Arzt­pra­xen für Grip­pe gut ge­rüs­tet

In der Mark aus­rei­chend Impf­stoff vor­han­den / Aus an­de­ren Bun­des­län­dern wer­den Lie­fer­eng­päs­se ge­mel­det

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Vorderseite - Von Ma­thi­as haus­ding Mehr zum The­ma un­ter www.moz.de/grip­pe

Pots­dam. Das In­ter­es­se der Bür­ger an der Grip­pe­schutz­imp­fung ist in die­sem Herbst of­fen­bar grö­ßer als in den Vor­jah­ren. Aus ei­ni­gen Re­gio­nen Deutsch­lands wer­den Lie­fer­eng­päs­se ge­mel­det. In Bran­den­burg sei aus­rei­chend Impf­stoff vor­han­den, ver­si­chern Ex­per­ten.

„Ich ha­be ge­ra­de noch ein­mal bei den Groß­händ­lern nach­ge­schaut: Der Impf­stoff ist lie­fer­bar“, sag­te am Frei­tag Olaf Beh­rendt, der Vor­sit­zen­de des Apo­the­ker­ver­bands Bran­den­burg. Die bei der Ver­sor­gung fe­der­füh­ren­de AOK Nord­ost er­gänzt: „In der Re­gi­on ist nicht mit Lie­fer­eng­päs­sen oder gar ei­nem Aus­ver­kauf der Grip­pe­impf­stof­fe zu rech­nen.“In Ber­lin, Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern ha­be man sich früh­zei­tig um Lie­fer­si­cher­heit be­müht. „Als ers­te Re­gi­on in Deutsch­land ha­ben wir im Fe­bru­ar 2018 den Be­darf er­mit­telt, so dass der Impf­stoff früh­zei­tig be­stellt wer­den konn­te“, sagt Su­san­ne Dol­fen, Lei­te­rin Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung bei der AOK.

Zwar gibt es noch kei­ne Zah­len da­zu, wie vie­le Men­schen sich in die­sem Herbst bis­lang imp­fen lie­ßen. Aber vie­les deu­tet dar­auf­hin, dass die Nach­fra­ge grö­ßer ist als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Ka­rin Har­re, die Vor­sit- zen­de des Haus­ärz­te­ver­ban­des Bran­den­burg, hat ei­ne stei­gen­de Ak­zep­tanz für die Imp­fung be­ob­ach­tet. In ih­ren Au­gen ei­ne Re­ak­ti­on auf die be­son­ders har­te Grip­pe­wel­le im ver­gan­ge­nen Win­ter. Auch ein Spre­cher des Bran­den­bur­ger Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­ums sagt: „Man spürt ei­ne ho­he Be­reit­schaft, sich imp­fen zu las­sen.“In der ver­gan­ge­nen Sai­son wur­den in Bran­den­burg laut Mi­nis­te­ri­um 10 234 In­flu­enz­a­fäl­le und 18 Grip­pe-To­te ge­mel­det.

Mög­li­cher­wei­se ani­miert auch der erst­mals stan­dard­mä­ßig ein­ge­setz­te Vier­fach-Impf­stoff mehr Men­schen da­zu, sich im­mu­ni­sie­ren zu las­sen. Er bie­tet mehr Schutz als der bis­he­ri­ge Wirk- stoff, der sich ge­gen drei Er­re­ger rich­te­te.

In ei­ni­gen Re­gio­nen in Nie­der­sach­sen und Süd­deutsch­land be­rich­ten Me­di­en von feh­len­den Impf­stof­fen. Das Paul-Ehr­li­chIn­sti­tut für Impf­stof­fe hat dar­auf­hin ein For­mu­lar ins Netz ge­stellt, über das Ärz­te, Apo­the­ker und Bür­ger von Lie­fer­schwie­rig­kei­ten be­rich­ten kön­nen. „Wir be­kom­men Mel­dun­gen. Es gibt re­gio­na­le Eng­päs­se“, sag­te ei­ne In­sti­tuts-Spre­che­rin am Frei­tag. Hier han­de­le es sich of­fen­bar um Ver­tei­lungs­pro­ble­me, die ge­löst wer­den müss­ten.

Auf­fäl­lig sei, dass Be­rich­te über Lie­fer­eng­päs­se in die­sem Herbst deut­lich frü­her als sonst kom­men. Das könn­te ein In­diz für ei­ne hö­he­re Nach­fra­ge und da­mit ei­ne gu­te Nach­richt sein, be­ton­te die Spre­che­rin. „Denn bis­lang ist die Impf­ra­te ge­ra­de un­ter den äl­te­ren Bür­gern noch zu ge­ring.“Mit in die­sem Herbst bis jetzt 15,7 Mil­lio­nen frei­ge­ge­be­nen Impf­do­sen sei auf je­den Fall ge­nug Wirk­stoff vor­han­den.

Bis­lang ist es in die­sem Herbst an der In­flu­en­za-Front bun­des­weit ru­hig. In Bran­den­burg wur­de laut Mi­nis­te­ri­um bis jetzt ein Fall ge­mel­det. Ihr Hoch er­reicht die Wel­le tra­di­tio­nell im Fe­bru­ar.

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