WOLLUST

L'Officiel Hommes Germany - - Gesellschaft -

Freund­schaft, Kon­kur­renz, Lie­bes­dra­ma. Mit die­sen drei Wör­tern lässt sich das Mit- und Ge­gen­ein­an­der von Karl La­ger­feld, Jahr­gang 1933 und Yves Saint Lau­rent (1936–2008) un­auf­ge­regt zu­sam­men­fas­sen. Aus au­to­ri­sier­ten Bio­gra­fi­en, un­au­to­ri­sier­ten Skan­dal-best­sel­lern, Do­ku­men­ta­tio­nen und post­hu­men Ver­öf­fent­li­chun­gen er­gibt sich ein bunt ge­spren­kel­tes Bild, das das viel­schich­ti­ge Ver­hält­nis der so un­ter­schied­li­chen Mo­de-iko­nen il­lus­triert. Da­bei be­ginnt für bei­de ih­re Kar­rie­re mit dem 1. Preis des In­ter­na­tio­na­len Woll­se­kre­ta­ri­ats (YSL 1953, KL 1955). Noch 17-jäh­rig, kommt Yves aus sei­ner al­ge­ri­schen Hei­mat nach Pa­ris, um mit 21 Chef bei Dior zu wer­den, be­vor er mit sei­nem Le­bens­part­ner Pier­re Ber­gé 1961 sein ei­ge­nes Mo­de­haus er­öff­net. Karl zieht es zu Bal­main, Pa­tou, Chloé – und bis heu­te zu Fendi und Cha­nel. „Es ist im­mer für ei­ne Freund­schaft schwie­rig, wenn ei­ner von bei­den auf­steigt“, er­klärt Ber­gé, 86, in ei­nem Spie­gel- Ge­spräch: „Yves Saint Lau­rent hat La­ger­feld für sei­ne Ar­beit bei Cha­nel ge­schätzt (…) aber als Mo­de­ma­cher war er für ihn kein Ri­va­le“. Sät­ze wie Peit­schen­hie­be. Ei­ne ein­jäh­ri­ge Af­fä­re von YSL mit dem „schwar­zen En­gel“Jac­ques de Ba­scher, KLS Part­ner und Le­bens­lie­be, gibt der Be­zie­hung den Rest. Karl La­ge­ferld 2008 über Ba­scher: „Er war das ge­naue Ge­gen­teil von mir. (…) Er war per­fekt. Er hat schreck­li­che Ei­fer­suchts­dra­men aus­ge­löst.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.