Un­ter­stüt­zung des Ver­kehrs­ver­eins Osnabrück, der Stif­tung der Spar­kas­se Osnabrück, der Fe­li­ci­tas-und-Wer­ner-Eger­land-Stif­tung so­wie der Stadt Osnabrück ar­bei­tet die Ge­sell­schaft nicht nur an ei­nem Werk­ver­zeich­nis, son­dern plant au­ßer ei­nem Fest­akt am 7. Mai im Rat­haus wei­te­re Ju­bi­lä­ums­ak­ti­vi­tä­ten. Den Auf­takt da­zu macht be­reits zum Jah­res­wech­sel die Aus­stel­lung „Und Frie­den den Men­schen auf Er­den …“mit weih­nacht­li­chen Ka­ri­ka­tu­ren von Fritz Wolf und Gerd Mes­ter, die noch bis zum 2. Fe­bru­ar in Bad Iburg-Gla­ne auf Aver­becks Hof zu se­hen ist.

Ei­ner der Hö­he­punk­te des Ju­bi­lä­ums­jah­res wird die Fritz-Wolf-Re­tro­spek­ti­ve im Wil­helm-Busch-Mu­se­um in Han­no­ver vom 10. Fe­bru­ar bis zum 21. Mai. In der Ens­mann-Ga­le­rie des Deut­schen Mu­se­ums für Ka­ri­ka­tur und Zei­chen­kunst wer­den dann we­sent­li­che Fa­cet­ten des Wolf’ schen Werks vor al­lem un­ter über­re­gio­na­len Ge­sichts­punk­ten zu se­hen sein.

Von März bis Ju­ni be­schäf­tigt sich das Diö­ze­san­mu­se­um Osnabrück in der Son­der­aus­stel­lung „Ich bin ein Os­na­brü­cker!“mit den Be­zie­hun­gen des Ka­ri­ka­tu­ris­ten zum Os­na­brü­cker Land, des­sen Ge­schich­te und Ge­gen­wart er lie­be­voll-kri­tisch be­glei­tet hat. Im­mer­hin bat ihn man­cher Os­na­brü­cker pri­vat oder für sei­nen Ver­ein um Zeich­nun­gen, die zum Ge­burts­tag des Alt­meis­ters zum Teil erst­mals prä­sen­tiert wer­den. Zu die­ser Son­der­aus­stel­lung soll ein Ka­ta­log­buch ent­ste­hen. Weil die po­li­ti­sche Ka­ri­ka­tur eher ta­ges­ak­tu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen folgt und man­cher Po­li­ti­ker oder man­ches The­ma so nicht mehr oh­ne Wei­te­res be­kannt ist, hat die Fritz-Wol­fGe­sell­schaft zu­se­hends The­men­aus­stel­lun­gen kon­zi­piert, die wäh­rend des ge­sam­ten Jah­res in Mu­se­en und Hei­mat­häu­sern der Re­gi­on ge­zeigt wer­den. Da­bei geht es un­ter an­de­rem um Wolfs zeich­ne­ri­sche Kom­men­ta­re zu The­men wie Fuß­ball, Mu­sik, Um­welt, Tie­re, Kir­che, Au­to, Ge­sund­heit und 68er-Be­we­gung so­wie um po­li­ti­sche Schwer­punk­te. Amü­siert, bis­wei­len aber auch be­trof­fen er­kennt der Be­trach­ter sol­cher Blät­ter, wie ak­tu­ell Fritz Wolf auch heu­te noch sein kann. Oder an­ders for­mu­liert: wie we­nig Fort­schrit­te die Mensch­heit et­wa in Sa­chen Um­welt oder Ver­kehr ge­macht hat.

Kei­ne mil­den Ga­ben: Als Bett­ler er­hält Fritz Wolf von den ver­stor­be­nen Grö­ßen sei­ner Zeit ei­ne Ab­fuhr.

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