HASSLIEBE

L'Officiel Hommes Germany - - Gesellschaft -

Sie ka­men, sa­hen und sieg­ten Arm in Arm. Er­nes­to „Che“Gue­va­ra und Fi­del Cas­tro lan­de­ten 1956 an Ku­bas Küs­te, über­leb­ten mi­li­tä­ri­schen Be­schuss des Dik­ta­tors Ba­tis­ta und lei­te­ten Gue­ril­la-trup­pen. Drei Jah­re spä­ter be­herrsch­ten sie die Zu­cker­rohr­in­sel. Nach der Re­vo­lu­ti­on stell­te sich her­aus, dass ein ge­mein­sa­mer Feind eint, ein ge­mein­sa­mer Er­folg nicht un­be­dingt. Cas­tro wur­de Staats-und Re­gie­rungs­chef, Gue­va­ra Lei­ter der Na­tio­nal­bank und In­dus­trie­mi­nis­ter. Wäh­rend Cas­tro aber eher prag­ma­tisch dach­te, an das so­wje­ti­sche Prin­zip der „fried­li­chen Ko­exis­tenz“, war Che oh­ne öko­no­mi­sche Kennt­nis­se ra­di­ka­ler, ori­en­tier­te sich an Chi­nas „Gro­ßem Sprung nach vorn“. His­to­ri­ker strei­ten bis heu­te, was den Bruch von Herz (Cas­tro) und Hirn (Gue­va­ra) des ku­ba­ni­schen Mo­dells ver­ur­sa­che. Ideo­lo­gi­sche Dif­fe­ren­zen? Ein Macht­kampf? Der Ein­fluss der UDSSR? Nach ei­nem an­geb­lich 40 St­un­den wäh­ren­den Wort­wech­sel der Waf­fen­brü­der ver­lässt Gue­va­ra 1965 Ku­ba in­ko­gni­to, kämpft im Kon­go und in Bo­li­vi­en, wo er un­ter Bei­hil­fe des CIA er­schos­sen wird. Sein Tod macht ihn zum Mär­ty­rer, zur Po­litI­ko­ne, zum Pos­ter, un­ter dem re­bel­lisch Kin­der ge­zeugt wur­den. Cas­tro da­ge­gen er­leb­te bis zum Rück­tritt 2006 zehn Us-prä­si­den­ten, war ge­gen je­de Aus­söh­nung mit dem Erz­feind und starb 2016. Da hat­te der elf­te, Ba­rack Oba­ma, ge­ra­de di­plo­ma­ti­sche Be­zie­hun­gen ein­ge­lei­tet.

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