Lehr­stel­le mit Job-Ga­ran­tie

Die Kfz-Werk­statt Löhn in An­ger­mün­de bil­det ih­re Fach­kräf­te selbst aus

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Wirtschaft Regional - Von Da­nie­la Win­Dolff

An­ger­mün­de. Sie sind ge­fragt wie nie – Bran­den­burgs Hand­wer­ker. Ih­re Be­ru­fe ver­ei­nen klas­si­sche Fer­tig­kei­ten mit mo­der­ner Tech­nik. Wir zei­gen, was jun­ge Leu­te im Hand­werk wer­den kön­nen und stel­len Be­trie­be vor, die aus­bil­den. Heu­te: Au­to­ser­vice 1 A Löhn in An­ger­mün­de.

Au­tos ha­ben Erik Fürs­ten­au von klein auf be­geis­tert. Als Te­enager hat er in je­der frei­en Mi­nu­te am Mo­ped her­um­ge­schraubt. Jetzt mach­te er dar­aus ei­nen Be­ruf – sei­nen Traum­be­ruf. Der 20-jäh­ri­ge An­ger­mün­der hat vor we­ni­gen Wo­chen sei­ne Aus­bil­dung zum Kfz-Me­cha­tro­ni­ker ab­ge­schlos­sen und ist vom Aus­bil­dungs­be­trieb Au­to­ser­vice Löhn im An­ger­mün­der Orts­teil Sch­mar­gen­dorf über­nom­men wor­den. Nicht nur, weil Erik der bes­te Lehr­ling sei­nes Jahr­gangs im Kam­mer­be­zirk Frank­furt (Oder) war, son­dern weil es das Kon­zept von Tors­ten Löhn ist.

Der Kfz-Meis­ter bil­det in sei­nem klei­nen Fa­mi­li­en­be­trieb seit vie­len Jah­ren ei­ge­nen Fach­kräf­te­nach­wuchs aus. Sei­ne bei­den jüngs­ten Azu­bis, Erik Fürs­ten­au und Ro­bin Wölk, ha­ben ge­ra­de ih­re drei­ein­halb­jäh­ri­ge Leh­re zum Kfz-Me­cha­tro­ni­ker er­folg­reich ab­ge­schlos­sen und wur­den nun bei­de über­nom­men. „Wir ha­ben bis­her sehr gu­te Er­fah­run­gen mit un­se­ren Aus­zu­bil­den­den ge­macht. Das mo­ti­viert uns, wie­der Aus­bil­dungs­plät­ze an­zu­bie­ten“, sagt Tors­ten Löhn, der den Be­trieb sei­nes Va­ters im win­zi­gen Orts­teil Ros­in­tal wei­ter­führt, ei­ne Sied­lung an der B 198, die zum An­ger­mün­der Orts­teil Sch­mar­gen­dorf ge­hört. Hier be­trieb Va­ter Ernst Löhn schon zu DDR-Zei­ten ei­ne Werk­statt für Au­to­kon­ser­vie­rung. Tors­ten Löhn stieg in die Fa­mi­li­en­fuß­stap­fen und bau­te die Werk­statt nach der Wen­de zu ei­ner ty­pen­of­fe­nen, frei­en Werk­statt wei­ter aus.

In­zwi­schen be­schäf­tigt er drei Meis­ter und fünf Fach­ar­bei­ter und konn­te das Team durch ei­ge­ne Aus­bil­dung ver­jün­gen. Fach­kräf­te­man­gel ist für ihn kein The­ma. Im Ge­gen­teil. Die Aus­bil­dungs­plät­ze sind be­gehrt. Und nicht nur, weil Kf­zMecha­tro­ni­ker un­ge­schla­gen ein Traum­be­ruf bei Jun­gen ist und heu­te Mecha­nik und Elek­tro­nik ver­eint.

Der Meis­ter­be­trieb von Tors­ten Löhn hat in der Re­gi­on ei­nen gu­ten Ruf und wur­de zum zehn­ten Mal in Fol­ge bei ei­ner bun­des­wei­ten Kun­den­um­fra­ge als Werk­statt des Ver­trau­ens 2018 aus­ge­zeich­net.

„Ser­vice, Freund­lich­keit und vor al­lem fach­li­che Kom­pe­tenz, Leis­tungs­be­reit­schaft und Selbst­stän­dig­keit sind Tu­gen­den, auf die wir bei der Aus­bil­dung be­son­de­ren Wert le­gen“, be­tont auch Aus­bil­der und Kfz-Meis­ter Se­bas­ti­an Mack. Des­halb müs­sen die Be­wer­ber in ei­ner Pro­be­ar­beits­zeit und in ei­nem Ein­stel­lungs­test im Be­trieb zei­gen, ob sie ge­eig­net und vor al­lem mo­ti­viert für den Be­ruf sind. Auch Schul­prak­ti­ka wer­den an­ge­bo­ten. Erik Fürs­ten­au nutz­te die­se Chan­ce. Die Aus­bil­dung vor Ort und die Job­per­spek­ti­ve wa­ren für den jun­gen Mann ein Mo­tiv, hier in der Re­gi­on zu blei­ben.

Fo­to: Da­nie­la Win­dolff

Team­ar­beit: Aus­bil­der und Kfz-Meis­ter Se­bas­ti­an Mack und die bei­den frisch­ge­ba­cke­nen Ge­sel­len Erik Fürs­ten­au und Ro­bin Wölk (v. l.) neh­men ein Fahr­zeug un­ter die Lu­pe.

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