Je­der Hand­griff muss sit­zen

Cha­rité schafft Si­mu­la­ti­ons­pup­pe für Übun­gen zur Ge­burts­hil­fe an

Märkische Oderzeitung Bernau - - Berlin / Brandenburg -

An ei­ner le­bens­gro­ßen Si­mu­la­ti­ons­pup­pe kön­nen Stu­den­ten, Ärz­te und Heb­am­men an Ber­lins Uni­ver­si­täts­kli­nik Cha­rité den Ablauf von Ge­bur­ten üben. Die Kli­nik stell­te die teils mit­hil­fe ei­nes Spon­sors fi­nan­zier­te Pup­pe am Frei­tag vor. Ziel sei es, das Zu­sam­men­spiel der Teams zu trai­nie­ren: für Not­fall­si­tua­tio­nen vor, wäh­rend und nach der Ge­burt eben­so wie für nor­ma­le Ge­bur­ten. Auch Ex­ter­nen wie et­wa No­t­ärz­ten wol­le man Trai­nings mit der Pup­pe an­bie­ten, hieß es. Die Kos­ten lä­gen bei et­wa 35 000 Eu­ro.

„Man kann nicht al­les am Pa­ti­en­ten üben“, sag­te der Ärzt­li­che Di­rek­tor der Cha­rité, Ul­rich Frei. Des­halb sol­le an der Kli­nik ein Si­mu­la­ti­ons- und Trai­nings­zen­trum ent­ste­hen. An der Pup­pe kann nun be­reits der Um­gang mit Not­fäl­len wie et­wa Blu­tun­gen nach der Ge­burt ge­übt wer­den. In Trai­nings­sze­na­ri­en, die rea­lis­tisch wir­ken sol­len, schlüp­fen Mit­ar­bei­ter auch in die Rol­le von An­ge­hö­ri­gen und ge­ben der Pup­pe ei­ne Stim­me („Ich hö­re im­mer nur Blut!“). Die­se kann zwar künst­lich blu­ten, aber nicht spre­chen oder schrei­en.

Für das Per­so­nal geht es um die rich­ti­gen me­di­zi­ni­schen Schrit­te, aber auch um die Kom­mu­ni­ka­ti­on un­ter­ein­an­der und mit der „Pa­ti­en­tin“. Ziel ist es aus­drück­lich, in die­sem Rah­men aus Feh­lern zu ler­nen, um sie in der Rea­li­tät zu ver­mei­den, wie der Di­rek­tor der Kli­nik für Ge­burts­me­di­zin, Wolf­gang Hen­rich, schil­der­te. (dpa)

Fo­to: dpa/chris­toph So­eder

Le­bens­groß. Mit der Si­mu­la­ti­ons­pup­pe kön­nen Nach­wuchs­me­di­zi­ner und Heb­am­men an der Cha­rité die Ab­läu­fe bei Ge­bur­ten trai­nie­ren.

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