Früh­stü­cken mit Chris­ti­an Lou­bou­tin

Beim Früh­stück phi­lo­so­phiert Schuh­papst CHRIS­TI­AN LOU­BOU­TIN, 54, über Frau­en als In­spi­ra­ti­on und sei­ne Träu­me

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L’O Mö­gen Sie den Mor­gen?

Ja, ich zeich­ne mor­gens sehr viel und bin dann pro­duk­tiv und krea­tiv.

L’O Er­zäh­len Sie uns von ei­nem ty­pi­schen Tag.

Nach dem Auf­ste­hen kommt mein Per­so­nal Trai­ner zwi­schen 6.50 und 7.50 Uhr, und ich trei­be ei­ne St­un­de Sport, wenn ich nicht lau­fen ge­he. Da­nach früh­stü­cke ich, und ab 9.45 Uhr bin ich in mei­nem Bü­ro. Mit­tag­es­sen gibt es meis­tens um 13.30 Uhr. Am spä­ten Nach­mit­tag ver­brin­ge ich Zeit mit mei­ner Fa­mi­lie und ar­bei­te dann noch bis zum Abend­es­sen.

L’O Was es­sen Sie zum Früh­stück?

Zu Hau­se meis­tens Müs­li mit Früch­ten oder glu­ten­frei­es Brot mit ge­sal­ze­ner But­ter – ich bin Bre­to­ne. Wenn ich Zeit ha­be, trin­ke ich Earl- Grey-tee – und wenn ich in Ei­le bin, auch mal Kaf­fee. Ich lie­be das Früh­stück in En­g­land. In Ägyp­ten mag ich be­son­ders ger­ne Crê­pes mit Fei­gen­mar­me­la­de oder Ho­nig.

L’O Was sind Ih­re Lieb­lings­or­te zum Früh­stü­cken?

Hier in Pa­ris das »Claus«, in Lon­don bin ich am liebs­ten im »Cla­ridge’s Ho­tel« und in Los An­ge­les im Gar­ten des »Cha­teau Ma­mont«.

L’O Rei­sen Sie sehr viel?

Ja, recht häu­fig nach Ita­li­en, wo ich viel Zeit in Fa­b­ri­ken ver­brin­ge. Mei­nen Ha­fen des in­ne­ren Frie­dens fin­de ich in Por­tu­gal, aber auch in Ägyp­ten, In­di­en und den USA.

L’O Was sind Ih­re Hob­bys?

Ich lie­be Ki­no, Re­stau­rants und ha­be ei­ne Lei­de­nen­schaft für Gar­ten­bau, den be­trei­be ich in mei­nem em Gar­ten im De­part­ment Ven­dée und in Por­tu­gal. gal. Wenn ich ei­ne Stadt be­su­che, ha­ben Gär­ten und Ar­chi­tek­tur im­mer Prio­ri­tät vor Mu­se­en.

L’O Wel­che Frau­en in­spi­rie­ren Sie?

Ich mag Frau­en mit ei­ner Ge­schich­te, die ei­ne unn­ab­hän­gi­ge Sei­te und das Zeug zum Über­le­ben haa- ben.

L’O Was be­geis­tert Sie an Schön­heit?

Ich mag die Macht, die der Frau ge­ge­ben ist, und die Idee der na­tür­li­chen Hand des Man­nes. Für mich hat das Künst­li­che nichts Ober­fläch­li­ches. Mich be­wegt auch ein Gar­ten mehr als die Na­tur selbst.

L’O Wie viel Auf­merk­sam­keit schen­ken Sie Ver­pa­ckung?

Ich glau­be wie auch La­can ( fran­zö­si­scher Psy­cho­ana­ly­ti­ker, Anm. d. Red.) an die Be­deu­tung der Wor­te. Ich bin er­staunt, wie häss­lich manch­mal die Ver­pa­ckun­gen für Schön­heits­pro­duk­te sind. Ich zeich­ne al­le mei­ne Ver­pa­ckun­gen sel­ber – mit Aus­nah­me der Par­fums, für die ich den bri­ti­schen De­si­gner und Künst­ler Tho­mas Hea­ther­wick en­ga­giert ha­be.

L’O Wo se­hen Sie sich in zwan­zig Jah­ren?

Ich hof­fe, dass ich mein Le­ben wei­ter­hin ge­nie­ßen kann und ich wün­sche mir sehr, in mei­ne Hei­mat Sy­ri­en zu­rück­zu­keh­ren.

L’O Wo­von träu­men Sie?

Schon lan­ge von ei­nem klei­nen, fei­nen Ho­tel, in dem ich Stof­fe, Ar­chi­tek­tur, Gär­ten, Ser­vice und Men­schen auf mei­ne Wei­se ver­bin­den könn­te.

»Pre­cio­sa«-na­gel­lack im Ton »An­gel«, Chris­ti­an Lou­bou­tin, ca. 80 €

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