Lin­ke lässt In­nen­mi­nis­ter Schrö­ter zu­rück­pfei­fen

Po­li­zei­ge­setz wur­de von der In­ter­net­sei­te ent­fernt

Märkische Oderzeitung Bernau - - Vorderseite -

Das In­nen­mi­nis­te­ri­um in Pots­dam hat den Ent­wurf des um­strit­te­nen Po­li­zei­ge­set­zes von sei­ner In­ter­net­sei­te ent­fernt. Das Do­ku­ment war erst in die­ser Wo­che auf der Platt­form ver­öf­fent­licht wor­den. Hin­ter­grund der Ak­ti­on ist, dass der Ko­ali­ti­ons­part­ner Druck auf die SPD aus­ge­übt hat. Die Lin­ken kri­ti­sie­ren das Vor­ge­hen des In­nen­mi­nis­ters, weil es ge­gen die Ge­schäfts­ord­nung der Re­gie­rung ver­sto­ße.

Dem­nach wer­den Re­fe­ren­ten­ent­wür­fe nicht ver­öf­fent­licht, weil der Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess der Lan­des­re­gie­rung nicht ab­ge­schlos­sen sei, er­klär­te die Lin­ke. Da das In­nen­mi­nis­te- ri­um an­fangs nicht auf die Kri­tik re­agier­te, wur­de der Chef der Staats­kanz­lei, Mar­tin Gor­holt (SPD), ein­ge­schal­tet. Er ord­ne­te die Lö­schung an.

Der Ent­wurf des Ge­set­zes ist um­strit­ten, weil da­mit die Be­fug­nis­se der Po­li­zei er­heb­lich aus­ge­wei­tet wer­den sol­len. So könn­ten künf­tig so­zia­le Me­di­en oh­ne rich­ter­li­chen Be­schluss kon­trol­liert und ver­dachts­un­ab­hän­gi­ge Po­li­zei­kon­trol­len lan­des­weit durch­ge­führt wer­den. Auch der Ein­satz von Spreng­stoff zum Öff­nen von Tü­ren ist höchst um­strit­ten. Die Lin­ke hat­te be­reits an­ge­kün­digt, das Vor­ha­ben nicht mit­zu­tra­gen. (thi)

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