AUF ECHS

L'Officiel Hommes Germany - - Gesellschaft -

Man kann sich den Pitch in Ja­pan gut vor­stel­len. Der ers­te „God­zil­la“Film über das mo­nu­men­ta­le Mons­ter war 1954 ein enor­mer Er­folg. Der zwei­te, der die Rie­sen­ech­se ein Jahr spä­ter er­neut mel­ken soll­te, ein Flop. Was al­so tun? Be­gra­ben? Da­für war das Pro­fit­ver­spre­chen zu hoch. Ein drit­tes Mal ge­gen das Mi­li­tär kämp­fen las­sen? Öde. Wir brau­chen, dürf­te je­mand ge­sagt ha­ben, ei­nen rich­ti­gen Geg­ner. Wie wä­re es denn mit King Kong? Hej bzw. Hai, Su­per-idee! Und so kam es 1962 zum ers­ten „Schlacht­fest der Gi­gan­ten“, so­gar in Far­be. Die bei­den Xxl-krea­tu­ren pass­ten als dunk­le Sei­te des Men­schen aber auch gut zu­sam­men: God­zil­la, ei­ne Mu­ta­ti­on durch den Ab­wurf der Atom­bom­be auf Hi­ro­shi- ma, und King Kong, das tie­ri­sche Sym­bol der ver­ge­wal­tig­ten Na­tur. Bei­de schlu­gen stell­ver­tre­tend mit Feu­er­a­tem (God­zil­la) und trau­ri­gem Blick (King Kong) auf­ein­an­der ein, bis ein Erd­be­ben bei­de ver­schluck­te – und die Men­schen wie­der ih­re Ru­he hat­ten, zu­min­dest die im Film. Hol­ly­wood da­ge­gen hält God­zil­la wie King Kong am Le­ben. Heu­te ge­hö­ren bei­de Cha­rak­te­re der Fir­ma Le­gen­da­ry En­ter­tain­ment, die schon die „Dark Knight“-tri­lo­gie in die Ki­nos brach­te und in­zwi­schen ein mil­li­ar­den­schwe­res Mons­ter­ver­sum kre­ierte, in dem sich Rep­til und Pri­mat wech­sel­wei­se um die Spit­ze an der Nah­rungs­ket­te beu­len. Im Jahr 2020 soll dann die Ech­se dem Af­fen Zu­cker ge­ben. Und um­ge­kehrt.

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