Ca­ro Daur

In Po­se: Die deut­sche Star-blog­ge­rin in­sze­niert die neue »Ban­croft Bag« von MICHA­EL KORS COLLEC­TION

L'Officiel Germany - - Porträt - AL­LE MICHA­EL-KORS-LOOKS er­hält­lich auf mi­cha­el­kors.com und in den Bou­ti­quen von Micha­el Kors in Ber­lin, Düs­sel­dorf, Frank­furt, Ham­burg, Mün­chen und Nürn­berg

Ein Klick, und die vir­tu­el­le Welt weiß, was »Ca­ro« liebt (Mo­de, Rei­sen, Be­au­ty), bei wel­chem Work-out sie schwitzt (Spin­ning, High In­ten­se In­ter­vall Trai­ning) und was sie rund um den Glo­bus sonst noch so treibt, dank Ins­ta­gram. Mit mehr als 1,1 Mil­lio­nen Fol­lo­wern und Kun­den wie Car­tier, Dol­ce & Gab­ba­na oder MAC gilt die Blon­di­ne aus See­ve­tal in­zwi­schen als die er­folg­reichs­te Fa­shion-in­flu­en­ce­rin Deutsch­lands. Was an­de­re als das lu­kra­tivs­te Hob­by der Welt be­zeich­nen, ist für die BWL- Stu­den­tin schlicht und ein­fach ihr Job. Sie kommt da­bei mehr rum als die Durch­schnitts-twens und hat si­cher auch ex­klu­si­ve­re Out­fits im Schrank, aber die 22-Jäh­ri­ge hat sich mit ih­rer One-wo­manA­gen­tur zur rei­bungs­los funk­tio­nie­rend ICH-AG ge­mau­sert. Sym­pa­thisch: Jet­tet sie nicht ge­ra­de läs­sig ge­stylt in ei­ne Me­tro­po­le oder in die Hamp­tons, wohnt sie noch bei den El­tern. »Mein 15 Qua­drat­me­ter gro­ßes Kin­der­zim­mer er­det mich sehr.« Ges­tern noch in Mün­chen, über­mor­gen schon wie­der in New York, aber jetzt flitzt sie beim Shoo­ting in Ham­burg mit High Heels über die Plan­ken der Haus­boot­ku­lis­se an der El­be und ge­steht lei­se, dass sie nur drei St­un­den ge­schla­fen hat …

Be­schrei­ben Sie uns ei­nen ganz nor­ma­len Ca­ro-daur-tag?

Das ist sehr schwie­rig, weil es bei mir kei­nen ganz nor­ma­len Tag gibt. Je­der Tag ist an­ders! Die Ab­läu­fe sind völ­lig un­ter­schied­lich: vie­le Rei­sen zu Ver­an­stal­tun­gen, Shoo­tings, In­ter­views und na­tür­lich die klas­si­sche Bü­ro­ar­beit, E-mails be­ant­wor­ten und Ver­trä­ge le­sen.

Wie hat sich Ihr Freun­des­kreis durch die wach­sen­de Be­kannt­heit ver­än­dert?

Ge­nau wie in je­dem an­de­ren Job, ent­wi­ckeln sich durch die Ar­beit vie­le neue Freund­schaf­ten. So auch in mei­nem Fall. Die »Me­di­en­welt« ist so bunt – ich zäh­le vie­le Blog­ger, Mo­dels, Schau­spie­ler, Sän­ger, PRLeu­te, Re­dak­teu­re, Fo­to­gra­fen zu mei­nen Freun­den.

Wenn wir Ih­re bes­te Freun­din fra­gen wür­den, wie oder ob Sie sich ver­än­dert ha­ben, was wür­de sie sa­gen?

Cha­rak­ter­lich ha­be ich mich nicht ver­än­dert. Sie wür­de wahr­schein­lich sa­gen, dass ich lei­der we­sent­lich we­ni­ger Zeit für sie oder all­ge­mein für pri­va­te Din­ge ha­be.

Wel­chen Stel­len­wert ha­ben Mut­ter und Schwes­ter für Sie?

Ne­ben mei­nem Va­ter den höchs­ten Stel­len­wert. Ich bin ein ab­so­lu­ter Fa­mi­li­en­mensch.

Wie schaf­fen Sie es, trotz ta­ge­buch­ähn­li­chem Ins­ta­gram, Ihr Pri­vat­le­ben zu schüt­zen?

Das ist ei­ne Grat­wan­de­rung. Ich ver­su­che, die Fol­lo­wer ja so nah wie mög­lich an mich her­an­zu­las­sen – mit­zu­neh­men. Ich bin sehr of­fen und in­vol­vie­re zum Bei- spiel mei­ne Fa­mi­lie. Aber ei­ni­ge we­ni­ge The­men sind ta­bu. Mein Glück ist, dass ich ganz al­lein ent­schei­den kann, was ich zei­ge und was nicht.

Wo zie­hen Sie Gren­zen?

Krank­heit – und sehr pri­va­te, in­ti­me Din­ge in­ner­halb der Fa­mi­lie.

Sie stu­die­ren BWL. Was ist Ihr Plan B, wenn es mit dem Blog­gen nicht mehr läuft?

Ich bin ein sehr of­fe­ner und fle­xi­bler Mensch. Wenn sich ei­ne Tü­re schließt, wird sich ei­ne an­de­re öff­nen. Ich ma­che mir kei­ne Ge­dan­ken, was in zwei, drei Jah­ren sein könn­te. Die Welt ver­än­dert sich so schnell. Ich le­be im Jetzt und möch­te die Zeit ge­nie­ßen.

Was war das schöns­te Kom­pli­ment, das man Ih­nen je­mals ge­macht hat?

Bleib so, wie du bist.

Wor­über kön­nen Sie sich so rich­tig auf­re­gen?

Schub­la­den­den­ken, Igno­ranz, Stau, Schnar­chen und Flug­aus­fäl­le.

Gibt es ei­nen Mas­ter­plan, wie man als Blog­ge­rin be­kannt wer­den kann?

Ich den­ke, dass man das nicht pla­nen kann. Es ist ein Pro­zess, und es sind, wie man so schön sagt, »vie­le klei­ne Schrit­te bis zum Ziel«. Wo­bei man auch »Ziel« nicht de­fi­nie­ren kann … Man weiß ja nicht, wo­hin es noch geht …

Sie ar­bei­ten ganz oh­ne Ma­nage­ment – un­ge­wöhn­lich!

Ich ha­be ei­ne Per­son, die mir bei ein­zel­nen Fra­gen

»Mein Glück ist, dass ich al­lei­ne dar­über ent­schei­den kann, was ich zei­ge und was nicht«

und grö­ße­ren Ver­trä­gen hilft. Für mich ist es aber in der Tat sehr schwer, Sa­chen ab­zu­ge­ben. Je­de noch so klei­ne Auf­ga­be be­trifft mich sel­ber. Es geht ja um mich als Per­son. Ich tra­ge die Ver­ant­wor­tung und möch­te im­mer au­then­tisch sein.

Wo­nach su­chen Sie Ih­re Ko­ope­ra­tio­nen aus?

Als al­ler Ers­tes nach dem »Mar­ken­fit«. Vor­aus­set­zung ist im­mer, dass die Mar­ke zu mir passt.

Reich­wei­te ist al­les, und man kann auch Fol­lo­wer kau­fen – wie be­wer­ten Sie die­ses Phä­no­men? Und ist der Druck, stän­dig zu wach­sen, wirk­lich so groß?

Da­von hal­te ich nicht sehr viel. Ich fin­de es un­fair, und mei­ner Mei­nung nach be­trügt die Per­son sich da­mit auch nur sel­ber. Den Druck baut man nicht auf, wenn man sich auf sich selbst fo­kus­siert – und nicht nach rechts und links schaut. Mein Mot­to: Sei zu­frie­den mit dir und mit dem, was du tust.

Blog­ger ha­ben das Image, al­les ge­schenkt zu be­kom­men. Ist das denn wirk­lich so?

Na­tür­lich gibt es vie­le tol­le Vor­tei­le, kei­ne Fra­ge! Aber hin­ter al­lem steckt auch im­mer ei­ne Er­war­tungs­hal­tung. Wie kann man un­ter­schei­den, ob je­mand ei­nem ein­fach ei­nen Ge­fal­len aus z. b. Freund­schaft tut – oder we­gen mei­ner Reich­wei­te?

Wie de­fi­nie­ren Sie für sich Zuf­rie­den­heit?

Fa­mi­lie, Ge­sund­heit und vor al­lem, ich selbst sein zu kön­nen.

Ein Blick vor­aus: Wo se­hen Sie sich in fünf Jah­ren?

Hui, ich weiß nicht mal, wo ich mich in ei­nem Mo­nat se­he. Aber das ist ja auch das Span­nen­de.

Die­se Sei­te: »Ban­croft«-ta­sche aus Kalbs­le­der mit De­tails aus Was­ser­schlan­ge, ca. 1390 € Rech­te Sei­te: Kleid aus ei­nem Kasch­mir-mo­hair-mix, ca. 1775 €, und Lamm­fell­wes­te, ca. 2295 €, Micha­el Kors Collec­tion

Die­se und lin­ke Sei­te: Crop­ped Pull­over aus Me­ri­no­wol­le, ca. 470 €, Rock aus Me­ri­no­wol­le, ca. 795 €, schma­ler Gür­tel aus Le­der, ca. 390 €, Over­knee­boots aus Nap­pa­le­der, ca. 895 €, und »Ban­croft Bag« aus Kalbs­le­der mit De­tails aus Was­ser­schlan­ge, ca....

Die­se und lin­ke Sei­te: Ca­pe-man­tel aus Wol­le mit Hah­nen­tritt­mus­ter, ca. 3995 €, Pull­over aus ei­nem KaschmirMo­hair-mix, ca. 1250 €, Fla­nell­ho­se, ca. 995 €, Schal aus ei­nem Kasch­mir-mo­hair-mix, ca. 695 €, schwar­ze Ank­le Boots aus Kalbs­le­der, ca. 650 €,...

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.