Wie Mark Bez­ner den Olymp er­klom­men hat

Erst Schwim­men, dann Markt­füh­rer­schaft aus­bau­en: Mark Bez­ner von Olymp über Wer­te- Ori­en­tie­rung und die Fra­ge: kurz oder lang?

L'Officiel Hommes Germany - - Inhalt - In­ter­view HANS BUS­SERT

Wenn Mark Bez­ner über sei­nen Er­folg als Chef des Hem­den­her­stel­lers Olymp spricht, dann in sport­li­chen Ver­glei­chen. Der Un­ter­neh­mer in drit­ter Ge­ne­ra­ti­on ist ehe­ma­li­ger Leis­tungs­schwim­mer. Sein Ehr­geiz, so­li­de Bu­si­ness- Che­mi­sen und da­zu die pas­sen­de Kra­wat­te ha­ben Olymp zur deut­schen Her­ren­hem­den-num­mer- eins ge­macht. Jetzt dringt Bez­ner mit der neu­en „Si­gna­tu­re“-li­nie ins Pre­mi­um­seg­ment vor. Da­zu be­schwört er ei­ne schwä­bisch- schot­ti­sche Göt­ter­däm­me­rung. Das Te­sti­mo­ni­al der neu­en Kol­lek­ti­on: Schau­spie­ler Ger­ard But­ler.

LOH Herr Bez­ner, wie lockt man Ger­ard But­ler nach Bie­tig­heim-bis­sin­gen?

MARK BEZ­NER Bis jetzt war er noch nicht da. Wir ha­ben ihn in Lon­don fo­to­gra­fiert, und die of­fi­zi­el­le Vor­stel­lung der Kam­pa­gne fand in Ber­lin statt. Ich bin mir aber si­cher, dass er uns bei sei­nem nächs­ten Dreh auf eu­ro­päi­schem Fest­land be­su­chen wird.

LOH Wie sind Sie auf ihn ge­kom­men?

MB Er hat die ent­spre­chen­de Sta­tur und füllt die Hem­den kna­ckig aus. Zu­dem ist er ein su­per Typ. Mir ist es wich­tig, dass un­ser Te­sti­mo­ni­al die Wer­te des Un­ter­neh­mens ver­tre­ten kann: grad­li­nig, ehr­lich, sym­pa­thisch, bo­den­stän­dig.

LOH Wie bo­den­stän­dig ist die neue Si­gna­tu­re- Kol­lek­ti­on?

MB Oh­ne ar­ro­gant klin­gen zu wol­len: So viel Hemd kriegt man in Deutsch­land sonst nicht für um die 99 Eu­ro. Wir ver­ar­bei­ten Vollzwirn­ge­we­be aus Pre­mi­um- Cot­ton, feins­te Hand­kapp­näh­te, her­aus­nehm­ba­re Kra­gen­stäb­chen und unka­putt­ba­re Perl­mutt­knöp­fe. Viel Leis­tung für ver­gleichs­wei­se we­nig Geld.

MB Ich füh­re das Un­ter­neh­men nicht al­lein aus ei­ner mo­ne­tä­ren Mo­ti­va­ti­on her­aus. Mich reizt die Her­aus­for­de­rung. Als ich An­fang der Neun­zi­ger zu Olymp kam, da wa­ren wir – um mal beim Sport zu blei­ben – auf ei­nem Re­le­ga­ti­ons­platz: Platz 14 der deut­schen Hem­den­li­ga. Ich woll­te aber aufs Trepp­chen. Mit har­ter und ziel­stre­bi­ger Ar­beit sind wir dort an­ge­kom­men – und seit vie­len Jah­ren „Deut­scher Meis­ter“, al­so Markt­füh­rer bei Her­ren­hem­den in Deutsch­land.

LOH Im „Ma­na­ger-ma­ga­zin“konn­te man Sie kürz­lich in Ba­de­ho­se be­wun­dern.

MB Ich schwim­me im­mer noch je­den Mor­gen 1500 Me­ter. Im ei­ge­nen Gar­ten – ich ha­be mir ei­nen 25 Me­ter lan­gen Schwimm­ka­nal di­rekt hin­ters Haus bau­en las­sen. Nach 15 Jah­ren Leis­tungs­schwim­men ha­be ich ei­ne ge­wis­se Aver­si­on ge­gen Hal­len­ge­rü­che.

LOH Wie vie­le Olymp-hem­den ha­ben Sie im Schrank hän­gen?.

MB Ei­ne drei­stel­li­ge Stück­zahl – ins­ge­samt vier Stan­gen. Mehr dür­fen es aber nicht wer­den. Sonst krie­ge ich Är­ger mit mei­ner Frau. Ich brau­che schon jetzt mehr Platz für mei­ne Hem­den als sie für ih­re Schu­he.

LOH Schon mal mit ei­ner Her­mèsKra­wat­te ge­lieb­äu­gelt?

MB Ich sa­ge es mal so: Auch bei Kra­wat­ten set­ze ich auf Qua­li­tät.

LOH Olymp ver­kauft recht vie­le Kurz­arm­hem­den. Zu wel­chen Ge­le­gen­hei­ten grei­fen Sie mal zum kur­zen Är­mel?

MB Über­haupt nicht. Auch nicht im Strand­ur­laub auf den Ma­le­di­ven. Da tra­ge ich lan­gär­me­li­ge Lei­nen­hem­den, die ich hoch­krem­pe­le. Aber ich ver­kau­fe sie gern. Au­ßer­dem ist es ja so, dass Hal­barm­hem­den im mo­di­schen Be­reich stark im Kom­men sind. Die ganz In­for­mier­ten tra­gen das schon wie­der.

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