Tech­ni­ken, Wirk­stof­fe, Me­tho­den. Die Kos­me­tik­welt ist im per­ma­nen­ten Wan­del: 10 Trends, die (na­tür­lich) schö­ner ma­chen

Tech­ni­ken, Wirk­stof­fe, Me­tho­den. Die Kos­me­tik­welt ist im Wan­del. Per­ma­nent. 10 NEUE TRENDS, die al­le ei­nes zum Ziel ha­ben: die na­tür­li­che Schön­heit zu er­hal­ten

L'Officiel Germany - - Inhalt - Il­lus­tra­tio­nen INÈS LONGEVIAL

01 Bo­dy­fly Neu­es Fit­ness­kon­zept für Ba­lan­ce und Tie­fen­mus­ku­la­tur

Frisch von der »Fi­bo«, der welt­weit größ­ten Sport­mes­se, die An­fang April in Köln statt­fand, tru­delt die­ser Trend bei uns ein: Bo­dy­fly. Das neue Pro­gramm für Kör­per und Geist un­ter­stützt nicht nur un­se­re phy­si­sche Fit­ness, son­dern trai­niert auch un­se­re Kör­per­wahr­neh­mung. Grün­der Gen­na­ro Se­to­la mischt hier­für fern­öst­li­che Me­di­ta­ti­ons­tech­nik mit Aus­dau­er­sport so­wie mit Yo­ga- und Pi­la­tesE­le­men­ten. Trai­niert wird auf ei­ner Art Wip­pe – Fly­board –, die den Kör­per in Schwung bringt und gleich­zei­tig die Ba­lan­ce för­dert. »Grund­sätz­lich kann dar­auf je­der Mus­kel im Kör­per trai­niert wer­den. Das Work-out zielt aber be­son­ders auf mehr Sta­bi­li­tät in der Kör­per­mit- te hin«, er­klärt Er­fin­der Gen­na­ro Se­to­la. Schließ­lich müs­sen die Kurs­teil­neh­mer ih­ren Kör­per per­ma­nent auf dem ge­bo­ge­nen Bir­ken­brett aus­ba­lan­cie­ren, un­ab­hän­gig da­von, ob sie ge­ra­de auf dem Bo­ard ste­hen, oder bei­spiels­wei­se in Lie­ge­stütz­po­si­ti­on die Hän­de dar­auf ab­le­gen. Man ist un­un­ter­bro­chen im Un­gleich­ge­wicht. Für be­stimm­te Übun­gen wird es al­ler­dings auch um­ge­dreht und dient als ei­ne Art Brü­cke, auf die man sich le­gen kann. Kur­se des ita­lie­ni­schen Er­folgs­kon­zep­tes gibt es in Deutsch­land noch nicht. Auf der Web­site fin­det man aber An­lei­tun­gen, Shop (Fly­board, ca. 370 Eu­ro) und wei­te­re In­for­ma­tio­nen. Let’s fly!

02 Fa­den­lif­ting

Straf­fe­re Haut durch mi­ni­mal­in­va­si­ve Be­hand­lung

Was tun, wenn die Spann­kraft der Haut jen­seits der 30 nach­lässt und das Ge­we­be be­ginnt, der Schwer­kraft nach­zu­ge­ben? Seit ei­ni­ger Zeit macht ein neu­es Ver­fah­ren aus dem Beauty-hot­spot Süd­ko­rea von sich re­den – das »Fa­den­lif­ting«. Um dem Pa­ti­en­ten­wunsch nach ei­nem jün­ge­ren Aus­se­hen zu er­fül­len, grei­fen Der­ma­to­lo­gen bei die­sem mi­ni­mal­in­va­si­ven Ein­griff zu Na­del und chir­ur­gi­schen Fä­den. Un­ter lo­ka­ler Be­täu­bung wer­den pro Ge­sichts­hälf­te in der Re­gel zwei bis vier mit fei­nen Wi­der­häk­chen ver­se­he­ne Fä­den un­ter die Haut ge­bracht, wo sie im Bin­de­ge­we­be die Kol­la­gen­pro­duk­ti­on an­re­gen und sich lang­sam wie­der ab­bau­en. Das Er­geb­nis hält sechs bis zwölf Mo­na­te. »Gut ge­eig­net ist die Me­tho­de, um die Brau­en oder die Wan­gen et­was an­zu­he­ben«, er­läu­tert Prof. Den­nis von Heim­burg, Prä­si­dent der

Ver­ei­ni­gung der Deut­schen Äs­t­he­tisch-plas­ti­schen Chir­ur­gen ( VDÄPC).

»Eben­so kann man ei­ne leich­te Hals­er­schlaf­fung mit Fä­den be­han­deln.« Ent­schei­dend ist je­doch im­mer die In­di­ka­ti­on. »Bei ers­ten Al­ters­er­schei­nun­gen kann ein Fa­den­lif­ting durch­aus ei­ne ge­wünsch­te ju­gend­li­che Fri­sche ins Ge­sicht zu­rück­brin­gen, sind je­doch be­reits deut­li­che Haut­über­schüs­se im Ge­sicht vor­han­den, ist es nicht die Me­tho­de der Wahl«, so der Ex­per­te. Nichts­des­to­trotz gilt das Fa­den­lif­ting ein­deu­tig als sinn­vol­le Er­gän­zung der an­de­ren mi­ni­mal­in­va­si­ven Me­tho­den zur Ge­sichts­ver­jün­gung. Kos­ten: je nach In­di­ka­ti­on und An­zahl der Fä­den va­ri­ie­ren die Prei­se zwi­schen 300 und 2500 Eu­ro. Lift it up!

03 Farn

Die Ur-pflan­ze darf be­wei­sen, was in ihr steckt

Wenn man über 400 Mil­lio­nen Jah­re alt ist, braucht man sich über Al­ters­er­schei­nun­gen kei­ne Ge­dan­ken mehr zu ma­chen. Wenn man aber in die­ser un­glaub­lich lan­gen Zeit auch noch die gan­ze Zeit grün und kna­ckig ge­blie­ben ist, wol­len al­le das Ge­heim­nis ken­nen. So ge­sche­hen beim Farn. Es gibt über 120 000 Ar­ten. Er war die ers­te Pflan­ze, die sich – aus dem Meer kom­mend – auch auf dem Fest­land an­ge­sie­delt hat – als Hu­mi­dor für den Wald. Und wäh­rend sich die Um­welt stän­dig ver­än­der­te, mach­te der Farn ein­fach wei­ter sein ur­ei­ge­nes Ding. Die­se ma­xi­ma­le An­pas­sungs­fä­hig­keit kom­bi­niert mit ei­ner größt­mög­li­chen Re­sis­tenz ge­gen Um­welt­ein­flüs­se (z. b. ge­gen Uv-licht), mach­te den Münch­ner Der­ma­to­lo­gen und in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten An­tiAging-ex­per­ten – drgo­lu­e­ke.de hell­hö­rig. Er ent­wi­ckel­te ge­mein­sam mit dem Che­mi­ker Prof. Dr. Le­on­hard Zastrow den pa­ten­tier­ten Roy­al Fern Com­plex. »Ich ha­be im­mer nach ei­ner All-in-one-lö­sung ge­sucht: ei­ne an­spruchs­vol­le Pfle­ge, die Haut­al­te­rung auf vie­len Ebe­nen be­kämpft und die Haut hoch­wirk­sam schützt und re­pa­riert«, er­klärt Golü­ke. Das Wis­sen der Volks­me­di­zin Süd­ame­ri­kas kommt nun in High­tech-form bei Roy­al Fern zum Zug. Die wert­vol­len In­halts­stof­fe des Kö­nigs­farns schütz­ten so­wohl vor in­trin­si­schen ( ge­ne­ti­schen) als auch ex­trin­si­schen (um­welt­be­ding­ten) Fak­to­ren der Haut­al­te­rung. Ne­ben sei­nem ho­hen an­ti­oxi­da­ti­ven Po­ten­zi­al stei­gert er oben­drein auch noch die Neu­bil­dung von Kol­la­gen in der Haut. »Farn ist ei­ne un­glaub­lich kraft­vol­le al­te Pflan­ze, sie ist immergrün, licht­re­sis­tent und in der La­ge, die ZELL-DNA vor UV- Schä­den zu be­wah­ren«, er­gänzt Dr. Golü­ke. Farn fo­re­ver!

04 Vit­amin­cock­tails

»Drip Spa«-ku­ren für di­ver­se Kör­per­op­ti­mie­run­gen

Das Me­nü liest sich wie ei­ne Cock­tail­kar­te ei­ner Juice­Bar: Vi­tal­g­low für ei­ne schö­ne­re und jün­ge­re Haut, Po­wer­shot zur Im­mun­stär­kung, Slow­down zum Stress­ab­bau und bei Burn-out oder Slim­boos­ter, der den Stoff­wech­sel an­kur­belt und den Ap­pe­tit hemmt. Statt über Smoot­hies geht es hier um den neu­en Beauty-hy­pe: Drip-spas – Infu­sio­nen mit hoch­do­sier­ten Vit­ami­nen und Mi­ne­ra­li­en. Wäh­rend Vit­ami­ne in Pil­len­form erst noch durch den Ver­dau­ungs­trakt ge­schleust wer­den, ge­lan­gen sie per Drip (engl. Trop­fen) di­rekt in die Blut­bahn. »Nähr­stof­fe, Vit­ami­ne und Spu­ren­ele­men­te, die über ei­ne Ta­blet­te ein­ge­nom­men wer­den, kön­nen vom Kör­per nicht in glei­cher Wei­se ver­wer­tet wer­den, da sie un­ter­schied­li­che Bio­ver­füg­bar­kei­ten ha­ben«, sagt Dr. Ste­fan Duve über die Wirk­wei­se. Vor der ers­ten Infu­si­on führt der Arzt ein Be­ra­tungs­ge­spräch, erst dann wird die Na­del ge­legt. Die Infu­sio­nen ent­hal­ten die ent­spre­chen­den Wirk­stof­fe in ei­ner Koch­salz­lö­sung, die 30 bis 40 Mi­nu­ten lang in­tra­ve­nös in den Blut­kreis­lauf flie­ßen. Stress­boos­ter ent­span­nen mit Vit­amin C, Zink so­wie den Spu­ren­ele­men­ten Se­len und Kup­fer, An­ti-aging-drips für die Haut ver­jün­gen mit B-vit­ami­nen, Phy­to- Östro­ge­nen und dem Su­per-an­ti­oxi­dant Glutathion. Be­liebt sind auch De­to­xShots, die mit ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus Ami­no­säu­ren, Ma­g­ne­si­um, Kup­fer und Man­gan die Ent­gif­tungs­pro­zes­se im Kör­per an­re­gen, so­wie Slim-infu­sio­nen, die ne­ben dem Fett­ab­bau den Mus­kel­auf­bau mit Vit­ami­nen B und

6 B so­wie L-car­ni­tin und Ma­g­ne­si­um be­güns­ti­gen und

12 ap­pe­tit­hem­mend wir­ken. »Po­si­ti­ve Ef­fek­te ver­spürt man be­reits nach der ers­ten Infu­si­on«, so Dr. Duve. »Für lang­fris­ti­ge Re­sul­ta­te emp­fiehlt sich al­ler­dings ei­ne Kur von acht An­wen­dun­gen in vier Wo­chen.«

05 Kle­re­sca Wirk­sa­me Ak­ne-be­hand­lung, ef­fek­ti­ve Haut­ver­jün­gung

Nicht nur auf Fo­tos ba­siert schö­ne Haut auch auf der rich­ti­gen Be­leuch­tung. Das jüngs­te licht­ba­sier­te Ver­fah­ren nennt sich Kle­re­sca und ver­spricht dop­pel­ten Beauty-ef­fekt: Die Be­hand­lung bie­tet Ak­ne­be­trof­fe­nen ei­ne sanf­te­re Al­ter­na­ti­ve zu ag­gres­si­ven Pee­lings oder Me­di­ka­men­ten. Zum an­de­ren dient es der Haut­ver­jün­gung. Das gan­ze Prin­zip klingt ein­fach, ist im De­tail je­doch hoch­kom­plex. »Bei je­der Be­hand­lung wird ein spe­zi­el­les licht­kon­ver­tie­ren­des Gel auf­ge­tra­gen, das von der Mul­ti­wel­len­län­ge-led-lam­pe neun Mi­nu­ten lang be­lich­tet wird«, er­klärt der Ham­bur­ger Der­ma­to­lo­ge Dr. Phil­ipp M. Buck, der in sei­ner Pra­xis­kli­nik Gold­bek Me­di­cal mit dem Ver­fah­ren gu­te Er­fah­run­gen ge­macht hat. Das Licht­spek­trum durch­dringt die Haut, eli­mi­niert schäd­li­che Bak­te­ri­en und regt zu­gleich die Kol­la­gen­pro­duk­ti­on an. Da­bei kann sich ein leich­tes Wär­me­ge­fühl auf der Haut ent­wi­ckeln. Zur Be­hand­lung von Ak­ne be­nö­ti­gen die Pa­ti­en­ten über ei­nen Zei­t­raum von sechs Wo­chen

ins­ge­samt zwölf Sit­zun­gen. Zur Haut­ver­jün­gung und Po­ren­ver­fei­ne­rung reicht ei­ne Sit­zung pro Wo­che – ver­teilt über ei­nen Mo­nat. Dr. Buck: »Mit Kle­re­sca wer­den oh­ne Che­mie und oh­ne Sprit­zen hau­t­ei­ge­ne Pro­zes­se mo­bi­li­siert, die die Grund­struk­tur der Haut ganz­heit­lich ver­bes­sern. Die Be­hand­lung ist da­bei an­ge­nehm für die Pa­ti­en­ten – mit ei­ner sehr ge­rin­gen Ne­ben­wir­kungs­ra­te.«

06 K-beauty Hoch­kon­zen­trier­tes aus Süd­ko­reas Schön­heits­la­bo­ren

Schön­heits­wahn­sin­ni­ges Süd­ko­rea? Nir­gend­wo wer­den sta­tis­tisch pro Kopf mehr Schön­heits- OPS durch­ge­führt, in den U-bah­nen gibt es Toi­let­ten mit Schmink­ti­schen und die Stadt­ver­wal­tung von Seo­ul ver­ab­schie­de­te ge­ra­de ei­nen Er­lass, um in Schul­nä­he Wer­bung für Na­sen­kor­rek­tu­ren & Co. ein­zu­däm­men … Der Mix aus schö­nem Schein ge­paart mit jahr­tau­sen­de­al­tem Wis­sen aus der ost­asia­ti­schen Re­pu­blik hat nicht nur die In­flu­en­cer im Wes­ten in­fi­ziert. Nach Bb-creams, die in­zwi­schen je­der Dro­ge­rie-dis­coun­ter im Sor­ti­ment führt, gibt es seit ge­rau­mer Zeit auch Pa­pier­mas­ken mit ex­tre­mer Wirk­stoff­kon­zen­tra­ti­on. Der neu­es­te Beauty-hit aus Seo­ul ba­siert auf In­hal­ten aus dem Kü­chen­gar­ten: 60-pro­zen­tig kon­zen­trier­te Ar­ti­scho­cken- und Pe­ter­si­li­en-ex­trak­te fun­gie­ren in den Pro­duk­ten von Yu­ri­pi­bu als na­tür­li­che Su­peran­ti­oxi­dan­ti­en und Hei­ler. Wei­te­res High­light: ei­ne Au­gen­creme mit Schwar­zem Trüf­fel. Dies und noch viel mehr in­no­va­ti­ve Pfle­ge von mehr als 20 Mar­ken gibt’s im Mi­in-sto­re ( Wes­ten­rie­der­stra­ße 8, Mün­chen) – der An­lauf­stel­le für Ko­re­an-beauty. Grün­de­rin Li­lin Yang hat zu­dem De­pen­dan­cen in Bar­ce­lo­na und Ma­drid. Die ge­bür­ti­ge Chi­ne­sin wur­de die Be­geis­te­rung für die ko­rea­ni­schen Pro­duk­te schon als Kind von ih­rer Mut­ter ver­mit­telt: »Al­le glau­ben, schö­ne Haut ist ge­ne­tisch be­dingt, aber das ist Quatsch. Wenn ich von mei­ner süd­ko­rea­ni­schen Pfle­ge-rou­ti­ne ab­wei­che, wird mei­ne Haut so­fort sicht­bar schlech­ter.« Über Beauty-tre­at­ments aus Nord­Ko­rea ma­chen wir uns lie­ber kei­ne Ge­dan­ken …

07 Pilo­xing

Work-out-kom­bi­na­ti­on aus Bo­xen und Pi­la­tes

Die Ver­ei­ni­gung der kraft­voll-ko­or­di­nier­ten und schnel­len Be­we­gun­gen vom Bo­xen mit den ath­le­tisch-äs­the­ti­schen Pi­la­tes-übun­gen – die­se Po­wer-kom­bi er­gibt Pilo­xing: ein schweiß­trei­ben­des In­ter­vall-trai­ning mit dem Ziel, Fett­ver­bren­nung, Mus­kel­auf­bau und Bo­dy­for­ming par­al­lel zu er­mög­li­chen. Fle­xi­bi­li­tät, Be­weg­lich­keit und Aus­dau­er wer­den bei dem Work-out durch Box-ele­men­te ge­för­dert. Die Übun­gen aus dem Pi­la­tes-be­reich kräf­ti­gen tie­fer lie­gen­de Mus­kel­grup­pen und op­ti­mie­ren die Kör­per­hal­tung. Ein­ge­bau­te Tanz­ein­la­gen ver­bin­den die bei­den Ele­men­te, die sich zum Teil ab­wech­seln, aber auch ver­mi­schen. Für Mo­ti­va­ti­on und bes­se­res Durch­hal­te­ver­mö­gen sorgt lau­te, ex­tra auf das Trai­ning ab­ge­stimm­te Mu­sik. Meist die In­stru­men­tal-ver­sio­nen ak­tu­el­ler Dan­ce-chart­hits, um die Kon­zen­tra­ti­on der Kurs­teil­neh­mer nicht zu stö­ren. Der ge­mes­se­ne Ka­lo­ri­en­ver­brauch pro St­un­de er­reicht bis zu 1200 kcal. Ent­wi­ckelt wur­de das neue Cross­over-pro­gramm von der Schwe­din Vi­ve­ca Jen­sen. Die Pro­fi-tän­ze­rin ( lei­te­te Kur­se an der Stock­holm Bal­let Aca­de­my), Pi­la­tes-trai­ne­rin so­wie Ama­teur-bo­xe­rin be­sitzt ein Fit­nessstu­dio in Los An­ge­les: »Mein Ziel ist es, den Leu­ten phy­sisch und men­tal mehr Selbst­be­wusst­sein und Stär­ke zu ver­lei­hen.« In­zwi­schen hat Vi­ve­ca Jen­sen ihr Pro­gramm aus­ge­baut: Pilo­xing Bar­re, bei dem zu­sätz­lich ei­ne Bal­lett­stan­ge in­te­griert wird und Pilo­xing Knock­out, ein Car­dio-power­Trai­ning für noch mehr Aus­dau­er und Mus­kel­auf­bau. Kurs­an­ge­bo­te in Deutsch­land fin­det man im In­ter­net.

08 Ra­dio­fre­quenz

Das »Ther­mi­tight«-ver­fah­ren statt Beauty-op

Schön­sein um je­den Preis? Chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe wa­gen im­mer we­ni­ger Men­schen. Statt­des­sen nimmt die Nach­fra­ge nach mi­ni­mal­in­va­si­ven Be­hand­lun­gen ste­tig zu. Zur Haut­ver­jün­gung set­zen Ex­per­ten ver­mehrt in­no­va­ti­ve Ra­dio­fre­quenz­tech­no­lo­gi­en ein, gern auch in Kom­bi­na­ti­on mit an­de­ren Me­tho­den wie Me­so­the­ra­pie oder Ul­tra­schall. Die straf­fen­de und sti­mu­lie­ren­de Wir­kung von sanf­ten Wel­len ist ef­fek­tiv und punk­tet mit ge­rin­gen Aus­fall­zei­ten so­wie we­nig Ri­si­ken und Schmer­zen. »Ein Lif­ting mit Ra­dio­fre­quenz eig­net sich vor al­lem für Pa­ti­en­ten mit be­gin­nen­der oder fort­ge­schrit­te­ner Al­ter­selas­to­se, wenn z. b. das so­ge­nann­te Sag­ging ein­ge­setzt hat«, er­klärt Dr. Ger­hard Satt­ler, Ärzt­li­cher Di­rek­tor der Ro­sen­park­kli­nik in Darm­stadt. So kön­nen ein klei­ne­res Dop­pel­kinn, der al­te­rungs­be­ding­te »Trut­hahn­hals«, er­schlaff­te Ober­ar­me, aber auch ein Elas­ti­zi­täts­ver­lust nach Schwan­ger­schaft am Bauch viel­ver­spre­chend be­han­delt wer­den. Je nach Tem­pe­ra­tur kann der Arzt über klei­ne Ein­tritts­punk­te Haut­pro­blem­zo­nen kon­trol­liert er­hit­zen. Da­durch wird »ge­zielt Fett ge­schmol­zen«, die Haut ge­strafft, die Kol­la­gen­pro­duk­ti­on und Re­ge­ne­ra­ti­ons­pro­zes­se an­ge­regt. Die­se neue Ther­mi­tight- Me­tho­de (ca. 800 – 3000 Eu­ro) er­folgt un­ter Lo­kala­n­äs­the­sie. Da­nach kön­nen kurz­zei­tig Schwel­lun­gen, blaue Fle­cken und ein Taub­heits­ge­fühl im be­han­del­ten Be­reich auf­tre­ten.

09 Ex­trem fros­tig

Schnell in Form durch ein »mo­du­la­res Käl­te­pro­gramm«

Ge­sund­heits­be­wuss­te Li­fe­sty­ler set­zen jetzt auf Be­hand­lun­gen mit Tie­fen­käl­te. Kältethe­ra­pi­en kann­te man bis­her aus der Me­di­zin – ein­ge­setzt bei Hau­ter­kran­kun­gen, Ent­zün­dun­gen oder zur Schmerz­lin­de­rung. Pro­fis­port­ler nut­zen es zur Leis­tungs­op­ti­mie­rung und un­ter­stüt­zen re­ge­ne­ra­ti­ve Pro­zes­se nach ex­tre­mer Be­las­tung. Die­se Er­kennt­nis­se ma­chen sich neue Käl­te-tre­at­ments zu­nut­ze. So las­sen sich da­mit Fett­zel­len »ein­frie­ren«, Pig­ment­fle­cken be­han­deln, Fält­chen glät­ten und das Im­mun­sys­tem stär­ken. Ganz oh­ne Na­del und oh­ne Skal­pell. Aus­fall­zei­ten? Gibt es kaum. Neu­es­ter Trend im Be­reich Kryo­the­ra­pie ( Kryo: grie­chisch für Eis, Frost oder Käl­te) ist die Eissau­na. Da­bei han­delt es sich um ei­ne Ganz­kör­per­an­wen­dung, bei der Kör­per und Stoff­wech­sel für zwei Mi­nu­ten bei mi­nus 160 °C auf Tou­ren ge­bracht wer­den. Das Ge­sicht ist aus­ge­schlos­sen. Der Or­ga­nis­mus re­agiert auf die­se ex­trem nied­ri­ge Tem­pe­ra­tur mit ganz­heit­li­cher Mo­bi­li­sa­ti­on al­ler Re­ser­ven – oh­ne Stress zu ent­wi­ckeln. »Die Durch­blu­tung er­höht sich und da­mit auch die Sau­er­stoff­ver­sor­gung des Zell­ge­we­bes«, er­klärt Ti­na Lü­ne­burg, In­ha­be­rin von Cool Bo­dies in Ham­burg. Wie beim Sport wer­den Stoff­wech­sel und Fett­ver­bren­nung ak­ti­viert, En­dor­phi­ne frei­ge­setzt so­wie ge­reiz­te Ner­ven de­sen­si­bi­li­siert. Be­steht kei­ne Ge­fahr aus­zu­küh­len? »Nein, die Kern­tem­pe­ra­tur des Kör­pers bleibt un­ver­än­dert, le­dig­lich die Haut­tem­pe­ra­tur fällt auf bis zu 0 °C ab«, so die Ex­per­tin. Doch wer hofft, ein paar Mi­nu­ten in der Käl­te­kam­mer könn­ten Work-outs er­set­zen, irrt. Die­se Me­tho­de gilt nur als zur Un­ter­stüt­zung ei­nes Le­bens­stils mit rich­ti­ger Er­näh­rung und aus­rei­chend Be­we­gung.

10 Grün, ve­gan, frisch

Frei von Kon­ser­vie­rungs­stof­fen di­rekt zum Kun­den

Spä­tes­tens seit öko­be­wuss­te Hol­ly­wood­stars dem Or­ga­nic Li­fe­style ein neu­es Image ga­ben, ist Na­tur­kos­me­tik im Main­stream an­ge­kom­men. Wer­te wie Nach­hal­tig­keit, Bi­o­qua­li­tät oder Fair Tra­de ha­ben an ge­samt­ge­sell­schaft­li­chem Ge­wicht ge­won­nen. Die an­spruchs­vol­le Kli­en­tel der grü­nen An­bie­ter er­war­tet viel: ne­ben dem Lu­xus des gu­ten Ge­wis­sens, höchs­ten Kom­fort, Wirk­sam­keit so­wie Pro­dukt-lö­sun­gen ge­paart mit ho­her Trans­pa­renz. Dar­auf hat sich das ös­ter­rei­chi­sche Un­ter­neh­men Rin­ga­na per­fekt ein­ge­stellt. Fir­men­grün­der Andre­as Wil­fin­ger: »Für al­le In­halts­stof­fe gilt der Grund­satz: Zur Na­tur gibt es kei­ne Al­ter­na­ti­ve. Im Werk, ei­nem up­ge­cy­cel­ten Su­per­markt, wer­den aus na­tür­li­chen Wirk­stof­fen die Pro­duk­te ge­mischt – und di­rekt an die Kun­den ge­lie­fert. So ent­fal­len La­ger­zei­ten und man braucht kei­ne Kon­ser­vie­rungs­stof­fe. »Dar­um ha­ben un­se­re Pro­duk­te auch ein Ver­falls­da­tum, auf das wir stolz sind«, schreibt das mehr­fach für Nach­hal­tig­keit und In­no­va­ti­on aus­ge­zeich­ne­te Un­ter­neh­men. In Sa­chen Trans­pa­renz geht das Haus jetzt wei­ter. »Der Kun­de soll in Zu­kunft wis­sen, wie viel Wirk­stoff in sei­ner Pfle­ge steckt«, so Wil­fin­ger. Mit sei­nen neu­en Wirk­stoff­boos­tern, kom­bi­niert Rin­ga­na nicht nur Na­tur mit High­tech, son­dern legt auch of­fen, wie viel von je­dem In­halts­stoff in ei­nem Pumpstoß steckt.

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