Ost­be­auf­trag­ter zeigt Ver­ständ­nis für Frem­den­hass

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Nachrichten -

Ber­lin. Der neue Ost­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Chris­ti­an Hir­te (CDU), hat schar­fe Kri­tik pro­vo­ziert, in­dem er Ver­ständ­nis für die Ab­leh­nung von Aus­län­dern in Ost­deutsch­land äu­ßer­te. „Ein Ost­be­auf­trag­ter, der die Ost­deut­schen als aus­län­der­feind­li­che Hin­ter­wäld­ler dar­stellt, hat sei­ne Auf­ga­be nicht ver­stan­den“, sag­te die Frak­ti­ons­vi­ze­che­fin der Linken, Ge­si­ne Lötzsch.

Hir­te hat­te der „Welt“ge­sagt: „Auch heu­te noch ist der Os­ten des Lan­des deut­lich ho­mo­ge­ner als der Wes­ten.“Die Er­fah­rung sei ein­fach nicht da. „Es ist mensch­lich ver­ständ­lich, wenn man auf Frem­des aus Angst vor Ve­rän­de­rung zu­nächst mit Ab­leh­nung re­agiert.“Dies müs­se die Po­li­tik ak­zep­tie­ren und die­je­ni­gen „ernst neh­men, die sich äu­ßern“. Zu de­ren Le­bens­er­fah­rung aus der DDR ge­hö­re, dass ein ver­meint­lich sta­bi­les Sys­tem zu­sam­men­bre­chen kann“.

Lötzsch mach­te die Po­li­tik der letz­ten Jah­re für die La­ge in den neu­en Län­dern ver­ant­wort­lich. „Die Pro­ble­me Ost­deutsch­lands sind struk­tur­schwa­che Re­gio­nen, Or­te, wo we­der ein Bus noch ei­ne Bahn hält, man­geln­de Zu­kunfts­chan­cen für jun­ge Leu­te, nied­ri­ge Löh­ne und Ren­ten“, sag­te sie. (AFP)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.