KET­TEN­RE­AK­TI­ON

L'Officiel Hommes Germany - - Gesellschaft -

Es war ein gi­gan­ti­sches Mee­res­be­ben am 11. März 2011 um 14:46:23 Uhr vor der ja­pa­ni­schen Ost­küs­te, das ei­ne Ket­ten­re­ak­ti­on aus­lös­te, die am En­de da­für sorg­te, dass Csu-ab­ge­ord­ne­te für Wind­rä­der vo­tier­ten und dem Atom­strom in Deutsch­land die Lei­tung kapp­ten. Doch vor­her rich­te­te das tek­to­ni­sche Er­eig­nis ma­xi­ma­len Scha­den an. Zu­nächst wur­de das Kern­kraft­werk Fu­kus­hi­ma Daiichi au­to­ma­tisch ab­ge­schal­tet. Aber um 15:35 Uhr be­schä­dig­ten meh­re­re, bis zu 15 Me­ter ho­he Tsu­na­mi­wel­len das AKW so gra­vie­rend, dass es in Block 1 bis 3 zu Kern­schmel­zen kam. Di­ver­se Was­ser­stoff­ex­plo­sio­nen sorg­ten in den fol­gen­den Ta­gen für wei­te­re Schä­den. Die dop­pel­te Men­ge an ra­dio­ak­ti­vem Ma­te­ri­al im Ver­gleich zu Tscher­no­byl wur­de frei­ge­setzt. Doch die Be­trei­ber­fir­ma Tep­co, die ja­pa­ni­sche Atom­auf­sichts­be­hör­de und die Re­gie­rung über­bo­ten sich in ab­sur­den Ver­su­chen, Aus­maß und Ur­sa­chen des Un­falls zu ver­tu­schen. Die Atom­auf­sicht Ni­sa be­stritt noch Mo­na­te spä­ter, dass es über­haupt zu Kern­schmel­zen ge­kom­men sei. Heu­te schätzt man die Dau­er der Ent­sor­gungs­ar­bei­ten auf bis zu 50 Jah­re und die Kos­ten der Ka­ta­stro­phe auf 200 Mil­li­ar­den Eu­ro. Und noch im­mer war­ten über 100 000 Men­schen – oft in kar­gen La­gern – von ur­sprüng­lich 160 000 Eva­ku­ier­ten dar­auf, in ih­re Hei­mat zu­rück­zu­keh­ren. Al­so lie­ber ab­war­ten und Grün­tee trin­ken? Aber dann bes­ser den aus Süd­ko­rea …

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