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as wä­re Lu­ke Sky­wal­ker im Star-wars-uni­ver­sum oh­ne sei­ne treu­en Ge­fähr­ten? Und auch Mark Ha­mill hat an die­sem Vor­mit­tag zum In­ter­view Un­ter­stüt­zung mit ge­bracht: Hund Mel­lie – ei­ne Mi­schung aus Chi­hua­hua, Dachs­hund, Spa­ni­el und ti­be­ti­schem Shih Tzu – und Toch­ter Chel­sea, die als per­sön­li­che As­sis­ten­tin für ihn ar­bei­tet. Es hat sich her­um­ge­spro­chen, dass sich der Schau­spie­ler heu­te im Ho­tel auf­hält. Ei­ne Frau bit­tet ihn um ei­ne Bot­schaft an ih­re Freun­din, die bald hei­ra­tet. Be­reit­wil­lig spricht er in das ihm hin­ge­hal­te­ne Smart­pho­ne: „Hey He­le­na, hier ist Mark Ha­mill, mö­ge die Macht in der Hoch­zeits­nacht mit dir sein.“Da­mit hat er die La­cher auf sei­ner Sei­te. Der 66-jäh­ri­ge Schau­spie­ler trägt ei­ne blaue Le­der­ja­cke, er ist gut in Form. Für sei­ne Rol­le in „Star Wars: Die letz­ten Je­di“hat er ein in­ten­si­ves Work-out im Fit­ness­stu­dio ab­sol­viert.

Ha­mill ist in „Die letz­ten Je­di“vom No­vi­zen zum Che­f­aus­bil­der auf­ge­stie­gen. In den ers­ten drei „ Star Wars“-fil­men (1977–1983) muss­te er als Lu­ke Sky­wal­ker von sei­nen Leh­rern Obi-wan Keno­bi und Yo­da erst ein­mal sel­ber am La­ser­schwert und im Um­gang mit der Macht aus­ge­bil­det wer­den. Nach mehr als 30-jäh­ri­ger Pau­se in der Welt­raum-sa­ga darf er nun sei­ne Kennt­nis­se an Rey (Dai­sy Rid­ley) wei­ter­ge­ben. Jetzt kann er end­lich sämt­li­che Brü­che des ge­reif­ten Hel­den aus­spie­len. Das ist ganz nach sei­nem Ge­schmack. Und ei­ne dank­ba­re­re Auf­ga­be als sein Kurz­auf­tritt im vor­he­ri­gen Teil „Das Er­wa­chen der Macht“(2015). Da war er am En­de nur für ein paar Se­kun­den zu se­hen – und das bringt ihn im­mer noch ein biss­chen in Ra­ge.

An­ders als Car­rie Fis­her wächst Mark Ha­mill nicht in ei­ner Fa­mi­lie auf, die zum Hol­ly­wood-adel ge­hört. Er wird als vier­tes von sie­ben Kin­dern im ka­li­for­ni­schen Oak­land ge­bo­ren, der Va­ter ist Ka­pi­tän der Us-ma­ri­ne und sehr streng. Die Welt des Show­busi­ness exis­tiert für den jun­gen Mark in ei­ner völ­lig an­de­ren Ga­la­xie. Doch er in­ter­es­siert sich für die Schau­spie­le­rei, be­sucht ei­ne Schau­spiel­schu­le und be­kommt klei­ne Rol­len in Tv-se­ri­en wie „Ge­ne­ral Ho­s­pi­tal“. Und dann er­hält er 1977 das An­ge­bot sei­nes Le­bens: die Rol­le des Lu­ke Sky­wal­ker in „Krieg der Ster­ne“. Es soll sei­ne ein­zi­ge gro­ße Rol­le blei­ben. Wie kommt er da­mit klar? Spricht man ihn dar­auf an, ver­schwin­det das Lä­cheln aus sei­nem Ge­sicht.

Das klingt ein biss­chen nach Man­tra, das er sich im­mer wie­der ins Ge­dächt­nis ruft, um den Frust­fak­tor ge­ring zu hal­ten. Co- Star Har­ri­son Ford star­te­te nach „Star Wars“mit Rol­len wie „In­dia­na Jo­nes“oder „Bla­de Run­ner“in Hol­ly­wood als kan­ti­ger Cha­rak­ter­dar­stel­ler erst rich­tig durch. In Mark Ha­mill se­hen vie­le da­mals nur den pret­ty boy, nett an­zu­se­hen, oh­ne am­bi­va­len­tes Pro­fil, ge­schwei­ge denn in­ne­re Ab­grün­de. Au­ßer­dem ist die Er­folgs­rol­le so über­prä­sent, dass Re­gis­seu­re ihn für be­stimm­te Cha­rak­te­re nicht be­set­zen. Als Mo­zart über­zeugt er am Broad­way Pu­bli­kum und Kri­ti­ker, doch die Pro­du­zen­ten des Mi­loš-for­man-films „ Ama­de­us“lehn­ten ihn mit der Be­grün­dung ab, dass Lu­ke Sky­wal­ker nicht Mo­zart sein kann. Im Lau­fe der Jah­re baut er sich vor al­lem ei­ne Kar­rie­re als Spre­cher in Vi­deo­spie­len und Ani­ma­ti­ons­fil­men auf.

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