Um­den­ken ist er­for­der­lich

Le­ser de­bat­tie­ren über das Ver­hält­nis un­se­rer Ge­sell­schaft zur Na­tur

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Leserbriefe -

Zu „Ein­mal Wald und zu­rück“(Aus­ga­be 20. März):

Ich dan­ke dem Au­tor sehr für den tief­sin­ni­gen Bei­trag. Ich hof­fe, ich kann künf­tig noch vie­le ähn­li­che Ar­ti­kel le­sen, denn ich hal­te ein Um­den­ken der Mensch­heit be­züg­lich ih­res Ver­hält­nis­ses zur Na­tur für äu­ßerst wich­tig. Das be­zieht aus­drück­lich auch die Land­wirt­schaft mit ein so­wie die Na­tur­zer­stö­rung, die wir durch die Mas­sen­tier­hal­tung auch an­dern­orts be­feu­ern. Al­so bit­te in Zu­kunft noch viel mehr da­von!

Ines Frei­dank

Bad Saa­row

War­um aus­ge­rech­net das The­ma „Wolf“für das Ver­hält­nis un­se­rer Ge­sell­schaft zur Na­tur ver­ant­wort­lich ge­macht wird, er­schließt sich mir wahr­lich nicht. Da gibt es weit­aus mehr The­men­be­rei­che, die ja auch vom Au­tor des Bei­tra­ges be­nannt wor­den sind.

Die In­dus­tria­li­sie­rung auch der Land­wirt­schaft, das Sied­lungs­ver­hal­ten, die Roh­stoff­ge­win- nung durch uns Men­schen, auch die Ver­la­ge­rung des ge­sell­schaft­li­chen Le­bens in die städ­ti­schen Be­rei­che ha­ben schwer­punkt­mä­ßig zur Ent­frem­dung der Men­schen von der Na­tur bei­ge­tra­gen. Dass aus­ge­rech­net die Jä­ger die Prü­gel­kna­ben der selbst­er­nann­ten „Na­tur­schüt­zer“ge­wor­den sind, ist sym­bol­haft für die Un­kennt­nis Letz­te­rer über die Er­for­der­nis­se zur Be­wah­rung ei­ner ge­sun­den Na­tur.

Max-Ge­org Frhr. von Korff Neu­en­tem­pel

Wis­sen an die En­kel wei­ter­ge­ben

Die­ser Bei­trag spricht mir sehr aus dem Her­zen und ist mir wert, auf­ge­ho­ben zu wer­den. Ich möch­te mir den In­halt je­der­zeit ins Ge­dächt­nis ru­fen, um ihn 1:1 an mei­ne En­kel wei­ter­ge­ben zu kön­nen.

Ka­rin Här­tel

Neu­en­ha­gen

Der Wolf in Deutsch­land – ei­ne un­säg­li­che Ge­schich­te. Der Wolf ist ein Raub­tier und braucht in der Na­tur art­ge­rech­te Le­bens­be­din­gun­gen. Doch wo fin­det er die­se in Deutsch­land? Der Mensch hat die­se art­ge­rech­ten Be­din­gun­gen für den Wolf im letz­ten Jahr­hun­dert ein­schnei­dend ver­än­dert, es gibt sie nicht mehr oder kaum noch.

Des­halb ist es an der Zeit, nicht emo­tio­nal auf­ge­la­den und ir­ra­tio­nal, son­dern mit ge­sun­dem Men­schen­ver­stand über die­ses The­ma zu dis­ku­tie­ren. In un­se­rer glo­ba­li­sier­ten Welt ist der Ar­ten­schutz kei­ne iso­lier­te na­tio­na­le Auf­ga­be oder Ver­ant­wor­tung, und der Fort­be­stand des Wolfs ist eu­ro­pa- und welt­weit nicht ge­fähr­det.

Ed­gar St­ei­ner

Frank­furt (Oder)

Men­schen sind Teil der Na­tur

„Al­le wol­len zu­rück zur Na­tur. Aber kei­ner zu Fuß“, schrieb Wer­ner Mitsch, ein deut­scher Schrift­stel­ler, schon vor Jah­ren. Das hat sich nicht geän- dert, eher ver­schärft. Na­tur soll gut zu hand­ha­ben sein, gut er­reich­bar, sie soll uns bei Be­darf zur Ver­fü­gung ste­hen, aber sie soll nicht et­wa ei­ge­ne An­sprü­che ent­wi­ckeln, die den un­se­ren ent­ge­gen­ste­hen, sie­he Wolf, Bi­ber, Kor­mo­ran und wei­te­re Le­be­we­sen, die uns was weg­neh­men wol­len.

Wir Men­schen sind aber, ge­nau­so wie je­de Amei­se, wie je­der Lachs, je­der Vo­gel, je­der Wolf oder Bi­ber, Teil der Na­tur. Es tut wirk­lich Not, Ei­gen­schaf­ten wie Zu­rück­hal­tung im Ver­brauch der von der Na­tur zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Res­sour­cen wie­der zu för­dern, eben­so wie Be­schei­den­heit und De­mut ge­gen­über der Er­de.

Und das zu ver­mit­teln, sind Um­welt­bil­dungs- und In­fo­zen­tren nicht im Ge­rings­ten ge­nug. Das müs­sen wir selbst, je­der Ein­zel­ne von uns, tun und den kom­men­den Ge­ne­ra­tio­nen mit­ge­ben als in­ne­re Hal­tung. Sonst geht es schief mit uns.

Bea­te Bla­hy

St­ein­hö­fel

Fo­to: Car­la Pilz

Na­tio­nal­park Un­te­res Oder­tal: Bran­den­burg bie­tet vie­le Na­tur­schön­hei­ten wie die Re­gi­on im Nord­os­ten des Lan­des. Es ist Auf­ga­be des Men­schen, die­ses Kul­tur­gut zu be­wah­ren.

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