Rei­se

NA WAS MACHT DIE KUNST? NUN SIE VER­WAN­DELT LUXURIÖSE HERBERGEN IN GA­LE­RI­EN UND DAS AN DURCH­AUS SKUR­RI­LEN OR­TEN

L'Officiel Hommes Germany - - Inhalt -

Bank­sy mal wie­der. Der so be­rühm­te wie mys­te­riö­se Street-ar­tKünst­ler sprüht nicht nur ver­frem­de­te Sym­bo­le an Wän­de, dreht Fil­me („Exit Th­rough The Gift Shop“) oder er­öff­net Aben­teu­er­par­kPar­odi­en („Dis­ma­land“), in Beth­le­hem ist der 43-jäh­ri­ge Bri­te auch un­ter die Ho­tel-de­si­gner ge­gan­gen. The Wal­led Off ist na­tür­lich nicht oh­ne: Un­mit­tel­bar an der Grenz­mau­er zwi­schen Is­ra­el und dem West­jor­dan­land mit Blick auf Sperr­an­la­ge und Wach­tür­me ge­le­gen, zie­ren die Fas­sa­de vor­ge­täusch­te Jahr­hun­dert­wen­deSäu­len, am Ein­gang war­tet ein Plas­ti­kaf­fe in Pa­gen­uni­form. Ge­näch­tigt wird in von Bank­sy und Kol­le­gen ge­stal­te­ten Räu­men, die iro­nisch Ele­men­te des Nah­ost-kon­flik­tes, von al­ten Ja­mes-bon­d­Fil­men oder den Hei­men kor­rup­ter Staats­ober­häup­ter auf­neh­men. Es gibt aber auch ab 30 Us-dol­lar pro Nacht ei­ne Bud­get-va­ri­an­te oh­ne je­den Schnick­schnack, da­für mit Ar­mee-stock­bet­ten, Ge­mein­schaft­stoi­let­ten und Lärm­schutz­stöp­seln. Hin­zu kom­men noch die Pia­no-bar mit Put­ten an Sau­er­stoff­mas­ken und Li­ve-auf­trit­ten so­wie ei­nen Shop na­mens „Wall-mart“, wo man Scha­blo­nen, Sprüh­do­sen und Lei­tern er­wer­ben kann. Nach dem Früh­stück ist der ge­lun­ge­ne bö­se Spaß dann vor­bei: Vor dem Au­sche­cken wird das Zim­mer kon­trol­liert.

Wal­le­doff­ho­tel.com

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