Er­schre­cken­des Des­in­ter­es­se der Par­la­men­ta­rie­rer

Märkische Oderzeitung Bernau - - Leserbriefe -

Zu „Hin­ter uns lie­gen wil­de Zei­ten“(Aus­ga­be vom 6. Ju­li):

Ich möch­te dem wi­der­spre­chen. Wir ha­ben noch wil­de Zei­ten in die­sem Par­la­ment in Ber­lin. Nicht nur, dass po­li­ti­sche Gren­zen schär­fer for­mu­liert wer­den, das In­ter­es­se an der par­la­men­ta­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung im Plenum nimmt of­fen­sicht­lich im­mer mehr ab. Ja, seit dem Ein­zug der AFD in den Bun­des­tag ist es zwar fach­lich nicht bes­ser, aber in­ter­es­san­ter ge­wor­den.

Ja, es schau­en wohl auch mehr Men­schen zu. Aber was se­hen sie da? Wäh­rend ei­ner Re­de der Kanz­le­rin oder der Op­po­si­ti­ons­füh­rung wird er­höh­te Auf­merk­sam­keit de­mons­triert. Die Smart­pho­nes lie­gen auf den Ti­schen und wer­den auch be­nutzt. Den Hö­he­punkt par­la­men­ta­ri­schen Des­in­ter­es­ses er­reich­te Ar­beits­mi­nis­ter Hu­ber­tus Heil, der vor sich lie­gend ei­nen Ak­ten­berg über ge­fühl­te St­un­den ab­ar­bei­te­te. Es wä­re sehr wün­schens­wert, wenn der Sit­zungs­prä­si­dent die­ser Un­sit­te Ein­halt ge­bie­ten wür­de. Vol­ker Miersch schwedt

Fo­to: AFP/OMER Mes­sin­ger

Im­mer wie­der zu be­ob­ach­ten: Nicht al­le Ab­ge­ord­ne­ten fol­gen der Re­de der Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel oder auch an­de­ren Par­la­men­ta­rie­ren mit der ge­bo­te­nen Auf­merk­sam­keit.

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