PRESSESCHAU

Lingener Tagespost - - EINBLICKE -

Zum Mit­glie­der­ent­scheid der SPD schreibt das Blatt aus Ra­vens­burg:

„Jetzt dür­fen auch noch al­le, die bis zum 6. Fe­bru­ar ein­tre­ten, mit­ent­schei­den. Al­so, auf, auf, ihr Geg­ner der Gro­ßen Ko­ali­ti­on! Tre­tet flugs in die SPD ein, denn sie gibt euch die Chan­ce, un­ter dem Deck­män­tel­chen der Ba­sis­be­tei­li­gung die De­mo­kra­tie auf den Kopf zu stel­len! Am En­de könn­te es der SPD pas­sie­ren, dass sie in ei­ner ih­rer schwie­rigs­ten Pha­sen über ei­ne Hür­de stürzt, die sie sich selbst ge­stellt hat. Soll­te ei­ne Mehr­heit ge­gen die Groko stim­men, wer­den die Ge­nos­sen den Zorn der Wäh­ler spü­ren, die sich schlicht ei­ne funk­tio­nie­ren­de Re­gie­rung wün­schen.“ Die Neu­bran­den­bur­ger Zei­tung merkt zu den Ab­gas-Ver­su­chen an:

„Geht es al­lein nach der po­li­ti­schen Sym­bo­lik, wirkt die An­ge­le­gen­heit wie ein Su­per-Gau: Die Ab­gas­qua­li­tät ei­nes ma­ni­pu­lier­ten Mo­tors mit Tier- und Men­schen­ver­su­chen be­wei­sen zu wol­len, zeugt von Un­ver­fro­ren­heit. Die­se ma­ni­fes­tiert sich al­ler­dings eher in den Die­sel-Schum­me­lei­en an sich als in den jetzt be­kannt ge­wor­de­nen Ver­su­chen. Bei de­nen be­stand of­fen­bar we­der für Men­schen noch für Af­fen ein ernst zu neh­men­des ge­sund­heit­li­ches Ri­si­ko – des­we­gen ist an ih­nen, rein wis­sen­schaft­lich ge­se­hen, we­nig aus­zu­set­zen. Da­her ein Rat­schlag an al­le, die sich jetzt vor Em­pö­rung nicht mehr ein­be­kom­men: Ein­fach mal ei­ne Wei­le in die Tü­te at­men!“ Hier heißt es zu den neu­en Pi­sa-Er­geb­nis­sen:

„Es geht ein in­tel­lek­tu­el­ler Riss durch die Re­pu­blik, der weit­ge­hend de­ckungs­gleich mit der so­zia­len Spal­tung des Lan­des ist. Wer aus ei­ner Fa­mi­lie mit ei­nem hö­he­ren Bil­dungs­ni­veau kommt, strebt in al­ler Re­gel selbst ei­ne ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on an. Wäh­rend vie­le jun­ge Men­schen auf dem Ab­stell­gleis lan­den, weil es dem Staat zu sel­ten ge­lingt, sein Ver­spre­chen ,Auf­stieg durch Bil­dung‘ ein­zu­lö­sen. Die Politik soll­te die Stu­die ge­nau aus­wer­ten. Denn sie zeigt, wor­auf es ei­gent­lich an­kommt. Das muss nicht un­be­dingt die mo­derns­te Schul­aus­stat­tung sein. Wenn star­ke und we­ni­ger gu­te Schü­ler zu­sam­men ler­nen, pro­fi­tie­ren zu­min­dest die Schwa­chen.“

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