Na­tur­schüt­zer war­nen vor Übe­rei­fer

Lingener Tagespost - - KREIS EMSLAND -

pm MEP­PEN. Der Na­tur­schutz­ver­band Na­bu warnt vor Übe­rei­fer beim Fund von Jung­vö­geln.

Es ist Brut­zeit. Die ers­ten Jung­vö­gel ver­las­sen ih­re Nes­ter. Beim Na­bu-Re­gio­nal­ver­band Ems­land/Graf­schaft Bentheim steht jetzt das Te­le­fon nicht still. „Im­mer wie­der ru­fen bei uns be­sorg­te Bür­ger an, die Jung­vö­gel ge­fun­den ha­ben und die­sen hel­fen möch­ten“, so Mit­ar­bei­te­rin Kat­ja Hüb­ner. „In den meis­ten Fäl­len han­delt es sich bei schein­bar hilf­lo­sen Tie­ren je­doch nicht um Wai­sen, son­dern um fast flug­fä­hi­ge Jung­vö­gel mit re­la­tiv voll­stän­di­gem Ge­fie­der, die durch – be­son­ders kläg­lich klin­gen­de – Bet­tel­ru­fe noch mit ih­ren El­tern in Ver­bin­dung ste­hen.“Eu­len ver­las­sen als halb­gro­ße Jung­vö­gel die zu eng ge­wor­de­ne Brut­stät­te und sit­zen bis zur Flug­fä­hig­keit als „Äst­lin­ge“im bo­den­na­hen Strauch­werk.

So­lan­ge mensch­li­che Be­ob­ach­ter sich in der Nä­he auf­hal­ten, keh­ren die Alt­vö­gel nicht zu­rück. „Wer ei­nen sol­chen kräf­tig wir­ken­den Schein­wai­sen fin­det, soll­te ihn des­halb nicht ein­sam­meln, son­dern am bes­ten in Ru­he las­sen oder er­for­der­li­chen­falls an ei­nen ge­schütz­ten Ort, wie et­wa ei­ne He­cke, um­set­zen“, so Hüb­ner. Noch nack­te Jung­vö­gel soll­ten vor­sich­tig ins Nest zu­rück­ge­setzt wer­den. Die Vö­gel stö­ren sich – im Ge­gen­satz zu man­chen Säu­ge­tie­ren – nicht am mensch­li­chen Ge­ruch.

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