AfD-Po­li­ti­ker vor Ab­wahl

Märkische Allgemeine - - BRANDENBURG / BERLIN -

Ber­lin. Das Wei­ter­ver­brei­ten ei­nes Haft­be­fehls zu ei­nem Tö­tungs­de­likt in Chem­nitz hat für den Ber­li­ner AfD-Ab­ge­ord­ne­ten Ro­nald Glä­ser Kon­se­quen­zen: Bei der Sit­zung des Da­ten­schutz­aus­schus­ses am Mon­tag muss er den Vor­sitz des Gre­mi­ums vor­aus­sicht­lich ab­ge­ben. Al­le Frak­tio­nen im Ab­ge­ord­ne­ten­haus au­ßer der AfD un­ter­stüt­zen ei­nen ent­spre­chen­den Ab­wahl­an­trag. SPD, Lin­ke, Grü­ne, CDU und FDP se­hen in Glä­sers Ver­hal­ten ei­nen ekla­tan­ten Ver­stoß ge­gen den Da­ten­schutz und hal­ten ihn da­her für un­ge­eig­net, aus­ge­rech­net den Da­ten­schutz­aus­schuss wei­ter zu lei­ten.

Glä­ser hat­te ein­ge­räumt, nach ei­nem töd­li­chen Mes­ser­an­griff auf ei­nen 35-jäh­ri­gen Deut­schen in Chem­nitz En­de Au­gust die ers­te Sei­te ei­nes Haft­be­fehls ge­gen ei­nen da­mals tat­ver­däch­ti­gen Ira­ker bei Twit­ter ge­teilt zu ha­ben. Dar­auf sei­en et­wa Na­me und Ge­burts­da­tum des Ver­däch­ti­gen zu le­sen ge­we­sen. Glä­ser be­zeich­ne­te den Tweet, den er kurz nach Ver­öf­fent­li­chung wie­der lösch­te, als Feh­ler.

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