Wo­id­ke wür­digt re­li­giö­se Plu­ra­li­tät

Fest­wo­che zur 750-Jahrfei­er des Klos­ters Neu­zel­le be­en­det

Märkische Allgemeine - - BRANDENBURG / BERLIN -

Neu­zel­le. Mit ei­nem Got­tes­dienst und ei­nem Emp­fang ist die Fest­wo­che zum 750. Grün­dungs­tag des Klos­ters Neu­zel­le am Frei­tag zu En­de ge­gan­gen. Da­bei wür­dig­ten Bi­schof Mar­kus Drö­ge und Mi­nis­ter­prä­si­dent Diet­mar Wo­id­ke (SPD) die ein­zig­ar­ti­ge An­la­ge im süd­öst­li­chen Bran­den­burg. Am 12. Ok­to­ber 1268 hat­te Hein­rich der Er­lauch­te die Stif­tungs­ur­kun­de zur Grün­dung des Zis­ter­zi­en­ser­klos­ters No­va Cel­la (Neu­zel­le) un­ter­zeich­net. Heu­te ge­hört die Denk­mal­an­la­ge mit ih­ren Lie­gen­schaf­ten dem Land Bran­den­burg. An­fang Sep­tem­ber war dort ein neu­es ka­tho­li­sches Zis­ter­zi­en­ser-Prio­rat ge­grün­det wor­den.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Wo­id­ke wer­te­te das Fest­jahr zum 750-jäh­ri­gen Be­ste­hen des Klos­ters als Ge­winn für das gan­ze Land. Neu­zel­le ha­be als „Ba­rock­wun­der Bran­den­burgs“Strahl­kraft weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus. Schließ­lich han­de­le es sich um ei­ne der we­ni­gen voll­stän­dig er­hal­te­nen Klos­ter­an­la­gen in Eu­ro­pa. Kul­tu­rell und tou­ris­tisch sei der Ort „ein ech­tes High­light“. Er sei dem Zis­ter­zi­en­ser­or­den sehr dank­bar da­für, dass wie­der Mön­che im Klos­ter Neu­zel­le le­ben, dass es wie­der ka­tho­li­sche Seel­sor­ge ge­be und ei­ne sehr wert­vol­le Tra­di­ti­on wie­der auf­le­be. „Re­li­giö­se Plu­ra­li­tät und das fried­li­che Mit­ein­an­der der christ­li­chen Kon­fes­sio­nen hat­ten in der Ver­gan­gen­heit nicht im­mer den ho­hen Stel­len­wert, den wir dem heu­te bei­mes­sen“, so Wo­id­ke.

Bi­schof Drö­ge von der Evan­ge­li­schen Kir­che Ber­lin-Bran­den­burg-schle­si­sche Ober­lau­sitz sag­te in sei­ner Pre­digt im Fest­got­tes­dienst, nach 750 Jah­ren ste­he in Neu­zel­le al­les noch auf An­fang. Die Neu­gier sei da­bei groß, mön­chi­sches Le­ben in ei­ner Ge­gend, wo sich nur noch sehr we­ni­ge Men­schen zum Chris­ten­tum be­ken­nen, „ei­ne klei­ne At­trak­ti­on“.

In der Ba­rock­zeit war das ka­tho­li­sche Klos­ter um­ge­stal­tet wor­den. Im Jah­re 1817 wur­de es schließ­lich auf­ge­löst und spä­ter ver­staat­licht. Ei­gen­tü­mer heu­te ist das Land Bran­den­burg.

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