Das sind die Die­sel-al­ter­na­ti­ven

Die­se An­trie­be sind auf dem Markt

Märkische Oderzeitung Angerm‎ünde - - Meinungen Und Hintergrund - Von DO­RO­THEE TO­REB­KO und DIE­TER KEL­LER Mehr zum The­ma un­ter: www.moz.de/die­sel

Ber­lin. Kein an­de­rer An­triebs­stoff hat ein schlech­te­res Image als der gif­ti­ge Die­sel. Kein Wun­der, dass die Zahl der Neu­zu­las­sun­gen von Die­sel­au­tos zu­rück­ge­gan­gen ist. Doch was sind die Al­ter­na­ti­ven?

■ Elek­tro­an­trieb

Vor­tei­le: Der Elek­tro­an­trieb ist um­welt­freund­lich, denn die Stick­stoff-emis­sio­nen sind ge­ring eben­so wie die Fe­in­staub­be­las­tung.

Nach­tei­le: Al­lein die Pro­duk­ti­on von E-au­tos ver­braucht viel Ener­gie. Elek­tro­mo­bi­le müs­sen Ökostrom tan­ken, erst dann sind sie um­welt­freund­lich. Die Reich­wei­ten sind ge­ring. Im Durch­schnitt kann ein neu­er Re­nault Zoe 210 Ki­lo­me­ter weit fah­ren. Wer bei Käl­te die Hei­zung an­schal­tet, bleibt schon viel frü­her lie­gen. Käu­fer von E-au­tos müs­sen sich ge­dul­den: Bis zu ei­nem Jahr war­ten die Fah­rer auf ihr Elek­tro­mo­bil, das trotz steu­er­li­chem Zu­schuss teu­er ist.

■ Erd­gas

Vor­tei­le: Erd­gas-au­tos sind ein sau­be­rer An­trieb, denn sie sto­ßen we­ni­ger CO2 aus als Ben­zi­ner und we­ni­ger Stick­oxi­de als Die­sel. Wer sich ein Erd­gas-au­to zu­legt, be­kommt Geld vom Staat. Vor al­lem für Viel- und Langstre­cken­fah­rer ist das ide­al.

Nach­tei­le: Die Reich­wei­ten sind das größ­te Pro­blem. Bis zu 500 Ki­lo­me­tern las­sen sich mit ei­ner Tank­fül­lung schaf­fen. Mit ei­nem ver­gleich­bar gro­ßen Die­sel­au­to min­des­tens dop­pelt so viel. Es fehlt die In­fra­struk­tur, deutsch­land­weit gibt es nur 1000 Tank­stel­len. ■ Au­to­gas

Vor­tei­le: Au­to­gas ist güns­tig und vie­ler­orts ver­füg­bar. CO Aus­stoß ist im Ver­gleich zum Ben­zi­ner nied­ri­ger, im Ver­gleich zum Die­sel hö­her. Um­rüs­ten von Ben­zi­ner auf Au­to­gas kos­tet zwi­schen 1800 und 3500 Eu­ro und lohnt sich für Viel­fah­rer.

Nach­tei­le: Au­to­gas wird steu­er­lich be­zu­schusst, al­ler­dings nur bis 2022. Nicht je­der Mo­tor lässt sich um­rüs­ten. Die­sel prin­zi­pi­ell nicht, auch ei­ni­ge mo­der­ne Ben­zi­ner ma­chen Pro­ble­me. Au­ßer­dem wird der Platz bei der Um­rüs­tung ein­ge­schränkt. Denn der zu­sätz­li­che Tank wird meist in die Re­ser­ve­r­ad­mul­de ein­ge­baut.

■ Brenn­stoff­zel­le

Vor­tei­le: Dies ist ein Elek­tro­au­to, in dem die elek­tri­sche Ener­gie selbst er­zeugt wird. Aus dem Aus­puff kommt nur Was­ser­dampf. In der Brenn­stoff­zel­le trifft Sau­er­stoff aus der Luft auf Was­ser­stoff, das im Tank mit­ge­führt wird. Die Tech­nik ist se­ri­en­reif, die Reich­wei­te hoch.

Nach­tei­le: Noch gibt es nur we­ni­ge, teu­re Mo­del­le. Zu­dem gibt es kaum Was­ser­stoff-tank­stel­len. Min­des­tens 1000 wä­ren bun­des­weit nö­tig. Die Um­welt­freund­lich­keit hängt da­von ab, wie der Was­ser­stoff er­zeugt wird.

■ Was­ser­stoff

Vor­tei­le: Was­ser­stoff kann auch di­rekt in Ver­bren­nungs­mo­to­ren eingesetzt wer­den. Die Emis­sio­nen sind deut­lich nied­ri­ger als bei Ben­zin.

Nach­tei­le: Auch da­für feh­len die Tank­stel­len. Es gibt bis­her nur Ver­su­che mit Bus­sen.

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