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Ob zart oder hart, ob tough oder ver­füh­re­risch. Aa­ron Tay­lor-john­son ver­leiht die­sem ty­pisch bri­ti­schen „Gen­tle­man“-kli­schee span­nen­de neue Schat­tie­run­gen. So ziem­lich je­de Rol­le scheint dem be­tont läs­si­gen 27-jäh­ri­gen Bart­trä­ger auf sei­nen gänz­lich durch­trai­nier­ten Leib ge­schrie­ben zu sein. Und er ad­ap­tiert je­des Rol­len-al­ter-ego, meist in Block­bus­tern der hö­he­ren Pop­corn-ka­te­go­rie, mit Ver­ve, For­tu­ne und bru­ta­ler Ele­ganz. Da­bei be­gann al­les jen­seits und weit weg vom ro­ten Hol­ly­wood-tep­pich, und auch frei von jeg­li­cher Ge­sichts­be­haa­rung …

Denn schon sehr früh mau­ser­te sich das klei­ne Kerl­chen zum hoff­nungs­vol­len Kin­der-mi­men. Be­reits als Sechs­jäh­ri­ger stand Aa­ron am liebs­ten auf der Büh­ne – und ge­noss spä­ter an sei­ner High­school ei­ne klas­si­sche Schau­spiel­aus­bil­dung. 2001 tauch­te der da­mals elf­jäh­ri­gen Aa­ron erst­mals in klei­nen Tv-rol­len im bri­ti­schen Fern­se­hen auf. In ei­nem In­ter­view er­in­nert er sich an die nicht leich­te Zeit: „In der Schu­le wur­de mir stän­dig er­zählt, man müs­se ei­nen Back-up-plan ha­ben. Aber al­les, was ich im­mer woll­te, war die Schau­spie­le­rei. Ich hat­te kei­nen Plan B.“Und so kämpf­te er sich nach oben. Mit 13 war er be­reits ne­ben Ja­ckie Chan und Owen Wil­son in der Ma­te­ri­al-arts-bud­dy-ko­mö­die „Shang­hai Knights“zu se­hen. Zwei Jah­re spä­ter in Cor­ne­lia Fun­kes sehr er­folg­rei­cher Best­sel­ler-ver­fil­mung von „Herr der Die­be“. Ci­ne­as­ti­sche Re­le­vanz at­tes­tier­te man Aa­ron Tay­lor-john­son dann als Im­mer-noch-te­enager, als er 2009 den ju­gend­lich-re­bel­li­schen John Len­non in „Now­he­re Boy“ge­ni­al in­ter­pre­tier­te. Wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten ver­lieb­te er sich in Re­gis­seu­rin Sam Tay­lor-wood, die sich zu­vor schon als Bild­haue­rin, Vi­deo­künst­le­rin, Fo­to­gra­fin und Mu­si­ke­rin (zwei Du­et­te mit den Pet Shop Boys) ei­nen Na­men ge­macht hat­te. Der Le­ser ahnt, dass ei­ne gleich­alt­ri­ge Frau kei­ne der­ar­ti­ge Bio­gra­fie vor­wei­sen könn­te. In der Tat ist Sam Tay­lor-john­son 23 Jah­re äl­ter als Aa­ron. Aber es wur­de kei­ne Lie­be­s­epi­so­de zwi­schen ei­nem 19-jäh­ri­gen Jüng­ling und ei­ner 42-jäh­ri­gen Frau, son­dern ei­ne Glücks­be­zie­hung – im bes­ten Ma­cron-stil – mit Kli­schee-hap­py-end, wie es kein Film­dreh­buch kit­schi­ger er­zäh­len könn­te. Sie hei­ra­te­ten am 21. Ju­ni 2012 – und ha­ben in­zwi­schen zwei ge­mein­sa­me Töch­ter, sie­ben und fünf Jah­re alt. Und wenn sie nicht …

Nein, die­ses Mär­chen geht zu­nächst in Hol­ly­wood wei­ter. Wo Aa­ron Tay­lor-john­son in­zwi­schen auf der letz­ten Stu­fe vor dem Su­per­star- Olymp steht. Nicht nur weil er als Su­per­held hin­ter­ein­an­der in zwei Aven­gers-block­bus­tern (2014, 2015) bril­lier­te, sich mit „God­zil­la“an­leg­te und für die Darstel­lung des durch­ge­knall­ten Gang­bos­ses Ray Mar­cus in Tom Fords Psy­cho­thril­ler „Noc­turnal Ani­mals“(2016) so­gar in die­sem Jahr mit dem Gol­den Glo­be als bes­ter Ne­ben­dar­stel­ler ge­ehrt wur­de. Für 2018 wird er als „Out­law King“in dem Netflix-his­to­ri­en­dra­ma schon sehn­lichst als neu­er Strea­m­ing-he­ro er­war­tet. Auf Ty­po­lo­gi­sie­run­gen fest­le­gen lässt sich der ge­bür­ti­ge Bri­te nicht. Ein star­ker Cha­rak­ter­zug, der auch in der Welt der Lu­xus­kos­me­tik nicht un­er­kannt blieb. So konn­te Gi­venchy Tay­lor-john­son als Te­sti­mo­ni­al ge­win­nen. „ Aa­ron ist ein mu­ti­ger Schau­spie­ler, ein All­round­künst­ler mit ei­ner groß­zü­gi­gen und cha­ris­ma­ti­schen Per­sön­lich­keit“, so Ro­main Spit­zer, CEO von Gi­venchy Par­fums, „wir freu­en uns sehr, dass er das sein Ge­sicht die Iko­ne des Gen­tle­man Gi­venchy sein wird.“

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