AM­BI­VA­LENZ

Po­lar und po­la­ri­sie­rend. In­ten­siv und in­ten­si­vie­rend. Wi­der­sprüch­lich und Wi­der­spruch in sich. Ver­schmel­zen für ein­an­der be­stimm­te Ge­gen­sät­ze, ent­steht dar­aus ein vi­brie­ren­des Gan­zes: duf­ten­de Har­mo­nie

L'Officiel Hommes Germany - - In­halt -

14 Herbst-düf­te

1 ABER­GLÄU­BISCH

Be­seelt von der Idee, der durch­pro­gram­mier­ten, lo­gisch er­schei­nen­den Welt das Ir­ra­tio­na­le zu­rück­zu­ge­ben – Su­per­sti­tious von Al­ber El­baz par Fre­de­ric Mal­le ist ei­ne ex­tra­va­gan­te Ver­bin­dung von zar­ten Blü­ten­a­ro­men mit Ve­ti­ver und Weih­rauch. Ganz wie ein Appell, sich wie­der von sei­nen In­stink­ten lei­ten zu las­sen.

2 GE­FÄHR­LICH

„ Au­ßen hart und in­nen ganz weich“sang schon Grö­ne­mey­er in sei­nem Gas­sen­hau­er „Män­ner“. Hin­ter dem voll­ver­chrom­ten Trom­mel-fla­kon lässt sich das so­la­re Par­fum Wan­ted Free­ri­de von Az­za­ro auch nur er­ah­nen. Im mas­si­ven Äu­ße­ren ver­birgt sich ei­ne son­nen­ver­wöhn­te Mi­schung aus Ve­ti­ve­r­Ak­kor­den, fri­schen Ge­wür­zen wie Kar­da­mom, Zi­trus­no­ten und Ton­kaboh­ne aus Bra­si­li­en.

3 KLI­SCHEE

Der Bad Boy nimmt sich, was er braucht, und er be­kommt, was er will. Hei­ßer und schär­fer lau­tet das Mot­to. Mit die­sen At­tri­bu­ten spielt Bad In­ten­se von Die­sel, ein Mix aus Ta­bak und Ka­vi­ar-ak­kor­den. Ul­tra­wür­zig und ul­train­ten­siv trifft Mus­kat­nuss auf Zimt und Lab­da­num. Und am En­de will er den­noch nur be­gehrt wer­den.

4 PU­RIS­TISCH

Kla­re Li­ni­en ge­hö­ren zum De­sign des De­si­gners Gior­gio Ar­ma­ni wie das Ko­los­se­um zu Rom. Ein per­fekt run­der Me­tall­ver­schluss und mas­si­ves Glas – man könn­te schon fast von un­ter­kühl­ter Ele­ganz spre­chen, die der Fla­kon von Stron­ger with you von Em­po­rio Ar­ma­ni aus­strahlt. Die Me­lan­ge von Kar­da­mom, Pink Pep­per und Veil­chen­blät­tern ver­sprüht das Flair ju­gend­li­cher Sorg­lo­sig­keit.

5 NEO­KLAS­SISCH

Gi­venchy holt den Ever­green von 1975 ins Jahr 2017 und streift ihm ein neu­es olfak­to­ri­sches Ge­wand über. Die Neu­auf­la­ge Gen­tle­man über­rascht mit ei­nem blu­mi­gen Twist aus Iris und La­ven­del und ka­ta­pul­tiert den Dan­dy ins 21. Jahr­hun­dert – wa­ge­mu­tig und frei wie ein Smo­king oh­ne Flie­ge.

6 WAN­DEL­BAR

Fe­mi­nin oder mas­ku­lin? Das Ge­schlecht ist bei Lui von Gu­er­lain kei­ne Definition, eher ein Spiel, bei dem je­der die Re­geln neu für sich er­fin­den kann. Den wah­ren Cha­rak­ter des Trä­gers of­fen­bart die hol­zig-wür­zi­ge Au­ra mit le­d­ri­gen und rau­chi­gen Ak­zen­ten ne­ben war­mer Va­nil­le und sanf­ter Bir­ne.

7 HEISS­KALT

Zi­trus­no­ten wer­den in Eu­ro­pa mit Som­mer oder Ur­laub as­so­zi­iert. In Ja­pan ste­hen sie für den Winter, wenn die zi­tri­sche Yu­zu-frucht auf dem Ba­de­was­ser schwim­mend gu­te Lau­ne ver­brei­tet. Der Unisex-duft No­te de Yu­zu (er­hält­lich ab 28.9.) von Mai­son Kits­uné und Ja­mes Hee­ley eint mit sei­ner fruch­tig­fri­schen Ener­gie das Ge­fühl bei­der Jah­res­zei­ten.

8 MOR­BI­DE

„Hat et­was ei­ne dunk­le, viel­leicht so­gar ab­nor­me, ver­ruch­te Sei­te – dann reizt es mich“, be­kennt Ki­li­an Hen­nes­sy. Sein Duft Black Phan­tom Me­men­to Mo­ri er­in­nert an die ei­ge­ne Ver­gäng­lich­keit und lädt ein, das Le­ben in vol­len Zü­gen zu ge­nie­ßen. Er er­öff­net mit ei­nem Shin-shin-ak­kord aus star­kem Kaf­fee und Rum. Die man­del­ar­ti­ge No­te äh­nelt da­bei dem Ge­ruch von Zya­nid.

9 LICHT­SPIEL

In Oud Sa­tin Mood Ex­trait de Par­fum von Mai­son Fran­cis Kurk­djian Pa­ris be­kommt schwe­res ori­en­ta­li­sches Oud in Ver­bin­dung mit bul­ga­ri­scher Ro­se und blau­er Ka­mil­le ei­ne fast schwe­ben­de Leich­tig­keit. Es ist ei­ne Hom­mage an das chan­gie­ren­de Spiel von Licht und Schat­ten auf Sei­de.

10 OA­SE

In der atem­lo­sen Me­tro­po­le New York ent­stand Da­hab von Min New York. Es ist die Er­in­ne­rung an ei­ne Wüs­ten­nacht im Frei­en, ein klei­nes Stück ent­fernt von den er­leuch­te­ten Zel­ten. Ein Auf­at­men zwi­schen der un­end­li­chen Land­schaft und dem gren­zen­lo­sen Ster­nen­him­mel, um­weht von in­ten­si­ven sal­zig-aqua­ti­schen No­ten und kost­ba­rem Oud.

11 MASS­LOS

Thier­ry Mug­ler bricht mit A*men Pu­re Ha­va­ne die Tra­di­ti­on, edels­te In­gre­di­en­zi­en nur in feins­ten Do­sen ein­zu­set­zen. Die kon­trä­ren No­ten von Ta­bak­blät- tern, Va­nil­le­si­rup und Pat­schu­li sind be­wusst über­do­siert: Zu­nächst do­mi­niert das Aro­ma fri­scher Ta­bak­blät­ter, dann fol­gen ein Ho­nig-ta­bak-ak­kord und Va­nil­le, ab­schlie­ßend Pat­schu­li und bit­te­rer Ka­kao.

12 HE­RO­ISCH

„Ein Duft, der für den Mann kre­iert wur­de, der ganz aus ei­ge­ner Kraft sein per­sön­li­ches Ely­si­um er­reicht“, be­schreibt Par­fü­meur Ro­ja Do­ve sei­ne Krea­ti­on für Ro­ja Par­fums. Zur Be­flü­ge­lung der Hel­den von heu­te ver­bin­det er ei­nen Zi­trusMix, süß­li­che Mai­glöck­chen, fruch­ti­gen Ap­fel mit sinn­li­cher Va­nil­le und Am­ber.

13 BA­LAN­CE

Va­len­ti­no Uo­mo Ac­qua steht für die Aus­ein­an­der­set­zung der in der Duft­welt wi­der­sprüch­li­chen The­men Fri­sche und In­ten­si­tät. Das aro­ma­ti­sche Grün ita­lie­ni­scher Gär­ten mit Man­da­ri­ne, Zi­tro­ne und grü­ner To­ma­te be­kommt durch die Hin­zu­ga­be von Iris Ab­so­lue und ei­ner kraft­vol­len Herz­no­te aus Mus­ka­tel­ler­sal­bei und Pat­schu­li ei­ne sub­ver­si­ve Tie­fe.

14 ABEN­TEU­ER­LICH

War­um al­ten Pfa­den fol­gen? War­um Fa­mi­lie? War­um in die­ser Welt sein? Die Ge­ne­ra­ti­on Y ist von der Fra­ge nach dem War­um ge­prägt – frei und gleich­zei­tig vol­ler Zwei­fel. Die­ser Grup­pe ist der neue Duft Y von Yves Saint Lau­rent ge­wid­met. Ein kraft­vol­les State­ment aus Al­de­hyd-no­ten, Ber­ga­mot­te und Ing­wer.

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