Neue Spu­ren im Span­dau­er Mord­fall

ZDF-Sen­dung bringt Er­mitt­lern wei­te­re Hin­wei­se

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Berlin -

und FDP war­ben da­ge­gen. Ab­ge­stimmt wur­de spä­ter na­ment­lich, nicht nach Frak­ti­on. Es gab 90 Ja-Stim­men, 59 Nein-Stim­men und kei­ne Ent­hal­tun­gen.

Die drei Flug­ha­fen-Ei­gen­tü­mer hat­ten sich 1996 dar­auf ge­ei­nigt, in Schö­ne­feld süd­öst­lich von Berlin ei­nen ein­zi­gen Flug­ha­fen für die Re­gi­on zu bau­en. In den fol­gen­den zehn Jah­ren wur­de im BER-Plan­fest­stel­lungs­be­schluss, in der ge­mein­sa­men Lan­des­pla­nung und Ge­richts­ver­fah­ren bis zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt fest­ge­legt, dass Te­gel spä­tes­tens sechs Mo­na­te nach der BER-Er­öff­nung schließt. Die Er­öff­nung ist für Ok­to­ber 2020 ge­plant.

Der CDU-Po­li­ti­ker Evers kri­ti­sier­te, die Re­gie­rung hin­ter­ge­he ei­ne Mil­li­on Men­schen, die für Te­gel ge­stimmt hät­ten. „Das wird Ihr Un­ter­gang“, sag­te der AfDAb­ge­ord­ne­te Frank-Christian Han­sel. FDP-Frak­ti­ons­chef Se­bas­ti­an Cza­ja sprach von ei­ner Bank­rott­er­klä­rung für den Flug­ha­fen­stand­ort Berlin-Bran­den­burg. Sei­ne Par­tei wer­de „al­le ju­ris­ti­schen und ge­sell­schaft­li­chen Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen, um den Wil­len der Ber­li­ner um­zu­set­zen“. Stro­ed­ter von der SPD wies die Vor­wür­fe zu­rück, sie hät­ten sich nicht mit der Volks­ab­stim­mung be­schäf­tigt. (dpa) Berlin. Nach der Vor­stel­lung des Falls in der ZDF-Sen­dung „Ak­ten­zei­chen XY...un­ge­löst“ha­ben Ber­li­ner Er­mitt­ler neue Hin­wei­se zum Tod ei­ner 30-Jäh­ri­gen in Pan­kow er­hal­ten. Die Zahl der di­rekt bei der Po­li­zei ein­ge­gan­ge­nen Hin­wei­se aus der Be­völ­ke­rung sei auf 210 an­ge­stie­gen, sag­te ei­ne Spre­che­rin am Don­ners­tag. Wei­te­re fünf Hin­wei­se hät­ten sich aus An­ru­fen beim Fern­seh­stu­dio er­ge­ben. Ob wert­vol­le Spu­ren da­bei wa­ren, konn­te die Po­li­zei zu­nächst nicht sa­gen. Die Aus­wer­tung ste­he erst an.

Ei­ne Be­am­tin der 5. Mord­kom­mis­si­on hat­te in der Sen­dung am Mitt­woch­abend ei­ne si­cher­ge­stell­te Müt­ze ge­zeigt, die der Tä­ter laut Po­li­zei „nach­weis­lich“ver­lor. Sie frag­te, wer den Be­sit­zer kennt. Es hand­le sich um ein äl­te­res H&M-Frau­en­mo­dell, an dem ur­sprüng­lich Strass­stei­ne an­ge­bracht ge­we­sen sei­en. Ge­sucht wer­den auch Hin­weis­ge­ber zu ei­nem blau-wei­ßen Tuch, das dem Op­fer ge­hör­te.

Die Lei­che der Frau war am 27. Mai an ei­ner S-Bahn-Tras­se na­he der Do­lo­mi­ten­stra­ße ent­deckt wor­den. Die Po­li­zei nimmt an, dass die So­ci­al-Me­dia-Be­ra­te- rin dort am 25. Mai nach 16.00 Uhr ge­tö­tet wur­de. Zu­vor hat­te sich die Frau für ei­ne Pau­se von der Ar­beit auf den Bahn­damm be­ge­ben. Dort ha­be sie sich ver­mut­lich ge­sonnt oder ge­le­sen, bis sie dem Tä­ter be­geg­ne­te.

Acht neue An­satz­punk­te brach­te die TV-Sen­dung auch zu ei­ner bis­lang nicht auf­ge­klär­ten Tat vom Ok­to­ber 1992. Da­mals wur­de ei­ne Ber­li­ner Wir­tin in ih­rer Woh­nung mit ei­nem Kopf­schuss ge­tö­tet – mit ei­ner Waf­fe, die zu­vor bei zwei Ein­brü­chen in Berlin ver­wen­det wor­den war. Die 5. Mord­kom­mis­si­on sucht nun nach dem Ein­bre­cher. Ver­mu­tet wird, dass er die Waf­fe le­dig­lich wei­ter­gab und Hin­wei­se zum spä­te­ren Mör­der der Frau ge­ben kann. Die Ein­brü­che sei­en in­zwi­schen ver­jährt, hieß es. In dem Fall sind 5000 Eu­ro Be­loh­nung aus­ge­setzt.

Das Mo­tiv für die Tat wirft Rät­sel auf. Die Po­li­zei­be­am­tin sag­te in der Sen­dung, bei Er­mitt­lun­gen im per­sön­li­chen Um­feld des Op­fers hät­ten sich kei­ne Ver­dachts­mo­men­te er­ge­ben. Auch ein Raub­mord kom­me nicht in Fra­ge, da die Woh­nung nicht nach Wert­ge­gen­stän­den durch­sucht wor­den sei. (dpa)

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