OPE­RA­TI­ON DE­SERT STORM

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„Un­ter­neh­men Wüs­ten­sturm“star­tet in der Nacht. Es ist der 17. Ja­nu­ar 1991, 2.40 Uhr Orts­zeit, als die An­ti-sad­dam-ko­ali­ti­on ge­gen den Dik­ta­tor in den Krieg zieht, ame­ri­ka­ni­sche Langstre­cken­bom­ber star­ten und Us-schif­fe die ers­ten Marsch­flug­kör­per ab­feu­ern. Das Ziel: die Be­frei­ung Ku­waits und die Durch­set­zung des Völ­ker­rechts. Als Bom­ben auf ira­ki­sche Städ­te nie­der­ge­hen, sitzt die Welt vor den Bild­schir­men, der 24-St­un­den-nach­rich­ten­sen­der CNN bie­tet Lo­gen­plät­ze für das Kriegs­schau­spiel. Nie zu­vor hat­te die Mensch­heit die Mög­lich­keit, live da­bei zu sein, wie Le­ben aus­ge­löscht, Häu­ser aus­ra­diert wer­den. Man sieht es mit ei­ge­nen Au­gen – aber aus ei­nem ame­ri­ka­ni­schen Blick­win­kel. Wie Vi­deo­spie­le wir­ken die Vor­führ-fern­seh­bil­der der Luft­schlä­ge, die die Ziel­ge­nau­ig­keit der Prä­zi­si­ons­waf­fen de­mons­trie­ren sol­len. Die Bom­ben­tep­pi­che der B-52 will der „Re­gis­seur“nicht zei­gen. Was als Luft­krieg be­ginnt, wird zum me­dia­len Mi­li­tain­ment-event, zu Rea­li­ty-tv aus der Alb­traum­fa­brik. Rauch­schwa­den, die­ses grü­ne grel­le Licht, auf­blit­zen­de Ge­schütz­sal­ven. Al­les jetzt, al­les pas­siert. Und Re­por­ter Ber­nard Shaw, der sich im „Ho­tel Al-ra­schad“in Stel­lung ge­bracht hat und als Ers­ter be­rich­tet, sagt: „Der Him­mel über Bag­dad ist er­leuch­tet.“Ein zwei­stö­cki­ges, sand­far­be­nes Ge­bäu­de rast auf die Zu­schau­er zu, das Fa­den­kreuz wa­ckelt – Schnee­flim­mern. Bil­der bren­nen sich ein.

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