Kom­pro­miss im Streit um Me­di­en-Staats­ver­trag

ARD und ZDF wol­len Online-An­ge­bo­te be­gren­zen

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Nachrichten -

Berlin. Für ei­nen jah­re­lan­gen Streit zwi­schen Ver­le­gern und öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­dern ist ei­ne Lö­sung ge­fun­den. Die Online-An­ge­bo­te von ARD und ZDF sol­len künf­tig ih­ren Schwer­punkt auf Be­wegt­bild und Ton le­gen. Das sieht der neue Tele­me­di­en­Staats­ver­trag für den Rund­funk vor, auf den sich die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten am Don­ners­tag in Berlin ge­ei­nigt ha­ben.

Die öf­fent­lich-recht­li­chen An­ge­bo­te im In­ter­net sol­len sich so­mit deut­lich von de­nen der Zei­tungs- und Zeit­schrif­ten­ver­la­ge un­ter­schei­den. Die Ver­le­ger hat­ten im­mer wie­der kri­ti­siert, das Text­an­ge­bot der bei­trags­fi­nan­zier­ten öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der in Apps und Web­sei­ten sei zu um­fang­reich und wett­be­werbs­ver­zer­rend. In Zwei­fels­fäl­len soll ei­ne ge­mein­sa­me Sch­lich­tungs­stel­le der Rund­funk­an­stal­ten und Ver­la­ge ent­schei­den.

Au­ßer­dem be­schlos­sen die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten, die Sie­ben-Ta­ge-Re­gel bei den Me­dia­the­ken auf­zu­ge­ben. Sen­dun­gen der Öf­fent­lich-Recht­li­chen kön­nen da­mit län­ger als bis­her ab­ge­ru­fen wer­den. ARD und ZDF hat­ten dies seit lan­gem ge­for­dert. (dpa)

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