Zu viel Auf­merk­sam­keit für Bea­te Zschä­pe

Märkische Oderzeitung Bernau - - Leserbriefe -

Zu „Fi­na­le ei­nes his­to­ri­schen Pro­zes­ses“(Aus­ga­be 5. Ju­li):

Jetzt reicht‘s! Ha­ben Sie ei­gent­lich mal nach­ge­rech­net, wie oft Sie in Ih­rer Zei­tung die NSU-FRAU Bea­te Zschä­pe ab­ge­bil­det ha­ben, als wä­re sie ei­ne Per­sön­lich­keit, die sol­che öf­fent­li­che Auf­merk­sam­keit ver­dient? Heu­te wid­men Sie ihr so­gar fast ein Vier­tel der Sei­te 3. Erst ei­nen Tag vor­her am 4. Ju­li konn­ten wir sie auf Sei­te 4 be­trach­ten. Für die 20 Bernau­er Schü­ler, die für ih­re gu­ten Leis­tun­gen so­wie für ihr so­zia­les En­ga­ge­ment und ih­re Hilfs­be­reit­schaft aus­ge­zeich­net wur­den, muss­ten zwei dür­re Spal­ten und die Auf­zäh­lung ih­rer Na­men auf Sei­te 15 aus­rei­chen. Muss man sol­che kri­mi­nel­le Ener­gie ha­ben wie Frau Zschä­pe und ih­re Kom­pli­zen, dass man nach Be­lie­ben die An­wäl­te wech­seln kann (in­zwi­schen sind es wohl fünf) und 438 Ta­ge lang oh­ne Re­ak­ti­on dem Ge­sche­hen vor Ge­richt fol­gen kann, oh­ne dass ernst­haft al­le Hin­ter­grün­de der Ta­ten auf­ge­deckt wur­den. Wer trägt ei­gent­lich die Kos­ten und die Ver­ant­wor­tung für die­ses un­wür­di­ge Schau­spiel? Das auf­zu­klä­ren wä­re ei­gent­lich die Auf­ga­be ih­rer Zei­tung. do­ro­thea helbig Ma­ri­en­wer­der/ot so­phi­en­städt

Fo­to: dpa

Noch nicht ab­ge­ar­bei­tet: Ak­ten im Nsu-pro­zess

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