Joa­chimstha­ler sie­gen in Kreis­li­ga

Vor­stand hat kom­plett ge­wech­selt / Se­bas­ti­an Wee­ge wird neu­er Chef der Bas­ket­bal­ler

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Vorderseite - Von Tho­mas Gun­hold und BriTTa Gall­rein BriTTa Gall­rein

Joa­chims­thal. Der FSV Schorf­hei­de Joa­chims­thal II hat im Nach­hol­spiel der Fuß­ball-Kreis­li­ga Ost Lok Ebers­wal­de mit 4:1 be­siegt. Es war das ers­te Spiel die­sen Jah­res im Ort.

Bernau. Um­bruch-Stim­mung beim SSV Lok Bernau. Mit ei­nem neu­en Vor­stand geht es in die kom­men­de Bas­ket­bal­lSai­son. Da­bei hat sich die Füh­rungs-Rie­ge deut­lich ver­jüngt und will jetzt mit fri­schem Wind star­ten.

Se­bas­ti­an Wee­ge ist der neue Vor­sit­zen­de des Ver­eins, der mit sei­ner ers­ten Män­ner­mann­schaft das bes­te Bran­den­bur­ger Bas­ket­ball-Team stellt.

„Nach 15 Jah­ren im Amt wa­ren Tho­mas Schön­hoff und ich der Meinung, dass jetzt mal jun­ge Leu­te die Ar­beit wei­ter füh­ren soll­ten“, be­grün­de­te der bis­he­ri­ge Vor­sit­zen­de Tho­mas Dü­ring sei­ne Ent­schei­dung. Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung in der gut ge­füll­ten Rot­un­de der „Grund­schu­le am Blu­men­hag“, wähl­ten die Ver­eins­mit­glie­der des SSV Lok Bernau ih­ren zu­künf­ti­gen Vor­stand und die Kas­sen­prü­fer.

Zu­nächst konn­te Jörg Dü­ring beim Be­richt des Vor­stan­des ein über­aus po­si­ti­ves Fa­zit sei­ner letz­ten Wahl­pe­ri­ode zie­hen. Er nutz­te die Ge­le­gen­heit und be­dank­te sich bei sei­nen Mit­strei­tern so­wie den Trai­nern, El­tern, Un­ter­stüt­zern und Spon­so­ren. Er­wähnt wur­den der er­folg­rei­che Spiel­be­trieb, die her­vor­ra­gen­de Ju­gend­ar­beit, die Ko­ope­ra­ti­on mit Alba Ber­lin, die Bas­ket­ball­camps, das Som­mer­fest und die Fei­er zum 60-jäh­ri­gen Be­ste­hen des Ver­eins.

Als Er­geb­nis aus dem ein­zi­gen An­trag auf der Ta­ges­ord­nung wur­de Jörg Dü­ring die Eh­ren­mit-

glied­schaft auf Le­bens­zeit zu­teil. Da­mit zeich­nen ihn die Mit­glie­der per Mit­glie­der­vo­tum für sei­nen 15-jäh­ri­gen Ein­satz als Ver­eins­vor­sit­zen­der aus.

Im An­schluss führ­te der Wahl­lei­ter Gerd Rie­del die Teil­neh­mer durch das al­le drei Jah­re statt­fin-

den­de Wahl­pro­gramm. Auch in Zu­kunft be­steht der Ver­eins­vor­stand aus vier Mit­glie­dern. Er setzt sich nun mehr­heit­lich aus El­tern von ju­gend­li­chen Ver­eins­mit­glie­dern zu­sam­men, die sich im Bas­ket­ball-Ju­gend­spiel­be­trieb bes­tens aus­ken­nen.

Se­bas­ti­an Wee­ge, schon seit Ju­gend­jah­ren Spie­ler und Ver­eins­mit­glied, kann hier­bei auf sei­ne Vor­stands­er­fah­rung der ver­gan­ge­nen sechs Jah­re als Ju­gend­wart zu­rück­grei­fen. Zu sei­nem Stell­ver­tre­ter wur­de Re­né Hir­sch­mann ge­wählt. Auch er

bringt Er­fah­rung mit, ist schon lan­ge El­tern­spre­cher ei­ner Ju­gend­mann­schaft. Kas­sen­wart Chris­ti­an Leschke kennt sich mit Spon­so­ring und Mar­ke­ting im Ver­ein aus und auch Ju­gend­wart Ulf Wink­ler war be­reits als El­tern­spre­cher ak­tiv. Er war 15 Jah­re lang mit dar­an be­tei­ligt, dass der SSV Lok Bernau zu ei­nem der er­folg­reichs­ten Bas­ket­ball­teams Deutsch­lands wur­de. Jetzt hört Te­am­ma­na­ger Tho­mas Schön­hoff auf. sprach mit ihm über die Grün­de.

Herr Schön­hoff, war­um le­gen Sie ihr Amt nie­der? Macht es kei­nen Spaß mehr?

Doch, die Grün­de sind vor al­lem be­ruf­lich. Mei­ne Fir­ma hat ei­nen neu­en Fir­men­sitz da­zu be­kom­men, um den ich mich küm­mern muss. Die Ar­beit wird da­durch mehr, das ist mir dann ein­fach zu viel ge­wor­den. Da­zu kommt, dass ich in­zwi­schen in Som­mer­feld bei Krem­men wohn­te. Ich ha­be rund 70 Ki­lo­me­ter An­fahrts­weg nach Bernau, das war ein­fach nicht mehr mach­bar.

Ist Ih­nen der Ab­schied schwer ge­fal­len?

Ich bin vor­her schon lan­ge mit dem Ge­dan­ken schwan­ger ge­gan­gen, von da­her hat­te ich ge­nug Zeit, mich drauf ein­zu­stel­len. Und jetzt wird es erst ein­mal ei­ne Über­gangs­pha­se ge­ben, in der wir dem Vor­stand hel­fen bei Fra­gen, zum Bei­spiel, was die Li­zen­zen an­geht. Aber dann ge­he ich si­cher auch mit ei­nem wei­nen­den Au­ge.

Was war Ihr schöns­tes Er­leb­nis wäh­rend der Zeit bei Lok Bernau?

Ach das kann man gar nicht an ei­nem Er­eig­nis fest­ma­chen. Das wa­ren si­cher die bei­den Auf­stie­ge in die ProB. Aber toll war es auch, die vie­len Leu­te ken­nen­zu­ler­nen durch die eh­ren­amt­li­che Ar­beit.

Aus Ih­rer lang­jäh­ri­gen Er­fah­rung mit dem Me­tier: Glau­ben Sie, dass der Ver­ein ei­ne Chan­ce hat in der ProA?

Das wä­re na­tür­lich noch ein­mal ein Rie­sen­schritt für den Ver­ein. Wenn ich noch Te­am­ma­na­ger wä­re, wür­de ich das al­ler­dings nicht im kom­men­den, son­dern eher so in zwei oder drei Jah­ren an­pei­len. Für Bernau al­lei­ne ist die ProA glau­be ich ei­ne Num­mer zu groß. Aber in Ko­ope­ra­ti­on mit Alba kön­nen sie das pa­cken. Man darf sich nicht täu­schen las­sen durch die Rück­run­de, die nicht ganz so gut ge­lau­fen ist in die­ser Sai­son. Da hat­ten wir ein­fach Pech mit wich­ti­gen Spie­lern, die ver­letzt wa­ren. Aber das ist stei­ger­bar.

Wer­den Sie Bernau und Lok jetzt kom­plett den Rü­cken zu­keh­ren?

Nein, be­stimmt nicht. Zu den Heim­spie­len kom­me ich ger­ne vor­bei.

Fo­to: Tho­mas Gun­hold

Neu­er Vor­stand des SSV Lok Bernau: Dr. Chris­ti­an Leschke (Kas­sen­wart), Re­né Hir­sch­mann (stellv. Vor­sit­zen­der), Se­bas­ti­an Wee­ge (Ver­eins­vor­sit­zen­der), Jörg Dü­ring (Eh­ren­mit­glied) und Ulf Wink­ler (Ju­gend­wart) (v.l.)

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